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	<title>Radreisen - langsam reisen</title>
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	<description>Mit dem Rad, zu Fuß oder auf dem Wasser</description>
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		<title>Radreisen - langsam reisen</title>
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		<title>Downhill 2011 &#8211; Vom Brenner an die Adria</title>
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		<pubDate>Tue, 04 Oct 2011 20:16:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>pehei</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Reiseroute    Fotoalbum [97 Fotos]    GPS-Tracks Freitag, Innsbruck, Anreise &#8222;Meine Damnherrn, die Deutschebahn heißt sie&#8217;n Bord des &#8230; IC Einhundert…neunzn herzlch  &#8230; willkommn&#8220;. Das Genuschel bei der Deutschen Bahn ist immer wieder ein Quell der Heiterkeit. Wir sitzen im Zug auf dem Weg nach Innsbruck. Unsere diesjährige Radreise führt uns nach Italien und weil ich [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=radreisen.wordpress.com&amp;blog=4404771&amp;post=840&amp;subd=radreisen&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3 style="text-align:center;"><span class="Apple-style-span" style="font-weight:normal;"><a title="Reiseroute" href="http://www.everytrail.com/fullscreen.php?trip_id=1313753" target="_blank">Reiseroute</a>    <a title="Fotoalbum " href="https://picasaweb.google.com/110263617878981332348/DownhillVomBrennerAnDieAdria#slideshow/" target="_blank">Fotoalbum [97 Fotos]</a>    <a title="GPSies.com" href="http://www.gpsies.com/viewTracks.do?fileId=amazrabxocfwypvp&amp;fileId=lgenzjecfifsmrgi&amp;fileId=owkpchtyfxfaknvz&amp;fileId=owszjhzpdqtcvdzt&amp;fileId=vpwmwcvwppbrrefh&amp;fileId=wgyqxtldgtomdkmg" target="_blank">GPS-Tracks</a></span></h3>
<h3><span class="Apple-style-span" style="font-size:15px;">Freitag, Innsbruck, Anreise</span></h3>
<div>
<p>&#8222;Meine Damnherrn, die Deutschebahn heißt sie&#8217;n Bord des &#8230; IC Einhundert…neunzn herzlch  &#8230; willkommn&#8220;.<br />
Das Genuschel bei der Deutschen Bahn ist immer wieder ein Quell der Heiterkeit.<br />
Wir sitzen im Zug auf dem Weg nach Innsbruck. Unsere diesjährige Radreise führt uns nach Italien und weil ich immer gerne schon mal in den Alpen radfahren wollte, Heike aber nicht gerne Berge fährt, lautet der Plan uns vom Brennerpass bis Venedig hinunter rollen zu lassen. Ich habe es Heike bisher verschwiegen, aber sie ahnt natürlich schon, dass es auch ab und an mal nach oben gehen wird. Immerhin, die Summe der Höhendifferenzen ist deutlich im Minus und das spricht für den Plan.</p>
<p>Doch zuerst mal müssen wir Bahnfahren. Nach einem problemlosen Umstieg in Köln sitzen wir nun im IC, der uns in knapp zehn Stunden nach Innsbruck bringen soll. So ähnlich stelle ich mir eine Fahrt in der transsibirischen Eisenbahn vor. Man richtet sich gemütlich darauf ein, dass man diesen Ort die nächsten Stunden (oder im Fall der Transsib die nächsten Tage) nicht verlassen wird und übt sich in Langmut. Immerhin zieht am Fenster eine schöne und abwechslungsreiche Landschaft vorbei. Das Rheintal, der Bodensee und zum Schluss die Alpen lassen uns kaum zum Lesen kommen. Zusätzlich dienen neben den genuschelten Ansagen und netten Mitfahrern, wie zu Postkutschenzeiten auch noch regelmäßige Pferde-, ääh Lokwechsel zum Unterhaltungsrahmenprogramm.</p>
<div id="attachment_859" class="wp-caption aligncenter" style="width: 489px"><a href="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/10/01negative0-05-051.jpg"><img class="size-full wp-image-859" title="Zugfahrt" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/10/01negative0-05-051.jpg?w=720" alt=""   /></a><p class="wp-caption-text">Zugfahrt</p></div>
<p>Ab Lindau wird das deutsche Ansagegenuschel durch österreichischen Dialekt ersetzt. Das ist sowohl in der deutschsprachigen, als auch in der englischen Variante kaum besser zu verstehen, hat aber den Vorteil, dass die Österreicher deutlich weniger auskunftsfreudig sind.<br />
Mittlerweile leert sich der Zug. In Bregenz steigt ein weiterer Fahrgast mit Reservierung in unserem Abteil hinzu. Er hat mit seinem Rad in zwei Tagen den Bodensee umrundet. Die letzte Etappe fuhr er heute um danach sofort in den Zug zu steigen. Die Luft wird plötzlich seltsam stickig. Mit der Ausrede, im Großraumabteil einen bequemen Tisch aufzusuchen, verdrücken wir uns ein Abteil weiter&#8230; und kommen vom Regen in die Traufe: Hier ist die Luft zwar gut, aber dafür redet der einzige andere Fahrgast im Abteil die ganze Zeit mit sich selbst. Auch ein Radfahrer. Ich mach mir langsam Sorgen.</p>
<div id="attachment_861" class="wp-caption aligncenter" style="width: 730px"><a href="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/10/01negative0-07-071.jpg"><img class="size-full wp-image-861" title="Lindau" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/10/01negative0-07-071.jpg?w=720&#038;h=481" alt="" width="720" height="481" /></a><p class="wp-caption-text">Lindau</p></div>
<p>In Innsbruck gehen wir, nachdem wir im Hotel eingecheckt haben, noch auf ein Bier in die Stadt. Schön hier. Kaum Autos aber ganz viele Menschen.</p>
<div id="attachment_863" class="wp-caption aligncenter" style="width: 491px"><a href="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/10/01negative0-09-091.jpg"><img class="size-full wp-image-863" title="Goldenes Dacherl" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/10/01negative0-09-091.jpg?w=720" alt=""   /></a><p class="wp-caption-text">Das Goldenen Dacherl in Innsbruck</p></div>
<h3 style="text-align:center;"></h3>
<div id="attachment_862" class="wp-caption aligncenter" style="width: 489px"><a href="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/10/01negative0-08-081.jpg"><img class="size-full wp-image-862" title="Innsbruck" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/10/01negative0-08-081.jpg?w=720" alt=""   /></a><p class="wp-caption-text">Innsbruck</p></div>
<h3 style="text-align:center;"></h3>
<div id="attachment_860" class="wp-caption aligncenter" style="width: 730px"><a href="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/10/01negative0-10-101.jpg"><img class="size-full wp-image-860" title="Laubengasse" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/10/01negative0-10-101.jpg?w=720&#038;h=481" alt="" width="720" height="481" /></a><p class="wp-caption-text">Laubengasse</p></div>
<h3>Samstag, Vahrner See, sonnig, 48km,  1374-600m</h3>
<p><a href="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/10/001.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-864" title="Eisack - 1.Etappe" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/10/001.jpg?w=720&#038;h=298" alt="" width="720" height="298" /></a></p>
<p>Gegen 10:30 sind wir auf dem Brenner. Mit der Bahn geht das ganz einfach. Von hier geht es über die letztes Jahr neu asphaltierte <a href="http://www.bahntrassenradwege.de/index.php?page=eisacktal-radweg-1">ehemalige Eisenbahnstrecke</a> sanft zu Tal. Immer wieder stoppen wir, um die Aussicht zu genießen und uns dann gemütlich weiter rollen zu lassen. Besonders das Pfleitschtal hat es uns angetan. Bis Sterzing geht das so. Hier müssen wir in der schönen Altstadt erst mal den Spielmannszug durchlassen, bevor wir weiter fahren können.</p>
<p>Hinter Sterzing geht es noch ein Stückchen zwischen Autobahn und Eisack schnurgerade weiter, doch schon bald führt uns der gut ausgeschilderte Weg seitwärts durch idyllische Dörfer. Hier sind sie nun endlich, die Berge. Kurze, knackige Anstiege wechseln sich mit rasanten Abfahrten ab. Heike hatte es ja schon geahnt.</p>
<div id="attachment_867" class="wp-caption aligncenter" style="width: 730px"><a href="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/10/01negative0-11-111.jpg"><img class="size-full wp-image-867" title="Auf der Bahntrasse" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/10/01negative0-11-111.jpg?w=720&#038;h=481" alt="" width="720" height="481" /></a><p class="wp-caption-text">Auf der Bahntrasse</p></div>
<div id="attachment_868" class="wp-caption aligncenter" style="width: 489px"><a href="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/10/01negative0-14-141.jpg"><img class="size-full wp-image-868" title="Pfleitschtal" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/10/01negative0-14-141.jpg?w=720" alt=""   /></a><p class="wp-caption-text">Pfleitschtal</p></div>
<p>Ziemlich früh kommen wir in Vahrn, kurz vor Brixen, an. Das ist schön, weil es direkt hinter <a href="http://www.camping-vahrnersee.com/">unserer Pension</a> einen kleinen Badesee gibt, dem wir als Erstes einen Besuch abstatten.<br />
Auch das Essen ist gut. Zuhause gehen wir schon lange nicht mehr gerne essen, weil es oft nur noch Junkfood zu überhöhten Preisen gibt. Eine Forelle (&#8222;ich habe Ihnen mal noch eine halbe Forelle mehr drauf gelegt weil die eine so klein war&#8220;), die wirklich frisch ist, ein Hirschbraten, der nach Wacholder und Lorbeer schmeckt, statt nach Fertigsoße, und Krautsalat, der frisch vom Kohlkopf runtergeraspelt, statt mit zu viel Essig kontaminiert aus dem Eimer geschaufelt wurde, sind für uns schon etwas Besonderes. So etwas bekommt man normalerweise eigentlich nur, wenn man es selber macht.</p>
<div id="attachment_870" class="wp-caption aligncenter" style="width: 727px"><a href="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/10/01negative0-20-201.jpg"><img class="size-full wp-image-870" title="Baumpilz" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/10/01negative0-20-201.jpg?w=720" alt=""   /></a><p class="wp-caption-text">Baumpilz</p></div>
<p>Kurz hatten wir überlegt, hier zu zelten, es aber angesichts der Wetterprognose gelassen und doch lieber das Zimmer genommen. Eine weise Entscheidung. Abends, beim Essen, kommt ein Gewitter runter, das sich gewaschen hat. Die zeltenden Motorradfahrer am Tisch neben uns tuen uns schon etwas leid, als wir uns abends in unser gemütliches Zimmer verkrümeln.</p>
<h3>Sonntag, Bozen,  Regen in allen Stärken, 50km, 600m-260m</h3>
<p><a href="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/10/002.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-871" title="Eisack - 2. Etappe" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/10/002.jpg?w=720&#038;h=298" alt="" width="720" height="298" /></a></p>
<p>Nachts hat es nur geregnet. Wir überlegen, ob wir einen Tag Pause einlegen sollen, doch beim Frühstück schaut die Sonne kurz durch&#8217;s Fenster und lockt uns doch wieder raus. Da wird der kleine Spitz, der mich die ganze Zeit unter dem Tisch mit der Pfote anstubst und dabei mit riesigen treuen Augen anschaut, wohl für morgen jemand anderen suchen müssen, bei dem er  etwas vom Frühstückstisch abstauben kann.<br />
Die Sonne allerdings ist ein untreuer Geselle. Kaum sind wir auf unseren Rädern, versteckt sie sich hinter dicken Regenwolken und lässt sich den Rest des Tages nicht mehr blicken. Das mit der Weiterfahrt war dann wohl eine Fehlentscheidung.</p>
<p>Immerhin stellt uns die Strecke, nach einem letzten steilen Anstieg auf einer Schotterpiste, vor keine großen Herausforderungen mehr. Bis Bozen geht es eigentlich nur noch bergab. Hinter Klausen sogar wieder auf unserer stillgelegten Eisenbahnstrecke. Hier klebt die Strecke stellenweise in einer engen Klamm direkt über der Eisack am Fels. Die landschaftlich spektakuläre Strecke hätten wir noch stundenlang weiter fahren können, wenn nur der Regen nicht gewesen wäre. So aber sind wir froh, in Bozen <a href="http://www.hoteladria-bz.it/">ein Hotelzimmer</a> mit einer warmen Dusche gefunden zu haben, wo wir uns trocknen lassen können.</p>
<div id="attachment_872" class="wp-caption aligncenter" style="width: 730px"><a href="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/10/01negative0-23-231.jpg"><img class="size-full wp-image-872 " title="Eisack" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/10/01negative0-23-231.jpg?w=720&#038;h=720" alt="" width="720" height="720" /></a><p class="wp-caption-text">Die Eisack südlich von Klausen mit der Brennerautobahn im Hintergrund</p></div>
<div id="attachment_874" class="wp-caption aligncenter" style="width: 730px"><a href="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/10/01negative0-24-241.jpg"><img class="size-full wp-image-874" title="Die alte Bahntrasse an der Eisack" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/10/01negative0-24-241.jpg?w=720&#038;h=481" alt="" width="720" height="481" /></a><p class="wp-caption-text">Die alte Bahntrasse an der Eisack</p></div>
<div id="attachment_873" class="wp-caption aligncenter" style="width: 730px"><a href="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/10/01negative0-28-281.jpg"><img class="size-full wp-image-873" title="Bei Bozen" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/10/01negative0-28-281.jpg?w=720&#038;h=406" alt="" width="720" height="406" /></a><p class="wp-caption-text">Bei Bozen</p></div>
<p>Bozen an einem Sonntag ist tot. Selbst Lokale haben nicht alle auf und es sind merkwürdige Typen unterwegs, was natürlich auch damit zu tun hat, dass unser Hotel in der Nähe des Bahnhofs liegt. Das ist ja in den meisten Städten nicht gerade das feinste Viertel.</p>
<h3>Montag, Bozen,  Regen und Sonne, heute fahren wir mal nicht.</h3>
<div id="attachment_876" class="wp-caption aligncenter" style="width: 730px"><a href="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/10/01negative0-26-261.jpg"><img class="size-full wp-image-876" title="Über den Dächern von Bozen" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/10/01negative0-26-261.jpg?w=720&#038;h=719" alt="" width="720" height="719" /></a><p class="wp-caption-text">Über den Dächern von Bozen</p></div>
<p>Morgens weckt uns wieder das gleichförmige Rauschen des Regens. Wir beschließen, unser Zimmer noch einmal zu verlängern. Heute werden wir mal die Bücher auspacken, die wir mitgenommen haben; die Fahrräder bleiben  im atombombensicheren, katakombenartigen Hotelkeller gefühlte 100m unter der Erde.</p>
<p>Hier in Südtirol sind, glaube ich, alle Menschen nett. Egal, ob der Pensionswirt, der uns mit dem Wetterbericht versorgt, der Restaurantbesitzer, der uns mit Werkzeug aushilft, der Telefonladenangestellte, der mir auch gleich noch das Netbook für den gekauften UMTS-Zugang konfiguriert, oder die Frau an der Hotelrezeption, die immer für einen kleinen Plausch gut ist. Alle sind sie hilfsbereit und freundlich. Gut, die Leute werden dafür bezahlt, aber das werden die Angestellten der Österreichischen Bundesbahn auch.</p>
<div id="attachment_877" class="wp-caption aligncenter" style="width: 730px"><a href="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/10/01negative0-30-301.jpg"><img class="size-full wp-image-877" title="Touristenbelustigung in Bozen" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/10/01negative0-30-301.jpg?w=720&#038;h=481" alt="" width="720" height="481" /></a><p class="wp-caption-text">Touristenbelustigung in Bozen</p></div>
<p>Gegen Mittag hört der Regen auf und die blauen Flecken am Himmel werden immer größer. Die Straßen sind plötzlich wieder voll, die schwarzen Straßenverkäufer haben das Sortiment blitzschnell von Regenschirmen auf Sonnenbrillen umgestellt und während im Radio davon berichtet wird, dass der plötzliche Wintereinbruch Probleme bereitet, sitzen wir im Straßencafé und schauen auf schneebedeckte Berge. Wären wir zwei Tage später gefahren, hätten wir den Brenner im Schnee hinunter rutschen müssen.</p>
<p>Bozen ist nicht nur Sonntags tot. Nachtleben findet hier auch montags praktisch nicht statt. Dafür kann man nachts ungestört Schaufenster mit bekifften Engeln und unzüchtigen Elfen anschauen.</p>
<h3>Dienstag, Trient, sonnig, 70km, kaum Höhenmeter</h3>
<p><a href="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/10/003.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-879" title="Etsch" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/10/003.jpg?w=720&#038;h=298" alt="" width="720" height="298" /></a></p>
<p>Der plötzliche Wintereinbruch hat Bozen voll im Griff. Die Bozener haben dicke Pullis, Jacken und Schals herausgeholt. Wir werten das als gutes Zeichen, als wir bei angenehmen 20° im T-shirt weiter radeln.</p>
<p>Ein freundlicher Wind treibt uns vor sich her. Ab hier fahren wir an der Etsch entlang.  Der Fluss ist ruhiger als die Eisack und das Tal ist deutlich breiter; die Berge werden zur Kulisse. Abgesehen von einem Zwischenstopp in Neumarkt fahren wir den ganzen Tag auf dem Deich entlang.<br />
Als wir in Trento ankommen, zeigt das Thermometer 27°. Die Italiener tragen die Jacke mittlerweile offen.</p>
<div id="attachment_880" class="wp-caption aligncenter" style="width: 730px"><a href="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/10/02negative0-02-021.jpg"><img class="size-full wp-image-880" title="Neumarkt" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/10/02negative0-02-021.jpg?w=720&#038;h=481" alt="" width="720" height="481" /></a><p class="wp-caption-text">Neumarkt (Egna)</p></div>
<p>Wir checken  im <a href="http://www.visittrentino.it/de/a/ostelli/trento-monte-bondone-valle-dei-laghi-valle-dell-adige/trento/ostelli-trento-ostello-giovane-europa">Ostello</a> (der Jugendherberge) ein. Langsam müssen wir unseren Durchschnittsübernachtungspreis ja auch mal wieder herunter fahren.<br />
In Trento gibt es eine Universität und somit auch ein Nachtleben. Tagsüber wird aber nur überall getrunken. Schwierig wird es, etwas zu Essen aufzutreiben. Wir sind leider etwas früh dran, haben trotzdem Hunger, aber überall stehen nur Gläser auf den Tischen. Keine Teller. Fastfood wollten wir eigentlich nicht und so fallen wir die Kellnerin fast an, als um 19:00 Uhr endlich die richtigen Restaurants aufmachen.</p>
<div id="attachment_881" class="wp-caption aligncenter" style="width: 730px"><a href="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/10/02negative0-03-031.jpg"><img class="size-full wp-image-881" title="Trient" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/10/02negative0-03-031.jpg?w=720&#038;h=481" alt="" width="720" height="481" /></a><p class="wp-caption-text">Trient (Trento)</p></div>
<div id="attachment_882" class="wp-caption aligncenter" style="width: 730px"><a href="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/10/02negative0-05-051.jpg"><img class="size-full wp-image-882" title="Trient bei Nacht" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/10/02negative0-05-051.jpg?w=720&#038;h=481" alt="" width="720" height="481" /></a><p class="wp-caption-text">Trient bei Nacht</p></div>
<h3>Mittwoch, Torbole, sonnig,  50km</h3>
<p><a href="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/10/0041.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-884" title="Zum Gardasee" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/10/0041.jpg?w=720&#038;h=298" alt="" width="720" height="298" /></a></p>
<p>Die Nacht war ziemlich unruhig. Unser Ostello liegt im Verkehrsknotenpunkt: Zwischen drei Straßen (also quasi auf einer Verkehrsinsel), direkt am Bahnhof und nicht zuletzt war auch der Geschlechtsverkehr im Nebenzimmer ziemlich laut. Wie alle Jugendherbergen der Welt hat auch dieses Ostello nur sehr dünne Wände. Die Klospülung in jedem beliebigen Zimmer hört sich bei uns an, wie der Wurf auf eine Kegelbahn. Dafür war das Frühstück ein echter Witz. Zwei Brötchen, ein Töpfchen Marmelade, geschmacklose Wurst und Käse (für 1,50 extra), zwei Töpfchen Margarine, ein Becher Fruchtsaftgetränk mit mindestens 2% Fruchtsaftanteil und lauwarmer Kaffee. Alles inklusive Plastikbesteck eingeschweißt. Schlimmer als bei McDonalds. Ohne ein zweites Frühstück unterwegs wird es heute nicht gehen.</p>
<p>Bis Rovereto hat die Strecke auch ihre reizvollen Abschnitte, aber im Prinzip geht es heute genauso weiter wie gestern. Um die Städte herum Gewerbegebiete, rechts oder links die Etsch, im Hintergrund rauscht die Autobahn, und in der Ferne sind die Berge zu sehen. Hinter Rovereto zweigt der Weg zum Gardasee ab. Spontan schmeißen wir den Plan um und beschließen, nun doch am Gardasee entlang zu fahren. Mag sein, dass die Küstenstraße noch schwierig wird, aber die heutige Strecke ist ein Volltreffer. Bis Mori geht es steil aber nicht lang bergauf. Oben finden wir ein nettes Café, wo wir eine kleine Mahlzeit zu uns nehmen. Neben uns sitzen zwei andere Radfahrer. Das übliche „woher“ und „wohin“  lässt uns ziemlich frustriert zurück. Die beiden sind in der Schweiz gestartet, hatten bei dem Wintereinbruch „etwas Pech“ weil sie sich oben auf dem Pass nicht umziehen konnten und völlig durchnässt die verschneite Passstraße herunterfahren mussten, sind heute erst 30km und zwei Pässe gefahren, wollen aber noch die 100km bis Vicenza schaffen und haben als Endziel Klagenfurt angepeilt. Wir wagen gar nicht Venedig als Ziel zu nennen. Da sind die beiden morgen vor dem Mittagessen.</p>
<div id="attachment_887" class="wp-caption aligncenter" style="width: 730px"><a href="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/10/02negative0-06-061.jpg"><img class="size-full wp-image-887" title="Auf dem Etsch-Deich" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/10/02negative0-06-061.jpg?w=720&#038;h=720" alt="" width="720" height="720" /></a><p class="wp-caption-text">Auf dem Etsch-Deich</p></div>
<p>Die weitere Strecke geht bis zum Pass auf einem Radweg am Rande eines Biotops entlang. Keine Autos aber dafür nichts wie Gegend. Das Highlight ist jedoch die Abfahrt nach Torbole. Den Blick zum Gardasee muss man vorher genießen. Während der Abfahrt bleibt dafür keine Zeit. Zu schnell geht die Schussfahrt den Berg hinunter und erfordert die ganze Konzentration. Am Ende der langen Geraden kommen dann noch einige Kehren, bevor man mit vom Bremsen glühender Felge unten ankommt.</p>
<div id="attachment_888" class="wp-caption aligncenter" style="width: 730px"><a href="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/10/02negative0-09-091.jpg"><img class="size-full wp-image-888" title="Wieder in die Berge" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/10/02negative0-09-091.jpg?w=720&#038;h=344" alt="" width="720" height="344" /></a><p class="wp-caption-text">Wieder in die Berge</p></div>
<div id="attachment_889" class="wp-caption aligncenter" style="width: 491px"><a href="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/10/02negative0-10-101.jpg"><img class="size-full wp-image-889" title="Passstraße zum Gardasee" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/10/02negative0-10-101.jpg?w=720" alt=""   /></a><p class="wp-caption-text">Passstraße zum Gardasee</p></div>
<div id="attachment_890" class="wp-caption aligncenter" style="width: 730px"><a href="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/10/02negative0-12-121.jpg"><img class="size-full wp-image-890" title="Ein letzter Blick auf den Gardasee bevor wir uns zu Tal stürzen" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/10/02negative0-12-121.jpg?w=720&#038;h=481" alt="" width="720" height="481" /></a><p class="wp-caption-text">Ein letzter Blick auf den Gardasee bevor wir uns zu Tal stürzen...</p></div>
<div id="attachment_891" class="wp-caption aligncenter" style="width: 730px"><a href="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/10/02negative0-13-131.jpg"><img class="size-full wp-image-891" title="... um mit glühender Felge in Torbole anzukommen" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/10/02negative0-13-131.jpg?w=720&#038;h=720" alt="" width="720" height="720" /></a><p class="wp-caption-text">... um mit glühender Felge in Torbole anzukommen</p></div>
<p>In Torbole suchen wir uns einen Campingplatz. Schließlich möchte ich das ganze Geraffel ja nicht nur spazieren fahren.<br />
So gerne ich ja im Zelt schlafe, manche Campingplätze sind so eine Sache für sich. Rund um uns wohnen Wohnwagen- und Wohnmobilcamper, denen wir gezwungenermaßen zuhören müssen. Rentner allesamt natürlich, die schon seit Jahren hier hinfahren, und immer wieder ein Anekdötchen erzählen wollen. Wahlweise texten sie aber auch jeden, der nicht bei drei auf den Bäumen ist, mit Vorträgen über Krankenkassen, Diabetesspezialisten und freier Arztwahl zu. Letzten Endes geht es aber meistens  ums Materielle. Wer hat das teuerste Equipment und kennt den billigsten Campingplatz. Wir bauen unser Zelt auf, gehen zum Strand (viel zu kaltes Wasser und Kies) und beschließen, materiell zu denken und das bei der Unterkunft gesparte Geld ins gastronomische Angebot zu investieren. So geht man den Rentnern aus dem Weg und braucht zum Essen mangels Stühlen nicht auf dem Boden rumkrabbeln.</p>
<div id="attachment_893" class="wp-caption aligncenter" style="width: 730px"><a href="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/10/02negative0-15-151.jpg"><img class="size-full wp-image-893" title="Torbole" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/10/02negative0-15-151.jpg?w=720&#038;h=720" alt="" width="720" height="720" /></a><p class="wp-caption-text">Torbole</p></div>
<h3>Donnerstag, Malcesine, sonnig und heiß, 18km</h3>
<p><a href="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/10/005.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-892" title="Lago di Garda - Küstenstraße am Gardasee" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/10/005.jpg?w=720&#038;h=298" alt="" width="720" height="298" /></a></p>
<p>Der Vorteil beim Zelten mit kleinem Gepäck ist unsere mobile Küche. Wir packen einfach alles ein und kochen unseren Kaffee am Ufer des Gardasees. Es weht ein guter Wind und so sind schon viele Windsurfer unterwegs. Mag sein, dass es an der etwas ungewöhnlichen Reisezeit im September liegt, aber hier wirkt es so, als ob der Surfsport schon ein wenig in die Jahre gekommen wäre. Eigentlich sieht man nur Silberlocken auf den Brettern stehen.</p>
<p>Frank war damals, vor 30 Jahren, die coolste Sau am Strand von St.Peter Ording. Damals ist er jedem mit dem Surfbrett davon gefahren. Heute sind die Locken leider grau aber die große Sonnenbrille steht ihm immer noch. Jedes Jahr fährt er noch eine Woche an den Gardasee um zu surfen. Morgens dreht er dann regelmäßig seine Runde auf dem Surfbrett. Wenn er zurück zum Wohnmobil kommt, hat Marianne schon das Frühstück fertig. Den Rest des Tages verbringt Frank damit, am Wohnmobil herumzubasteln, gelegentlich eine Tour auf dem Mountainbike zu machen und mit den Nachbarn über vergangene Urlaube zu reden.  Damals, vor dreißig Jahren, war Frank noch richtig cool. Gerade kommt er wieder vorbei: Mit seiner leopardengemusterten Waschtasche ist er auf dem Weg zum Waschhaus.</p>
<p>Ziemlich spät kommen wir los. Die Fahrt auf der Küstenstraße gestaltet sich stressfreier als befürchtet. Der Autoverkehr hält sich in Grenzen und auch in den Tunnels ist es kein Problem. Als wir in Malcesine ankommen ist es schon mittags. Beim Essen beschließen wir, das Wetter zu nutzen und nicht weiter zu fahren. Da wir mehrere Tage bleiben wollen, fällt der Campingplatz aus. Für längere Aufenthalte sind wir einfach nicht gut ausgerüstet. So suchen wir uns eine feste Unterkunft (Mobiles Internet ist in dieser Hinsicht mittlerweile unverzichtbar geworden).<br />
Jetzt sitze ich hier fast allein <a href="http://hotelgarden-malcesine.it/de/garten-schwimmbad-malcesine-gardasee.html">am Pool</a>, lasse den Blick über die Berge und den See schweifen, lausche dem Gezwitscher der Vögel und schreibe diese Zeilen. Nach dem Abend am Campingplatz könnte der Unterschied krasser nicht sein.</p>
<div id="attachment_895" class="wp-caption aligncenter" style="width: 730px"><a href="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/10/02negative0-16-161.jpg"><img class="size-full wp-image-895" title="Auf der Küstenstraße geht es nach Malcesine" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/10/02negative0-16-161.jpg?w=720&#038;h=481" alt="" width="720" height="481" /></a><p class="wp-caption-text">Auf der Küstenstraße geht es nach Malcesine</p></div>
<div id="attachment_896" class="wp-caption aligncenter" style="width: 493px"><a href="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/10/02negative0-17-171.jpg"><img class="size-full wp-image-896" title="Malcesine" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/10/02negative0-17-171.jpg?w=720" alt=""   /></a><p class="wp-caption-text">Malcesine</p></div>
<div id="attachment_897" class="wp-caption aligncenter" style="width: 730px"><a href="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/10/02negative0-18-181.jpg"><img class="size-full wp-image-897" title="Blick aus dem Hotelzimmer" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/10/02negative0-18-181.jpg?w=720&#038;h=481" alt="" width="720" height="481" /></a><p class="wp-caption-text">Blick aus dem Hotelzimmer</p></div>
<div id="attachment_898" class="wp-caption aligncenter" style="width: 730px"><a href="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/10/02negative0-19-191.jpg"><img class="size-full wp-image-898" title="Sonnendeck" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/10/02negative0-19-191.jpg?w=720&#038;h=481" alt="" width="720" height="481" /></a><p class="wp-caption-text">Sonnendeck</p></div>
<div id="attachment_894" class="wp-caption aligncenter" style="width: 489px"><a href="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/10/02negative0-21-211.jpg"><img class="size-full wp-image-894" title="Sonnenschirm" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/10/02negative0-21-211.jpg?w=720" alt=""   /></a><p class="wp-caption-text">Sonnendeck</p></div>
<h3>Freitag, Malcesine, sonnig</h3>
<p>Malcesine kommt mir ein wenig wie die Disneylandversion von Italien vor. Alles ist kitschig schön, aus jedem Lautsprecher ertönen Italo-Schlager wie „Cantare“ und jeder hat eine Kamera vor dem Bauch. Bis jetzt hatten wir eigentlich erst einen Tag Italien in Trient. Hier kann man schon wieder problemlos jeden Italiener auf Deutsch ansprechen. Schön ist es trotzdem.</p>
<p>Wir sitzen vor einer kleinen Bar und trinken Kaffee. Jeder Tisch hat vier Stühle; zwei zur Wand und zwei zur Straße. Da ich nicht gerne in Kinoposition nebeneinander sitze, sitze ich mit dem Rücken zur Straße. Ein guter Platz muss ich feststellen, ich bin nämlich der einzige der so sitzt und habe daher alle anderen Gäste im Blick. Ein Anblick zum Lachen, wenn er nicht so traurig wäre: Alle sitzen unbequem mit verschränkten Armen und mürrischen Blick nebeneinander, schauen dabei stur geradeaus anderen Touristen zu, die mürrisch die Straße hinunter dackeln und sprechen kein Wort. Alternativ dazu spielt er mit seiner Kamera oder dem Iphone, während sie alleine mit verschränkten Armen und mürrischen Blick anderen Touristen zuschaut, die mürrisch die Straße hinunter dackeln, und dabei kein Wort spricht. Wirklich Spaß haben hier die wenigsten. Urlaub ist bestimmt nicht einfach, wenn man sich nichts mehr zu sagen hat.</p>
<div id="attachment_899" class="wp-caption aligncenter" style="width: 730px"><a href="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/10/02negative0-25-251.jpg"><img class="size-full wp-image-899" title="Kaffehausstimmung im Kinostil" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/10/02negative0-25-251.jpg?w=720&#038;h=481" alt="" width="720" height="481" /></a><p class="wp-caption-text">Kaffeehausstimmung im Kinostil</p></div>
<div id="attachment_900" class="wp-caption aligncenter" style="width: 729px"><a href="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/10/02negative0-26-261.jpg"><img class="size-full wp-image-900" title="Malcesine" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/10/02negative0-26-261.jpg?w=720" alt=""   /></a><p class="wp-caption-text">Malcesine</p></div>
<div id="attachment_901" class="wp-caption aligncenter" style="width: 489px"><a href="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/10/02negative0-27-271.jpg"><img class="size-full wp-image-901" title="Hochzeitstourismus" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/10/02negative0-27-271.jpg?w=720" alt=""   /></a><p class="wp-caption-text">Hochzeitstourismus</p></div>
<div id="attachment_902" class="wp-caption aligncenter" style="width: 469px"><a href="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/10/02negative0-31-311.jpg"><img class="size-full wp-image-902" title="Hund" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/10/02negative0-31-311.jpg?w=720" alt=""   /></a><p class="wp-caption-text">Hund</p></div>
<div id="attachment_903" class="wp-caption aligncenter" style="width: 730px"><a href="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/10/02negative0-34-341.jpg"><img class="size-full wp-image-903" title="Strand" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/10/02negative0-34-341.jpg?w=720&#038;h=358" alt="" width="720" height="358" /></a><p class="wp-caption-text">Strand in Malcesine</p></div>
<h3>Ein kleiner Einschub zum Thema „Plänemachen und warum es zwar schön aber sinnlos ist“</h3>
<p>Die Vorbereitung einer Radreise ist für mich das Größte. Das verlängert den Urlaub glatt um ein halbes Jahr. 57 Alternativrouten habe ich ausgetüfftelt, von denen anschließend die wenigsten auf dem Garmin landen um danach zu fahren. Wenn man dann erst mal unterwegs ist, ist allerdings noch nicht gesichert, dass wir die dann auch wirklich fahren. Gerade die Ungewissheit ist immer auch ein großer Reiz an der Sache.  Bei der Planung gehe ich immer nur von 50-km-Etappen aus. Das gibt uns reichlich Luft für Änderungen, weil man zur Not sogar zwei Etappen an einem Tag fahren kann. Außerdem bleibt so auch noch Zeit um von der Gegend und den Städten etwas zu sehen. In diesem Urlaub war von Anfang an geplant, den etwas missratenen Sommer zu verlängern und mehrere Badetage an der Adria einzulegen. Dazu wollten wir bis Venedig ziemlich zügig durchfahren und von dort dann in Richtung Süden, bis wir etwas Schönes finden.<br />
1. Änderung: Wir fahren nicht zügig, sondern biegen zum Gardasee ab. Ein gute Entscheidung bisher. Das Wetter ist jetzt schön, wer weiß, was in einer Woche ist.<br />
2. unfreiwillige Änderung: In Malcesine wollten wir eigentlich länger bleiben. Leider war das Zimmer nur für zwei Tage zu haben. Vielleicht ganz gut. War ja auch recht teuer, wenn auch wirklich vom Feinsten. Wir werden uns einfach etwas weiter südlich etwas suchen.<br />
3. Änderung: Wenn wir weiter so bummeln, wird es für die Adria knapp. Venedig wird wohl sowieso schon ausfallen.</p>
<h3>Samstag, Bardolino, 33km, sonnig aber diesig.</h3>
<p>Nach dem üblichen üppigen Frühstück brechen wir auf. Das erste Stück fahren wir noch recht angenehm auf der Seepromenade aber bald müssen wir zurück auf die Küstenstraße. Allzu schlimm ist das nicht, denn unser Gepäck verschafft uns offensichtlich ausreichend Respekt bei den Autofahrern. Gestern dagegen wurden wir ohne Gepäck auf den 3 km nach Malcesine ständig geschnitten und angehupt. Immer von deutschen Fahrzeugen übrigens.</p>
<p>Kurz vor Mittag sind wir bereits in Bardolino. Der Ort ist keine Sensation aber ganz nett. Touristenrummel ohne Disneylandkulisse. Den Plan, noch mal zu zelten haben wir mittlerweile wieder fallen lassen. Alles was wir bisher gesehen haben, war steinig, voll und unschön. Dafür finden wir kurz hinter Bardolino einen <a href="http://www.campingarda.it/europa/de/photogallery.php">Campingplatz mit Mobilheimen</a> direkt am See. Mindestmietdauer ist allerdings drei Tage. Etwas länger als wir bleiben wollten, aber das Wetter ist jetzt schön und das Wasser des Gardasees ist hier angenehme 22° warm.</p>
<div id="attachment_904" class="wp-caption aligncenter" style="width: 730px"><a href="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/10/03negative0-01-011.jpg"><img class="size-full wp-image-904" title="Gefährliches Pflaster" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/10/03negative0-01-011.jpg?w=720&#038;h=481" alt="" width="720" height="481" /></a><p class="wp-caption-text">Gefährliches Pflaster</p></div>
<div id="attachment_906" class="wp-caption aligncenter" style="width: 730px"><a href="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/10/03negative0-04-041.jpg"><img class="size-full wp-image-906" title="Hafen" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/10/03negative0-04-041.jpg?w=720&#038;h=481" alt="" width="720" height="481" /></a><p class="wp-caption-text">Hafen</p></div>
<div id="attachment_907" class="wp-caption aligncenter" style="width: 489px"><a href="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/10/03negative0-06-061.jpg"><img class="size-full wp-image-907" title="Bardolino" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/10/03negative0-06-061.jpg?w=720" alt=""   /></a><p class="wp-caption-text">Bardolino</p></div>
<div id="attachment_908" class="wp-caption aligncenter" style="width: 730px"><a href="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/10/03negative0-12-121.jpg"><img class="size-full wp-image-908" title="Mobilheim" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/10/03negative0-12-121.jpg?w=720&#038;h=481" alt="" width="720" height="481" /></a><p class="wp-caption-text">Mobilheim, wohnlich eingerichtet</p></div>
<div id="attachment_905" class="wp-caption aligncenter" style="width: 730px"><a href="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/10/03negative0-09-091.jpg"><img class="size-full wp-image-905" title="Gardasee bei Bardolino" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/10/03negative0-09-091.jpg?w=720&#038;h=481" alt="" width="720" height="481" /></a><p class="wp-caption-text">Gardasee bei Bardolino</p></div>
<div id="attachment_912" class="wp-caption aligncenter" style="width: 730px"><a href="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/10/03negative0-18-181.jpg"><img class="size-full wp-image-912" title="Dampfer" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/10/03negative0-18-181.jpg?w=720&#038;h=720" alt="" width="720" height="720" /></a><p class="wp-caption-text">Dampfer</p></div>
<h3>Sonntag bis Dienstag, Pause, sonnig</h3>
<p>Lufttemperatur 27°, Wassertemperatur 22°. Wir haben das Radfahren weitgehend eingestellt. Jetzt sogar noch etwas länger als geplant.</p>
<div id="attachment_911" class="wp-caption aligncenter" style="width: 730px"><a href="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/10/03negative0-14-141.jpg"><img class="size-full wp-image-911" title="Wir haben das Radfahren weitgehend eingestellt" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/10/03negative0-14-141.jpg?w=720&#038;h=481" alt="" width="720" height="481" /></a><p class="wp-caption-text">Wir haben das Radfahren weitgehend eingestellt</p></div>
<h3>Mittwoch, Verona, 33km, sonnig</h3>
<p><a href="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/10/006.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-909" title="Nach Verona" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/10/006.jpg?w=720&#038;h=298" alt="" width="720" height="298" /></a></p>
<p>Es hilft nichts, wenn wir noch zur Adria wollen, müssen wir langsam los. Das erste Stück lohnt nicht. Seit Garda kommt man weder auf der Autostraße noch auf der Strandpromenade voran, so viel ist hier los. Ab Lazise geht es dann über die letzten Ausläufer der Berge zurück zur Etsch. An einigen Stellen ist auf dieser Strecke recht viel Verkehr, was uns zu einem kleinen Abstecher über Nebenstraßen verleitet. Einem Umweg der nichts bringt, weil wir den richtigen Abzweig nicht finden und am Ende doch wieder auf der Hauptstraße landen, aber immerhin war es mal ein netter Eindruck.</p>
<p>Zu jeder guten Radreise gehört eine Panne. Gut wenn es direkt neben einer schattigen Bank passiert und nicht im Regen oder in glühender Sonne an einer Landstraße. So ist der Reifen schnell gewechselt und weiter geht es nach Verona. Diesmal immer am Rand eines Seitenkanals der Etsch, wo wir gut vorankommen.</p>
<p>Der <a title="schönster Campingplatz der Reise" href="http://www.campingcastelsanpietro.com/" target="_blank">Campingplatz am Castel San Pietro</a> ist einer der Plätze, wofür es sich dann doch lohnt, das Zelt mitzunehmen. Speziell für Backpacker ist hier an alles gedacht. Küchen, Tische, alles da. Das Beste ist jedoch die Lage. Hoch über der Stadt in alten Festungsmauern mitten in einem kleinen botanischen Garten. Jeder Platz ist irgendwie kuschelig. Einen kleinen Laden gibt es auch, der allerdings vor allem Brötchen und Alkohol verkauft, aber keinen Mückenschutz. Das ist dumm, weil ohne diesen das Überleben hier oben schwierig wird. Als wir uns unten in der Stadt mit der chemischen Keule eingedeckt haben, ist es eigentlich schon zu spät. Wir sehen bereits aus, als hätten wir Masern.</p>
<div id="attachment_913" class="wp-caption aligncenter" style="width: 730px"><a href="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/10/03negative0-25-251.jpg"><img class="size-full wp-image-913" title="Blick auf Verona" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/10/03negative0-25-251.jpg?w=720&#038;h=719" alt="" width="720" height="719" /></a><p class="wp-caption-text">Blick auf Verona</p></div>
<p>Verona ist auf jeden Fall eine Reise wert. Soviel Baukultur von der Römerzeit bis zur Renaissance an einem Ort ist kaum noch zu verkraften. Die Wirte und Kaufleute wissen das auch und haben sich preislich und kitschmäßig an die Getränkepreise und Andenkenauswahl von Venedig angepasst. Der Espresso kostete von Trient bis hier angefangen bei einem Euro in jedem Ort 20 Cent mehr. Mittlerweile sind wir bei zwei Euro. Wohlgemerkt nicht auf der Piazza Erbe, dem Hauptplatz von Verona.</p>
<div id="attachment_914" class="wp-caption aligncenter" style="width: 489px"><a href="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/10/03negative0-26-261.jpg"><img class="size-full wp-image-914" title="Brücke" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/10/03negative0-26-261.jpg?w=720" alt=""   /></a><p class="wp-caption-text">Brücke</p></div>
<div id="attachment_915" class="wp-caption aligncenter" style="width: 491px"><a href="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/10/03negative0-29-291.jpg"><img class="size-full wp-image-915" title="Balkone und Räder" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/10/03negative0-29-291.jpg?w=720" alt=""   /></a><p class="wp-caption-text">...</p></div>
<div id="attachment_916" class="wp-caption aligncenter" style="width: 730px"><a href="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/10/03negative0-31-311.jpg"><img class="size-full wp-image-916" title="Andenken" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/10/03negative0-31-311.jpg?w=720&#038;h=481" alt="" width="720" height="481" /></a><p class="wp-caption-text">Souvenirs</p></div>
<div id="attachment_917" class="wp-caption aligncenter" style="width: 489px"><a href="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/10/03negative0-32-321.jpg"><img class="size-full wp-image-917" title="Verona" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/10/03negative0-32-321.jpg?w=720" alt=""   /></a><p class="wp-caption-text">Verona</p></div>
<div id="attachment_920" class="wp-caption aligncenter" style="width: 489px"><a href="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/10/04negative0-07-071.jpg"><img class="size-full wp-image-920" title="Nachts in Verona" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/10/04negative0-07-071.jpg?w=720" alt=""   /></a><p class="wp-caption-text">Nachts in Verona</p></div>
<h3>Donnerstag, Padua, 6km und eine Zugfahrt, sonnig</h3>
<p><a href="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/10/007.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-921" title="Zur Adria" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/10/007.jpg?w=720&#038;h=298" alt="" width="720" height="298" /></a></p>
<p>Mittlerweile wird es etwas knapp um noch an die Adria zu kommen. Der Gardasee hat viel Zeit gekostet. Wir schummeln deshalb etwas und überspringen eine Etappe indem wir nach Padua mit dem Zug fahren.<br />
Aber erst mal nehmen wir unseren Campingplatz noch mal bis zum letzten Augenblick in Anspruch, frühstücken mit Blick auf die Dächer von Verona und liegen noch etwas auf der Sonnenterasse bevor wir uns gegen 12:00 Uhr auf den Weg machen.</p>
<p>Italienische Züge haben ein extra Fahrradabteil das über eine Leiter betreten wird. Da ist nichts mit locker in den Zug schieben. Alles Gepäck muss abgeladen und einzeln im Zug verstaut werden.</p>
<p>In Padua schaffen wir es, das schlechteste Hotel des Urlaubs zu buchen, weil wir zu faul sind, 6 km außerhalb zu wohnen und bei der Hitze wieder zurück in die City zu fahren. Die Zugfahrt war fast noch anstrengender als wenn wir mit dem Rad gefahren wären. Wir sind verschwitzt und fühlen uns dreckig und auf dem Bahnhofsplatz vor der Touristeninformation gibt es nirgends ein schattiges Plätzchen wo man in Ruhe beraten und überlegen kann. Ich werte es mal als Kurzschlusshandlung, dass ich einfach das erste preiswerte Hotel in der Nähe gebucht habe. Nun wohnen wir laut Touristeninformation „einfach aber sauber“, wobei „sauber“ ein sehr dehnbarer, merkwürdig riechender Begriff ist (Der Geruch ist uns Anfangs gar nicht richtig aufgefallen, war aber, als wir abends aus Padua zurück waren, kaum auszuhalten) und „einfach“ für „alles ist Bruch“ steht. Dafür ist es sehr zentral, was der Verkehrslärm vor dem Fenster beweist. Naja, buchen wir es unter Lehrgeld ab. Ein Albergo ist kein Hotel sondern nur eine Absteige. Wir sehnen uns nach dem Komfort unseres Trienter Ostellos und fragen uns, warum wir nicht hier auf die Idee gekommen sind, danach zu suchen.</p>
<p>Padua selber ist wirklich schön. Nicht ganz so Hollywoodmäßig wie Verona aber die Innenstadt ist schon sehenswert. Gerade haben die Absolventen der Uni wohl ihre letzten Tage dort hinter sich und feiern ihr Diplom wie hierzulande einen Junggesellenabschied.</p>
<div id="attachment_922" class="wp-caption aligncenter" style="width: 730px"><a href="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/10/04negative0-17-171.jpg"><img class="size-full wp-image-922" title="Padua" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/10/04negative0-17-171.jpg?w=720&#038;h=720" alt="" width="720" height="720" /></a><p class="wp-caption-text">Padua</p></div>
<div id="attachment_923" class="wp-caption aligncenter" style="width: 730px"><a href="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/10/04negative0-21-211.jpg"><img class="size-full wp-image-923" title="Padua" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/10/04negative0-21-211.jpg?w=720&#038;h=481" alt="" width="720" height="481" /></a><p class="wp-caption-text">Padua</p></div>
<p>Der Verkehr in Padua und Verona ist atemberaubend. Zuerst mal ist es viel. Man hat den Eindruck, dass alles, was Räder hat, auch immerzu rollt. Verkehrsregeln sind nur Empfehlungen. Eigentlich gilt das Prinzip „Wer zuerst kommt, fährt zuerst“. Wenn gehalten werden muss, weil zum Beispiel ein Bekannter begrüßt werden muss, dann wird eben gehalten. Immer! Sofort! So schlimm, wie es sich anhört, ist es allerdings auch nicht, da alle sehr konzentriert und langsam fahren. Gehupt wird selten und solange man seine Sinne beisammen hat, fährt man vielleicht noch sicherer, als in Deutschland, wo man damit rechnen muss, nur aus Rechthaberei über den Haufen gefahren  zu werden.</p>
<h3>Freitag, Chioggia, 56km, sonnig und warm wie immer</h3>
<p>Irgendwie hätte es mich enttäuscht, wenn das Frühstück in unserem „Hotel“ irgendetwas wett gemacht hätte. Aber die Sorge war unberechtigt. Die ziehen das hier durch, um ihren Ruf als schlechtestes Hotel aller Zeiten nicht zu gefährden. Das Frühstücksbuffet besteht aus Marmeladenportionspackungen in verschiedenen Geschmacksrichtungen, ranziger Butter, verschiedenen undefinierbaren, verpackten Kuchenstücken und einer Schüssel alter Cornflakes. Statt Brot oder Ciabatta gibt es einzeln eingepackten Zwieback oder Toast in verschiedenen Verbrennungsstadien. Akustisch wird das ganze untermalt durch das italienische Werbefernsehen, dessen Lautstärke zwecks Übertönung der Klimaanlage extra hoch gestellt ist. Wir geben den Versuch auf, hier satt zu werden, lassen jede Menge angebissene Lebensmittel im Tischabfalleimer zurück, und setzen unsere ganze Hoffnung auf den Sparladen am Bahnhof. Immerhin ist der Kaffee und der O-Saft noch genießbar.<br />
Gegen acht Uhr sind wir unterwegs. So früh waren wir noch nie, aber eigentlich war der Aufbruch auch eher eine Flucht. Es dauert noch ein paar Stunden, bis der pelzige Ekelgeschmack im Mund langsam nachlässt.</p>
<p>Langsam werden wir mit unseren Rädern immer öfter zur kleinen Sensation. Ständig sprechen uns Leute an, woher wir kommen und wohin wir fahren. Gestern hat sich der indische Kellner, bei dem wir eine Cola getrunken haben, fast vor Begeisterung überschlagen und heute musste vor unserer Abfahrt unbedingt der Japaner vom Nebentisch noch ein Foto von uns machen.</p>
<p>Nachdem wir Padua hinter uns gelassen haben, geht es eine lange Strecke auf dem Deich der Brenta weiter. Das ist meditatives Radfahren. Die Sonne bescheint rechts eine topfebene Landschaft mit Feldern und Bauernhöfen und links die Brenta. Die Schotterpiste auf dem Deich lässt kein schnelles Tempo zu und so kurbeln wir uns ruhig und konzentriert voran. Irgendwann, man kann schon die Seeluft riechen, haben wir plötzlich wieder Asphalt unter den Rädern. Wir freuen uns schon, dass wir jetzt zügiger vorankommen, da kommt ein riesiger LKW mit einem Affenzahn auf uns zu gedonnert. Der Weg ist exakt so breit wie der Wagen und wir schaffen es gerade noch zur nächsten Ausweichstelle bis er bei uns ist. So geht es ein ganzes Stück weiter. An jeder Ausweichstelle müssen wir erst einen LKW abwarten, den man schon von weitem sieht. Gerade haben wir uns an den Rhythmus gewöhnt, da wird es noch einmal etwas schwieriger. Plötzlich wird unser Weg wieder zur Schotterpiste und gleichzeitig kommt uns in einer riesigen Staubwolke eine Karawane von 10-15 LKW entgegen, die eine Deichbaustelle mit Material versorgt haben. Mit einer handbreit Abstand drücken wir uns langsam aneinander vorbei um in der Staubwolke auf den nächsten zu warten. Nun sind wir auch noch eingepudert.<br />
Gegen Mittag kommen wir in Sottomarina bei Chioggia an. Es ist eigentlich nur Glück, dass wir zufällig über den einzigen noch offenen <a href="http://www.campingoasi.com/" target="_blank">Campingplatz</a> stolpern. Fast wären wir daran vorbeigefahren. An der Rezeption empfängt uns eine Frau, deren Muttersprache deutsch ist. Das macht die Sache angenehm weil sie sich gleich auch sehr engagiert um unsere morgige Zugverbindung kümmert. Den luxuriösen Campingplatz teilen wir uns nur noch mit wenigen Leuten, die Adria ist sofort nebenan und morgen dürfen wir so lange bleiben, wie wir wollen. So schön kann Zelten sein.</p>
<div id="attachment_924" class="wp-caption aligncenter" style="width: 595px"><a href="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/10/04negative0-24-241.jpg"><img class="size-full wp-image-924" title="Letzte Etappe" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/10/04negative0-24-241.jpg?w=720" alt=""   /></a><p class="wp-caption-text">Endlich am Meer</p></div>
<p>Beim Schwimmen spricht mich ein Italiener an und ist überrascht, dass ich kein Italienisch spreche. Immerhin: Wenigstens in Badehose wird man nicht sofort als Deutscher erkannt. Sobald wir auf dem Rad sitzen, ist das anders. So bekloppt, mit dem Fahrrad in den Urlaub zu fahren sind nur die Deutschen. Der Italiener berichtet, dass die Adria bis letzte Woche noch total schmutzig war. Da haben wir doch wieder mal alles richtig gemacht, so lange am Gardasee zu bleiben.</p>
<p>Chioggia ist die kleine Schwester von Venedig. Hier gibt es genauso stinkende Kanäle, bröckelnde venezianische Fassaden, eine Vaporetto-Haltestelle und einen spitzen Turm. Nur eben von allem weniger. Schön ist es, wenn man abends im letzten Sonnenlicht an der Lagune entlang dorthin radelt um dann zu Fuß durch die Straßen zu bummeln. Überall ist das pralle Leben. Die Frauen sitzen vor den Haustüren auf der Straße, die Männer vor der Bar beim Kartenspielen. Auf der Hauptstraße stehen überall Stühle und es herrscht ein einziges Stimmengewirr. Bei aufgehendem Mond in dunkelblauer, lauwarmer Nacht sitzen wir im Hafen beim Essen und alles ist kitschig schön. An unserem letzten Abend zeigt sich Italien noch einmal von seiner besten Seite.</p>
<div id="attachment_926" class="wp-caption aligncenter" style="width: 730px"><a href="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/10/04negative0-26-261.jpg"><img class="size-full wp-image-926" title="Lagune bei Chioggia" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/10/04negative0-26-261.jpg?w=720&#038;h=481" alt="" width="720" height="481" /></a><p class="wp-caption-text">Lagune bei Chioggia</p></div>
<div id="attachment_927" class="wp-caption aligncenter" style="width: 730px"><a href="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/10/04negative0-27-271.jpg"><img class="size-full wp-image-927" title="Lagune bei Chioggia" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/10/04negative0-27-271.jpg?w=720&#038;h=405" alt="" width="720" height="405" /></a><p class="wp-caption-text">Lagune bei Chioggia</p></div>
<div id="attachment_928" class="wp-caption aligncenter" style="width: 730px"><a href="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/10/04negative0-28-281.jpg"><img class="size-full wp-image-928" title="Touristenbild" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/10/04negative0-28-281.jpg?w=720&#038;h=481" alt="" width="720" height="481" /></a><p class="wp-caption-text">Touristenbild</p></div>
<div id="attachment_929" class="wp-caption aligncenter" style="width: 730px"><a href="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/10/04negative0-29-291.jpg"><img class="size-full wp-image-929" title="Die kleine Schwester von Venedig" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/10/04negative0-29-291.jpg?w=720&#038;h=481" alt="" width="720" height="481" /></a><p class="wp-caption-text">Die kleine Schwester von Venedig</p></div>
<div id="attachment_930" class="wp-caption aligncenter" style="width: 730px"><a href="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/10/04negative0-30-301.jpg"><img class="size-full wp-image-930" title="Chioggia" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/10/04negative0-30-301.jpg?w=720&#038;h=720" alt="" width="720" height="720" /></a><p class="wp-caption-text">Chioggia</p></div>
<div id="attachment_931" class="wp-caption aligncenter" style="width: 730px"><a href="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/10/04negative0-31-311.jpg"><img class="size-full wp-image-931" title="Unser letzter Abend" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/10/04negative0-31-311.jpg?w=720&#038;h=481" alt="" width="720" height="481" /></a><p class="wp-caption-text">Unser letzter Abend</p></div>
<div id="attachment_932" class="wp-caption aligncenter" style="width: 730px"><a href="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/10/04negative0-32-321.jpg"><img class="size-full wp-image-932" title="Italienkitsch" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/10/04negative0-32-321.jpg?w=720&#038;h=481" alt="" width="720" height="481" /></a><p class="wp-caption-text">Italienkitsch</p></div>
<h3>Samstag, Bologna-München, Heimreise</h3>
<p>Den Vormittag über konnten wir uns noch ein wenig am Strand rumdrücken, aber nun müssen wir los. Um 16.09 geht der Zug in Richtung Bologna. Bahnfahren in Italien ist angenehm. Auch der älteste Schienentriebwagen ist klimatisiert, hat bequeme Sitze und das Zugpersonal ist wunderbar relaxt. Eile beim Ein- und Aussteigen mit den Rädern können sie überhaupt nicht haben. Als Radfahrer genießt man dafür eine liebevolle Einzelbetreuung.</p>
<div id="attachment_925" class="wp-caption aligncenter" style="width: 489px"><a href="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/10/04negative0-34-341.jpg"><img class="size-full wp-image-925" title="Frühstück im Kinderkarussell" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/10/04negative0-34-341.jpg?w=720" alt=""   /></a><p class="wp-caption-text">Frühstück im Kinderkarussell</p></div>
<p>In Bologna haben wir 4 ½ Stunden Aufenthalt. Unser Nachtzug fährt erst gegen 23.00 Uhr. Der Plan war, in der Zeit essen zu gehen und uns dabei ganz viel Zeit zu lassen. Irgendwie haben wir dazu aber wohl das falsche Lokal erwischt. Blitzschnell steht der Kellner mit der Karte neben uns und mein Plan, mich erst mal ausführlich mit der Karte zu beschäftigen, wird zunichte gemacht, indem er gleich bei uns stehen bleibt, um auf die Getränkebestellung zu warten. Natürlich ist das Essen auch noch so schnell wie nie zuvor da und schon eine knappe Stunde später sind wir beim Kaffee. So drücken wir uns den Rest des Abends bei milden Temperaturen auf dem Bahnsteig rum.</p>
<p>Im Nachtzug herrscht Gedränge. Wir haben die letzten beiden Stellplätze im Radabteil und blockieren damit alle Räder, die vor uns raus müssen. Gerade haben wir alles abgestellt, da fängt hinter uns ein Österreicher an zu jammern, dass er in Innsbruck nicht mehr an sein Rad kommt. Ich biete ihm an, die Plätze zu tauschen, aber das lehnt er ab, weil er seinen reservierten Platz nicht aufgeben möchte. Um uns herrscht das Chaos, weil wir mit unserer Diskussion den Durchgang blockieren, und dem Mann ist nicht zu helfen.  Wir geben es auf, lassen unserer Räder unabgeschlossen und hoffen, dass sie nicht auf irgendeinem österreichischen Bahnhof herumstehen, wenn wir in München ankommen.</p>
<h3>Sonntag, München-Unna, Heimreise</h3>
<p>Im Liegewagen schaukeln wir in Richtung Norden. Morgens um 6:30 kommen wir in München an. Für den Innsbrucker muss wohl doch noch alles gut geworden sein. Unsere Räder finden wir jetzt nämlich in einem anderen Abteil wieder. Geht doch. Den Rest der Fahrt verbringen wir damit die kurze Nacht zu verdauen. Viel besser als die Reste vom Oktoberfest, die in Müchen durch den Bahnhof geistern, sehen wir wahrscheinlich auch nicht aus.</p>
<p>Kurz vor der Ankunft in Unna noch einmal der Lacher des Tages: Der Regionalexpress nach Unna ist rappelvoll mit lauter betrunkenen Leuten. Irgendwo muss eine größere Party abgehen. Direkt am Radabteil ist auch die Toilette, von der wir von einer Rollstuhlfahrerin, die dieses Abteil immer benutzen muss, wissen, dass viele Leute Schwierigkeiten damit haben, die Tür richtig zu verriegeln. Gespannt warten wir. Die Toilette ist stark frequentiert und schon beim Fünften haben wir Glück.<br />
Ein ziemlich angetrunkener Mann betritt die Kabine und drückt mehrmals den Knopf zum Schließen der Tür. Die Tür schließt sich, die Tür öffnet sich, die Tür schließt sich und öffnet sich wieder. Endlich bleibt sie zu, ist aber nicht verriegelt.<br />
Der nächste kommt um sein Bier wegzubringen, öffnet die Tür und gibt den Blick frei auf einen ziemlich erschrockenen, ins Waschbecken pinkelnden Mann der verzweifelt versucht noch schnell auf die Toilette umzuschwenken.</p>
<p>24 Stunden nach dem Start unserer Fahrt und fünfmal Umsteigen später kommen wir wieder in Unna an.</p>
</div>
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			<media:title type="html">pehei</media:title>
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			<media:title type="html">Zugfahrt</media:title>
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			<media:title type="html">Lindau</media:title>
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			<media:title type="html">Goldenes Dacherl</media:title>
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			<media:title type="html">Innsbruck</media:title>
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			<media:title type="html">Laubengasse</media:title>
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			<media:title type="html">Eisack - 1.Etappe</media:title>
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			<media:title type="html">Auf der Bahntrasse</media:title>
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			<media:title type="html">Pfleitschtal</media:title>
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			<media:title type="html">Baumpilz</media:title>
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			<media:title type="html">Eisack - 2. Etappe</media:title>
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			<media:title type="html">Eisack</media:title>
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			<media:title type="html">Die alte Bahntrasse an der Eisack</media:title>
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			<media:title type="html">Bei Bozen</media:title>
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			<media:title type="html">Über den Dächern von Bozen</media:title>
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			<media:title type="html">Touristenbelustigung in Bozen</media:title>
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			<media:title type="html">Etsch</media:title>
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			<media:title type="html">Neumarkt</media:title>
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			<media:title type="html">Trient</media:title>
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			<media:title type="html">Trient bei Nacht</media:title>
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			<media:title type="html">Zum Gardasee</media:title>
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		<media:content url="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/10/02negative0-06-061.jpg" medium="image">
			<media:title type="html">Auf dem Etsch-Deich</media:title>
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		<media:content url="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/10/02negative0-09-091.jpg" medium="image">
			<media:title type="html">Wieder in die Berge</media:title>
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		<media:content url="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/10/02negative0-10-101.jpg" medium="image">
			<media:title type="html">Passstraße zum Gardasee</media:title>
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		<media:content url="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/10/02negative0-12-121.jpg" medium="image">
			<media:title type="html">Ein letzter Blick auf den Gardasee bevor wir uns zu Tal stürzen</media:title>
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		<media:content url="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/10/02negative0-13-131.jpg" medium="image">
			<media:title type="html">... um mit glühender Felge in Torbole anzukommen</media:title>
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			<media:title type="html">Torbole</media:title>
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			<media:title type="html">Lago di Garda - Küstenstraße am Gardasee</media:title>
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			<media:title type="html">Auf der Küstenstraße geht es nach Malcesine</media:title>
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			<media:title type="html">Malcesine</media:title>
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			<media:title type="html">Blick aus dem Hotelzimmer</media:title>
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			<media:title type="html">Sonnendeck</media:title>
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			<media:title type="html">Sonnenschirm</media:title>
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			<media:title type="html">Kaffehausstimmung im Kinostil</media:title>
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			<media:title type="html">Malcesine</media:title>
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			<media:title type="html">Hochzeitstourismus</media:title>
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			<media:title type="html">Hund</media:title>
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			<media:title type="html">Strand</media:title>
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			<media:title type="html">Gefährliches Pflaster</media:title>
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			<media:title type="html">Hafen</media:title>
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			<media:title type="html">Mobilheim</media:title>
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			<media:title type="html">Gardasee bei Bardolino</media:title>
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			<media:title type="html">Dampfer</media:title>
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			<media:title type="html">Wir haben das Radfahren weitgehend eingestellt</media:title>
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			<media:title type="html">Nach Verona</media:title>
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			<media:title type="html">Blick auf Verona</media:title>
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			<media:title type="html">Brücke</media:title>
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			<media:title type="html">Balkone und Räder</media:title>
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			<media:title type="html">Andenken</media:title>
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			<media:title type="html">Verona</media:title>
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			<media:title type="html">Nachts in Verona</media:title>
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			<media:title type="html">Zur Adria</media:title>
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			<media:title type="html">Padua</media:title>
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			<media:title type="html">Padua</media:title>
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			<media:title type="html">Letzte Etappe</media:title>
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			<media:title type="html">Lagune bei Chioggia</media:title>
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			<media:title type="html">Lagune bei Chioggia</media:title>
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			<media:title type="html">Die kleine Schwester von Venedig</media:title>
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			<media:title type="html">Unser letzter Abend</media:title>
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			<media:title type="html">Italienkitsch</media:title>
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			<media:title type="html">Frühstück im Kinderkarussell</media:title>
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		<title>Die Spur der Luchse</title>
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		<pubDate>Tue, 10 May 2011 10:15:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>pehei</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Den Restharz schafft man in vier Tagen. Nachdem wir die erste Hälfte des Hexensteigs im September gelaufen sind, wählen wir diesmal den Mai für die zweite Hälfte von Thale über die Brockenumgehung nach Torfhaus. Harz I (Freitag, Thale-Altenbrak, 19km, 24°, sonnig) Die Anreise geschieht mit der Bahn und wer Bahn fährt, erlebt eigentlich immer etwas. [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=radreisen.wordpress.com&amp;blog=4404771&amp;post=763&amp;subd=radreisen&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Den Restharz schafft man in vier Tagen. Nachdem wir die erste Hälfte des Hexensteigs im September gelaufen sind, wählen wir diesmal den Mai für die zweite Hälfte von Thale über die Brockenumgehung nach Torfhaus.</p>
<div id="attachment_811" class="wp-caption aligncenter" style="width: 730px"><img class="size-full wp-image-811 " title="Harz" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/05/negative0-18-151.jpg?w=720&#038;h=481" alt="" width="720" height="481" /><p class="wp-caption-text">...</p></div>
<p><strong>Harz I (Freitag, Thale-Altenbrak, 19km, 24°, sonnig)</strong><br />
Die Anreise geschieht mit der Bahn und wer Bahn fährt, erlebt eigentlich immer etwas.<br />
So ist es auch diesmal. In Hamm haben wir eine halbe Stunde Zeit zum Umsteigen. Wir stellen uns schon einmal in den richtigen Bahnsteigabschnitt und warten. Als der ICE endlich einfährt, rauscht die Zugspitze an uns vorbei und hält am hintersten Ende des Bahnsteigs. Komisch, ich dachte eigentlich, dass unsere Reservierung im ersten Wagen wäre. Vorne angekommen finden wir allerdings unsere Wagennummer nicht. Des Rätsels Lösung: Es sind zwei ICE aneinandergekoppelt. Im Laufschritt geht es nun wieder am ganzen Zug entlang um in den hinteren ICE zu gelangen. Wir schaffen es wirklich, trotz einer halben Stunde Wartezeit völlig außer Atem im letzten Moment den Zug zu besteigen und uns auch noch einen Anranzer von der Schaffnerin einzufangen.</p>
<div id="attachment_812" class="wp-caption aligncenter" style="width: 730px"><img class="size-full wp-image-812" title="Bahnfahrt" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/05/negative0-27-241.jpg?w=720&#038;h=481" alt="" width="720" height="481" /><p class="wp-caption-text">Wer Bahn fährt, kann was erleben...</p></div>
<p>In Halberstadt müssen wir noch einmal umsteigen. Wir warten auf dem fast leeren Bahnsteig. Eine Minute, nachdem unser auf der Anzeige angeschlagener Zug hätte einlaufen sollen, entdecke ich auf der Tafel den kleinen dezenten Hinweis &#8222;SEV vor dem Bahnhof&#8220;. SEV, das könnte Schienenersatzverkehr bedeuten. Also schon wieder laufen. Das wäre diesmal allerdings nicht nötig gewesen. Als wir an der Bushaltestelle vor dem Bahnhof ankommen, ist der Bus noch nicht da und niemand weiß, wann er kommt. Auch die drei Bahnbeamten nicht, die zur Beratung dort abgestellt sind und versuchen, telefonisch etwas zu organisieren. Es entsteht ein Tumult. Die Bahnbeamten werden von meuternden Reisenden wüst beschimpft, dazwischen wittern Taxifahrer das Geschäft ihres Lebens und versuchen erfolglos Fahrgäste zu aquirieren während von hinten ein sprechender Mülleimer munter dazwischenplappert (&#8222;Das Autohaus Jürgens dankt für ihr Umweltverständnis&#8220;). Gottseidank kommt der Bus doch noch, bevor eine der Bahnbeamten gelyncht wird. Mit einer dreiviertel Stunde Verspätung kommen wir in Thale an, wo unsere Wanderung beginnt.</p>
<div id="attachment_816" class="wp-caption aligncenter" style="width: 491px"><img class="size-full wp-image-816" title="Die Bode" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/05/negative0-19-19a1.jpg?w=720" alt=""   /><p class="wp-caption-text">Die Bode</p></div>
<div id="attachment_814" class="wp-caption aligncenter" style="width: 730px"><img class="size-full wp-image-814" title="Bodetal" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/05/negative0-23-23a1.jpg?w=720&#038;h=481" alt="" width="720" height="481" /><p class="wp-caption-text">Blick ins Bodetal</p></div>
<p><strong>An der Bode</strong><br />
Das beste Stück kommt zuerst. Bei Thale fließt die Bode durch eine enge Schlucht. Darüber klebt der Wanderweg am Fels. Unterwegs kaufen wir zwei frisch geräucherte Forellen mit frisch gebackenen Brot für das Mittagessen. Jetzt fehlt nur noch ein passendes Plätzchen für ein Picknick. Das finden wir in Form einer Bank, auf der schon ein einzelner Wanderer sitzt. Wir setzen uns dazu und als wir unsere Forellen auspacken, meint er, damit würden wir wahrscheinlich die Luchse anlocken.<br />
&#8222;Luchse?&#8220;<br />
&#8222;Ja, wenn sie von Bad Harzburg her kommen, sind sie Menschen gewöhnt und betteln nur. Aber wenn sie aus dem Bodetal kommen, kann man sich schon mal ein paar Kratzer holen.&#8220;<br />
So richtig vorstellen können wir uns das ja nicht. Tagsüber auf einem gut genutztem Wanderweg. Aber vorsichtshalber gucken wir uns beim Essen doch immer mal wieder um. Dass wir den Müll mitnehmen müssen und ich den Beutel mit den Fischabfällen den Rest des Tages am Rucksack spazieren trage, macht es nicht besser. Das Thema Luchse lässt uns so für den Rest des Tages gar nicht mehr los und am Ende des Tages sind wir überzeugt, dass es im Harz nicht nur Luchse sondern auch Bären gibt. Mindestens den einen, den man uns aufgebunden hat.</p>
<div id="attachment_813" class="wp-caption aligncenter" style="width: 726px"><img class="size-full wp-image-813" title="Tüte voll Fisch" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/05/negative0-21-21a1.jpg?w=720" alt=""   /><p class="wp-caption-text">Mit einer Tüte voll Fisch machen wir uns auf den Weg.</p></div>
<p>Am Ende der landschaftlich sehr schönen Etappe kommen wir in Altenbrak an. Wir haben nichts gebucht und die Pensionen des Ortes sind schon ziemlich voll. Aber wie immer wird am Ende alles gut, und wir finden noch eine Unterkunft. Nicht ganz billig für hiesige Verhältnisse und das eine Zimmer ist eigentlich mehr eine Abstellkammer (Das spricht nicht unbedingt gegen den Laden. Es war immerhin das letzte, da ist man dankbar und beschwert sich nicht), aber immerhin.</p>
<div id="attachment_815" class="wp-caption aligncenter" style="width: 491px"><img class="size-full wp-image-815" title="Am Ende eines Tages" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/05/negative0-25-25a1.jpg?w=720" alt=""   /><p class="wp-caption-text">Beim Jodlermeister</p></div>
<p><strong>Harz II (Samstag, Altenbrak &#8211; Königshütte, 25km, 22°, sonnig)</strong><br />
Nach einem opulenten Frühstück geht es heute über die Nordroute des Hexenstiegs weiter an der Bode entlang. Die Landschaft ist nicht mehr so spektakulär wie gestern, dafür aber deutlich abwechslungsreicher. Am Fluss und an der Rappbodentalsperre verläuft der Weg mit teilweise steilen An- und Abstiegen. Stundenlang begegnen wir keinem Menschen. Selbst die idyllischen Dörfer wirken wie ausgestorben in der Mittagsruhe.</p>
<div id="attachment_817" class="wp-caption aligncenter" style="width: 730px"><img class="size-full wp-image-817" title="Neuwerk" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/05/negative0-30-30a1.jpg?w=720&#038;h=522" alt="" width="720" height="522" /><p class="wp-caption-text">Wie ausgestorben sind die Orte um die Mittagszeit</p></div>
<p>In Rübeland verlässt der Weg die Bode. Nach einem Anstieg aus dem Tal heraus hat man eine schöne Aussicht auf den Brocken und, etwas überraschend aber so verwunderlich in der Bergbauregion Harz dann auch wieder nicht, einen Förderturm.<br />
Unter uns liegt Rübeland. Außer dem Verkehr auf der Bundestraße ist auch hier kein Mensch zu sehen. Kurz darauf kommen wir am Rübeländer Friedhof vorbei. Hier wimmelt es plötzlich von Menschen, die Gräber besuchen. Offensichtlich ist der Friedhof der belebteste Platz des Ortes.</p>
<div id="attachment_819" class="wp-caption aligncenter" style="width: 491px"><img class="size-full wp-image-819" title="Wir haben auch Blasenpflaster" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/05/negative0-33-33a1.jpg?w=720" alt=""   /><p class="wp-caption-text">Auf Wanderer ist man eingestellt</p></div>
<p>In Königshütte kommen wir nett unter. Wir sitzen im Garten und trinken Bier, bis die Sonne untergeht, dann machen wir uns auf den Weg zum Essen.<br />
Der Harzer an sich hat ja ein recht unverkrampftes Verhältnis zum Kitsch. Hexenpuppen und Gartenzwerge finden hier ihren natürlichen Lebensraum. So essen wir unseren Hirschbraten unter den wachsamen Augen von unzähligen ausgestopften Tieren, während am Nachbartisch bei Würzfleisch und Soljanka der Erklärbär einer größeren Tischrunde lautstark im schönsten Brandenburger Dialekt Geschichten aus der DDR von sich gibt. Einen Tisch weiter sitzt ein älteres Paar nebeneinander am Tisch und beobachtet wortlos die Szenerie. Für die beiden ist das offensichtlich alles ganz großes Kino. Der Hirschbraten war übrigens hervorragend.</p>
<div id="attachment_818" class="wp-caption aligncenter" style="width: 491px"><img class="size-full wp-image-818" title="Harzer Hexe" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/05/negative0-31-32.jpg?w=720" alt=""   /><p class="wp-caption-text">Der Harzer an sich pflegt ein unverkrampftes Verhältnis zum Kitsch</p></div>
<p><strong>Harz III (Sonntag, Königshütte &#8211; Braunlage, 16km, 22°, sonnig)<br />
</strong>Die Welt ist gelb. Heute wandern wir den ganzen Tag durch einen dichten Nebel von Tannenpollen. Beobachtet man das von weitem, könnte man meinen der Wald brennt wenn der Wind in die Tannen fegt. Auch wir sind komplett gelb überpudert.</p>
<p>Die Zivilisation ist heute wieder deutlich sichtbar und vor allem hörbar. Der Weg verläuft zu großen Teilen auf Forstwegen in Hörweite der Bundesstraße. Bis Braunlage geht das so, dann beschließen wir, den Rest des Tages lieber in der Sonne sitzend zu verbringen und eine Unterkunft zu suchen.<br />
Das mit der Sonne gelingt. Wir sitzen in einem netten Café mit Biergarten. Irgendwann wandert allerdings der Schatten einer Tanne, so dass wir wieder im Schatten sitzen. So wechseln wir den Platz um wieder in der Sonne zu sitzen. Als die Kellnerin kommt guckt sie etwas irritiert, lächelt aber erleichtert, als sie uns an anderer Stelle wiederfindet. Einige Zeit später, mittlerweile sind wir die einzigen Gäste, wechseln wir den Platz noch einmal der Sonne hinterher. Diesmal auf die ganz andere Seite des Biergartens. Bis zum letzten Augenblick genießen wir es, die Kellnerin beim Lösen dieser Denksportaufgabe zu beobachten. Es ist ein sehenswertes Schauspiel, wie sie erstarrt, unseren verlassenen Tisch anschaut und sichtlich darüber nachdenkt, wo wir wohl geblieben sein könnten und warum sogar unsere Biergläser verschwunden sind. Als wir uns endlich hinter ihr bemerkbar machen, muss sie aber doch lachen und das Trinkgeld hat sie hoffentlich für den Schreck versöhnt.</p>
<p>In Braunlage finden wir endlich die Luchse. Im örtlichen Andenkenkaufhaus gibt es sie in verschiedenen Farben neben silbernen Kaffeelöffeln mit Wappen, Schierker-Feuerstein-Flaschen und Taschenmessern mit Hirschhorngriff.</p>
<div id="attachment_820" class="wp-caption aligncenter" style="width: 730px"><img class="size-full wp-image-820" title="Endlich Luchse" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/05/negative0-11-0811.jpg?w=720&#038;h=720" alt="" width="720" height="720" /><p class="wp-caption-text">In Braunlage finden wir endlich die lang ersehnten Luchse</p></div>
<p>Das Hotel schlägt diesmal an Scheußlichkeit alles bisher da gewesene. Das unverkrampfte Verhältnis des Harzers zum Kitsch wurde irgendwann in den Siebzigern mal auf die Spitze getrieben und danach nicht mehr verändert. Dafür gibt es einen schönen Garten und den belegen wir bis zum letzten Sonnenstrahl bei ein paar Partien Backgammon.</p>
<div id="attachment_821" class="wp-caption aligncenter" style="width: 729px"><img class="size-full wp-image-821" title="Blick aus dem Hotelfenster" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/05/negative0-08-051.jpg?w=720" alt=""   /><p class="wp-caption-text">In Braunlage passiert manchmal auch was</p></div>
<p><strong>Harz IV (Montag, Wurmberg-Torfhaus, 13km, 17-20°, sonnig wie immer)</strong><br />
Unser Wirt ist genauso kauzig wie sein Hotel. Anfangs ist er einfach nur brummig, was natürlich auch daran liegen kann, dass er gestern mit den einzigen anderen Gästen gesoffen hat. Irgendwann nach dem Frühstück taut er dann aber doch auf, und übt sich in der Kunst der unverbindlichen Konversation. Etwas irritierend ist aber, dass er spätestens jeden zweiten Satz mit einem demonstrativen, fast schon hörbaren Punkt beendet und an die Decke schaut. Ein rechtes Gespräch will so nicht aufkommen.</p>
<div id="attachment_822" class="wp-caption aligncenter" style="width: 491px"><img class="size-full wp-image-822" title="Auf dem Wurmberg" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/05/negative0-17-141.jpg?w=720" alt=""   /><p class="wp-caption-text">Auf dem Wurmberg</p></div>
<p>Die letzte Etappe wird eine Wohlfühletappe. Mit der Seilbahn fahren wir auf den Wurmberg. Von dort aus geht es bei angenehmen Temperaturen durch Moore und Bruche nach Torfhaus. Dort angekommen haben wir noch etwas Zeit bis der Bus kommt. Wir sitzen mit einem Bier in der Sonne und beobachten die Motorrad- und Autotouristen wie sie planlos durch diese Asphaltwüste irren. Der Blick auf den Brocken haut einen nicht um; der kürzere Weg dorthin soll öde sein, was sie nicht wissen und es deshalb immer wieder versuchen. In irgendeinem Reiseführer steht wohl, dass man hier unbedingt gewesen sein mus. Uns erschließt sich der Reiz dieses Ortes nicht. Wir trinken unser Bier aus und gehen zum Bus.</p>
<div id="attachment_823" class="wp-caption aligncenter" style="width: 730px"><img class="size-full wp-image-823" title="Blick auf den Brocken" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/05/negative0-21-181.jpg?w=720&#038;h=481" alt="" width="720" height="481" /><p class="wp-caption-text">Brockenblick für den schnellen Touristen</p></div>
<p>Bad Harzburg ist dagegen eine nette Überraschung. Hier haben wir noch ein paar Stunden Zeit, bis unser Zug kommt. Die lassen sich angenehm in einer parkähnlichen, von Bäumen beschatteten Fußgängerzone mit netten Cafés und Eisdielen verbringen. Bad Harzburg hat auch einen Jungbrunnen. Ich halte das für eine gute Idee.</p>
<p>Die Rückfahrt fällt uns diesmal schwer. Wir hatten vier schöne Tage in denen alles gepasst hat. Das Wetter, die Gegend und die Stimmung. Gefehlt haben lediglich die Luchse. Auch hier gilt wieder, wenn es welche geben würde, hätten wir sie ja wohl gesehen. Zumal ich mir mit meinem Fischrestebeutel am Rucksack redliche Mühe gegeben habe, sie anzulocken. Der Rucksack roch zwei Tage später noch leicht nach Fisch. Es wird wohl so sein, dass die Luchse nur eine Erfindung des Harzer Tourismusverbandes sind.</p>
<div id="attachment_826" class="wp-caption aligncenter" style="width: 730px"><img class="size-full wp-image-826" title="Rückfahrt" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/05/negative0-28-251.jpg?w=720&#038;h=481" alt="" width="720" height="481" /><p class="wp-caption-text">Das war&#039;s. Schade.</p></div>
<div id="attachment_829" class="wp-caption aligncenter" style="width: 730px"><img class="size-full wp-image-829" title="Ballon im Münsterland" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/05/negative0-26-231.jpg?w=720&#038;h=719" alt="" width="720" height="719" /><p class="wp-caption-text">Rückfahrt</p></div>
<div id="attachment_788" class="wp-caption aligncenter" style="width: 204px"><a href="http://radreisen.wordpress.com/2011/05/10/2011-die-spur-der-luchse/olympus-digital-camera/" rel="attachment wp-att-788"><img class="size-full wp-image-788  " title="Die Bode" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2011/05/p5060201.jpg?w=720" alt=""   /></a><p class="wp-caption-text">Farbige Bilder sind von Andreas. Klick auf das Bild für weitere Bilder.</p></div>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/radreisen.wordpress.com/763/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/radreisen.wordpress.com/763/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/radreisen.wordpress.com/763/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/radreisen.wordpress.com/763/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/radreisen.wordpress.com/763/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/radreisen.wordpress.com/763/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/radreisen.wordpress.com/763/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/radreisen.wordpress.com/763/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/radreisen.wordpress.com/763/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/radreisen.wordpress.com/763/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/radreisen.wordpress.com/763/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/radreisen.wordpress.com/763/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/radreisen.wordpress.com/763/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/radreisen.wordpress.com/763/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=radreisen.wordpress.com&amp;blog=4404771&amp;post=763&amp;subd=radreisen&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>2010 Hexensteig im Harz</title>
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		<pubDate>Wed, 15 Sep 2010 20:56:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>pehei</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Ich muß zugeben, dass mich der Harz eher an Kaffeefahrten mit haufenweise alten Leuten erinnert, aber im Wald merkt man das ja nicht so und die Gegend soll ja ganz schön sein. Nachdem wir letztes Jahr auf der letzten Rothaarsteigetappe nur Forst- und Feldwege gelaufen sind, zieht es Andreas und mich zum Wandern nun in [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=radreisen.wordpress.com&amp;blog=4404771&amp;post=691&amp;subd=radreisen&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="_mcePaste">Ich muß zugeben, dass mich der Harz eher an Kaffeefahrten mit haufenweise alten Leuten erinnert, aber im Wald merkt man das ja nicht so und die Gegend soll ja ganz schön sein. Nachdem wir letztes Jahr auf der letzten Rothaarsteigetappe nur Forst- und Feldwege gelaufen sind, zieht es Andreas und mich zum Wandern nun in die unberührte Natur zu den Hexen und Wölfen.</div>
<div>
<div id="attachment_709" class="wp-caption aligncenter" style="width: 728px"><img class="size-full wp-image-709 " title="Ausblick von Torfhaus auf den Brocken" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2010/09/dsc05805.jpg?w=720" alt=""   /><p class="wp-caption-text">Ausblick von Torfhaus auf den Brocken</p></div>
</div>
<p><strong>Freitag, 10.9.10</strong><br />
<strong>Osterode &#8211; Buntenbock</strong><br />
Die Zugfahrt nach Osterode gestaltet sich abwechslungsreich. Ab Hamm dürfen wir im Prinzenwagen mitfahren. Um uns herum hat eine Gruppe Kölner Karnevalsprinzen die Sitze belegt und verbreitet unüberhörbar den Sound von BAP und den Bläck Föös. Für uns Westfalen ist das gewöhnungsbedürftig, es dauert ein wenig, bis wir es überhören können.<br />
</span><span style="font-weight:normal;">Wir kommen ins Gespräch mit einem Mitfahrer, der in Clausthal-Zellerfeld studiert hat. Seine These, das dort die einzige Uni mit zwei Wintersemestern (eins mit und eins ohne Schnee) steht, lässt mich meine Packliste noch mal überdenken.<br />
 </p>
<div id="attachment_712" class="wp-caption aligncenter" style="width: 730px"><img class="size-full wp-image-712 " title="Ringelheim" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2010/09/ringelheim.jpg?w=720&#038;h=1000" alt="" width="720" height="1000" /><p class="wp-caption-text">Der Bahnhof Salzgitter-Ringel(blumen)heim ist wirklich extrem langweilig. Immerhin gibt es ein Gleis 7, obwohl es nur vier Bahnsteige gibt. Hier ist es gut eine Kamera dabei zu haben. Vor allem wenn man eine halbe Stunde Wartezeit hat.</p></div>
<div id="_mcePaste">In Osterode starten wir kurz nach Mittag unsere Wanderung. So richtig wild ist der Weg hier noch nicht. Wie im letzten Jahr geht es über geschotterte Forstwege, aber die Laune ist gut, wir haben unseren Spaß und am ersten Tag sind es ja auch nur 12km bis zu unserem Ziel Buntenbock.</div>
<div id="_mcePaste">Es fällt auf, dass uns heute nur Frauen entgegen kommen. Das macht erst mal Mut, aber als wir irgendwann mal rekapitulieren, wie viele <span style="text-decoration:underline;">attraktive</span> Frauen das waren, kommen wir doch ins grübeln warum der Weg wohl Hexenstieg heißt. Immerhin gibt es noch ein paar nette Ausblicke ins Tal.</div>
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<div id="attachment_714" class="wp-caption aligncenter" style="width: 730px"><img class="size-full wp-image-714" title="1.Etappe" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2010/09/1-etappe.jpg?w=720&#038;h=1000" alt="Die erste Etappe von Osterrode nach Buntenbock weist noch keine Sensationen auf, ist zum Einlaufen aber gerade richtig" width="720" height="1000" /><p class="wp-caption-text">Die erste Etappe von Osterrode nach Buntenbock weist noch keine Sensationen auf, ist zum Einlaufen aber gerade richtig</p></div>
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<div id="_mcePaste">Kurz vor Buntenbock reservieren wir über die Touristeninformation telefonisch ein Zimmer in der Pension &#8222;Hildesheimer Haus&#8220;. Es ist jetzt nicht mehr weit aber gerade, als ich das Telefonat beendet habe, fängt es plötzlich an zu regnen. Auf dem letzten Kilometer werden wir noch mal pitschnass.</div>
<div id="_mcePaste">In Buntenbock angekommen, haben wir etwas Schwierigkeiten, unsere Pension zu finden. Eigentlich müsste sie genau hier sein, statt dessen stehen wir vor einem riesigen Holzkasten aus dem neunzehnten Jahrhundert mit dem Namen &#8222;Zum Hexenritt&#8220;. Wir fragen trotzdem mal nach und das Rätsel löst sich. Das <a href="http://www.hildesheimerhaus.de/" target="_blank">Hildesheimer Haus</a> wurde kurzfristig umbenannt, weil es zur Zeit als Kulisse für einen ARD-Krimi dient, der hier gedreht wird. Leider gehen die Dreharbeiten erst am Montag weiter. Das war&#8217;s dann wohl mit unserer Filmkarriere.</div>
<div id="_mcePaste">Mirjan, unsere Wirtin, passt nicht so recht in unser heutiges Frauenbild. Sie ist Niederländerin, lacht viel und zapft gerne Bier. Hier sind wir richtig. Zusammen mit ihrem Mann Dirk hat sie vor vier Jahren das Hotel übernommen. Es ist noch nicht überall renoviert, aber die Zimmer sind schon gemütlich.</div>
<div id="_mcePaste">Auf Mirjans Empfehlung hin gehen wir zum Essen in das Gasthaus am Kurpark. Dort informiert uns ein Schild am Eingang, dass heute die DRK-Ortsgruppe tagt. Darunter steht &#8222;trotzdem fragen&#8220;. Als wir die Gaststube betreten, sind dort grob geschätzt 1500 Jahre versammelt. Alle Tische sind mit alten Damen (also wirklich alt und wirklich Damen) besetzt. Wenn wir hier essen wollen, müssen wir uns  an einen Tisch dazu setzen. Kein Problem, hören wir, wenn es uns nichts ausmacht, einen Vortrag über Patientenverfügungen mit anzuhören. Egal, wir haben Hunger, also setzen wir uns dazu.</div>
<div id="_mcePaste">Der Vortrag ist gottseidank kurz und der Rest des Abends gestaltet sich recht folkloristisch. Unsere drei Damen sind locker drauf und informieren uns erst mal auf&#8217;s genauste über die Buntenböcker, die Lokalpolitik und das Wetter der letzten 15 Jahre (Kann sein, dass auch schon mal das Vorkriegswetter dazwischen war, ich bin mir da nicht sicher).</div>
<div id="_mcePaste">Zurück im Hotel nehmen wir zusammen mit unseren Wirtsleuten noch einen Absacker an der Bar und weil Mirjan gerne zapft, die Musik gut und die Leute nett sind, werden es gleich ein paar mehr.</div>
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<div id="attachment_715" class="wp-caption aligncenter" style="width: 730px"><img class="size-full wp-image-715" title="hexenritt" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2010/09/hexenritt.jpg?w=720&#038;h=2000" alt="" width="720" height="2000" /><p class="wp-caption-text">Die Pension &quot;Hildesheimer Haus&quot; hat uns gut gefallen. Das lag vor allem an Mirjan und Dirk, die nicht nur sehr gastlich sind, sondern auch noch lustige Einrichtungsideen haben.</p></div>
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<div id="_mcePaste">.</div>
<div>.</div>
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<div id="attachment_719" class="wp-caption aligncenter" style="width: 730px"><img class="size-full wp-image-719" title="Abend in Buntenbock" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2010/09/dsc05756.jpg?w=720&#038;h=405" alt="" width="720" height="405" /><p class="wp-caption-text">Abend in Buntenbock</p></div>
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<div><strong>Sa, 11.9.10</strong></div>
<div id="_mcePaste"><strong>Buntenbock &#8211; Torfhaus</strong></div>
<div id="_mcePaste">Die heutige Etappe führt uns am Harzer Wasserregal entlang. Mittlerweile ist es Weltkulturerbe, wie wir unterwegs erfahren. Die ganze Anlage beginnt in Buntenbock mit großen aufgestauten Teichen und zieht sich dann Kilometerweit in Form schmaler gemauerter Gräben an den Berghängen entlang. Täler werden dabei mit hohen Dämmen überwunden, auf deren Krone der Graben verläuft. Das ganze ist aufgrund seiner Weitläufigkeit sehr beeindruckend und wird auch heute noch unterhalten. Der Sinn der Sache war die Nutzung der Wasserkraft für den Bergbau. Schon seit Jahrhunderten wird im Harz Erz abgebaut. Dummerweise würden die Bergwerke ohne ständige Entwässerung mit Wasser voll laufen. Diese &#8222;Entwässerungsmaschinen&#8220;, in der Sprache der Bergleute Wasserkunst, wurden mit Hilfe des über die Gräben herangeführten Wassers betrieben.</div>
<div id="_mcePaste">Hier haben wir endlich die Wege, die wir uns erhofft hatten. Entweder geht es an den Gräben auf schmalen Pfaden oder über Stock und Stein an steilen Berghängen entlang.</div>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 730px"><img class="size-full wp-image-720 " title="Wasserregal" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2010/09/dsc05775.jpg?w=720&#038;h=545" alt="" width="720" height="545" /><p class="wp-caption-text">Damit der Kanal nicht überläuft, stürzt das Wasser aus einem Überlauf in einen Bach. Um eine Beschädigung des Dammfußes durch Auswaschungen zu verhindern, ist der Kolk, in den das Wasser stürzt, befestigt.</p></div>
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<dl class="wp-caption aligncenter">
<dt class="wp-caption-dt"><img class="size-full wp-image-721" title="Wasserregal" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2010/09/dsc05790.jpg?w=720" alt=""   /></dt>
<dd class="wp-caption-dd">Das Weltkulturerbe &#8222;Harzer Wasserregal&#8220; beeindruckt durch seine Größe. Meistens verlaufen die Gräben mit wenig Gefälle parallel zum Berg. Manchmal geht es aber auch etwas schneller.</dd>
</dl>
</div>
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<div id="attachment_722" class="wp-caption aligncenter" style="width: 729px"><img class="size-full wp-image-722" title="Wasserregal" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2010/09/dsc05820.jpg?w=720" alt=""   /><p class="wp-caption-text">Außer Steinen ist Wasser das zentrale Thema im Harz</p></div>
</div>
<div id="_mcePaste">Zunächst beginnt der Tag jedoch betont langsam. Andreas hat beim Frühstück arg mit den Folgen des gestrigen Abends zu kämpfen. Wir lassen es langsam angehen und kommen erst um 10 Uhr los. Das Laufen fällt leicht, das Wetter wird immer besser, optimale Bedingungen. Kurz vor Mittag fällt Andreas mich allerdings fast vor Hunger an, weil er kaum etwas gefrühstückt hat.</div>
<div id="_mcePaste">Nach dem Mittagessen geht es weiter an den Gräben des Wasserregals entlang. Zwischenzeitlich sind wir schon zweimal zwei Wanderern begegnet, die ebenfalls in unsere Richtung laufen. Als wir einen kleinen Fotostopp einlegen, holen sie uns zum dritten mal ein. Ganz selbstverständlich docken sie bei uns an und laufen mit uns gemeinsam weiter. So etwas ist  ja oft ganz schön aber diese beiden, die bei den letzten Begnungen kaum ein Wort miteinander geredet haben, texten uns völlig zu. Jeder von ihnen hat sich einen von uns gekrallt und redet ununterbrochen auf ihn ein. Nicht mal Zwischenfragen sind möglich. Beim nächsten halbwegs netten Fotomotiv nehme ich meine Kamera und lasse mir viel Zeit bei der Wahl des Standpunktes. Es gelingt. Den beiden wird die Sache zu langweilig und sie ziehen weiter.</div>
<div id="_mcePaste">Nach 22km kommen wir in Torfhaus an. Leider ist die einzige Unterkunft hier eine Jugendherberge. Nicht mehr ganz mein Ding, aber so lange keine Schulklassen über die Flure toben ganz in Ordnung.</div>
<div id="_mcePaste">Abends nehmen wir unser Absackerbier gegen den Willen von Andreas, der nicht mehr laufen will und von mir überrumpelt wurde, im Moor. Da sitzen wir nun mit unserem Bier auf einer Bank im Moor, starren auf die öde Fläche vor uns und warten, dass etwas passiert.</div>
<div id="_mcePaste">Es passiert nichts.</div>
<div id="_mcePaste">Kein Moorhuhn, das gackernd den Himmel kreuzt um abgeschossen zu werden, kein Fuchs der seinem Hasen gute Nacht wünscht, gar nichts. Es wird langsam dunkel und derBrocken leuchtet noch im letzten Sonnenlicht, aber sonst: Nichts.</div>
<div id="_mcePaste">Das einzige, was passiert sind wir. Neben mir steht noch die Kamera auf dem Stativ, mit der ich anfangs 2-3 Fotos geschossen habe.  Jeder, der vorbei kommt, findet das sehr interessant und will erst mal alles mögliche wissen. Es ist sehr kommunikativ hier im Harz.</div>
<div>
<div id="attachment_723" class="wp-caption aligncenter" style="width: 730px"><img class="size-full wp-image-723" title="moor" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2010/09/moor.jpg?w=720&#038;h=1000" alt="" width="720" height="1000" /><p class="wp-caption-text">Das Torfmoor bei Torfhaus</p></div>
</div>
<div id="_mcePaste"><strong>Sonntag, 12.9.10</strong></div>
<div id="_mcePaste"><strong>Torfhaus &#8211; Brocken</strong></div>
<div id="_mcePaste">In Jugendherbergen kommt man immer früh los, das geht gar nicht anders. So sind wir um 9.00 Uhr schon unterwegs. Unser nächstes Hotel auf dem Brocken können wir von hier schon sehen. Auf direktem Weg wären es nur 8km. Wir wählen einen Umweg rund um den Ekerstausee. Auch diesmal ist der Weg sehr schön und abwechslungsreich. Es geht durch Moore und an Gräben und wilden Bächen entlang. Am Ende eines Kletterpfades über Wurzeln und Steine kommt uns eine Familie mit Kinderwagen und einem Hund, der nicht hört, entgegen. Die werden sich wundern.</div>
<div><img class="aligncenter size-full wp-image-725" title="Moor" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2010/09/dsc058141.jpg?w=720" alt=""   />.</div>
<div>.</div>
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<div id="attachment_726" class="wp-caption aligncenter" style="width: 730px"><img class="size-full wp-image-726" title="Ekerstaumauer" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2010/09/dsc05829.jpg?w=720&#038;h=484" alt="" width="720" height="484" /><p class="wp-caption-text">Quer durch den Ekerstausee verlief früher die deutsch-deutsche Grenze. Unterhalten wurde die Staumauer von der westdeutschen Seite. Allerdings konnte das letzte Stück nicht betreten werden, da an der Grenze eine Mauer quer über die Dammkrone verlief.</p></div>
<div id="attachment_727" class="wp-caption aligncenter" style="width: 730px"><img class="size-full wp-image-727" title="wanderimpressionen" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2010/09/wanderimpressionen.jpg?w=720&#038;h=1000" alt="" width="720" height="1000" /><p class="wp-caption-text">Wanderimpressionen</p></div>
</div>
<div id="_mcePaste">Der Aufstieg zum Brocken übt in der Kunst des Zen. 500 Höhenmeter sind auf einer schnurgeraden Betonpiste der NVA zu überwinden. Die Füße machen ihre Schritte im immer gleichen Rhythmus fast wie eine Maschine. Die regelmäßigen Betonplatten haben beim Blick auf den Boden schon fast eine hypnotische Wirkung. Meditatives Wandern eben.</div>
<div>
<div id="attachment_728" class="wp-caption aligncenter" style="width: 730px"><img class="size-full wp-image-728" title="NVA-Betonplatten" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2010/09/dsc05830.jpg?w=720&#038;h=720" alt="" width="720" height="720" /><p class="wp-caption-text">Deutschlands längster Feldweg. Die alte Militärstraße entlang der ehemaligen Grenze</p></div>
</div>
<div id="_mcePaste">Mittagessen am Berg. Wir sitzen auf Felsbrocken und schauen in die weite Ebene der Magdeburger Börde. Schon wieder ist es so, dass nichts passiert. Gestern haben wir uns darüber lustig gemacht aber es ist wirklich so. Es ist, als ob man vor einem Gemälde sitzt. Kein Wind, kein Vogel, es ist, wenn nicht gerade Wanderer vorbei kommen, auch nichts zu hören. Irgendwie surreal.</div>
<div id="_mcePaste">Unser Hotel ist im Turm auf dem Gipfel direkt neben dem Sendemasten. Elektrosmog wird es hier genug geben, die Frage nach WLAN erntet allerdings erstaunte Blicke. Danach hat hier wohl noch nie jemand gefragt.</div>
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<div id="attachment_751" class="wp-caption aligncenter" style="width: 730px"><img class="size-full wp-image-751" title="brocken" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2010/09/brocken.jpg?w=720&#038;h=1000" alt="" width="720" height="1000" /><p class="wp-caption-text">Die Dampfeisenbahn bringt jeden Tag Unmengen von Touristen auf den Brocken. Bei jedem Wetter. Doch wenn abends die Massen wieder ins Tal fahren, wird es oben richtig gemütlich</p></div>
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<div id="attachment_731" class="wp-caption aligncenter" style="width: 730px"><img class="size-full wp-image-731 " title="Hexentanzplatz" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2010/09/dsc05874.jpg?w=720&#038;h=482" alt="" width="720" height="482" /><p class="wp-caption-text">...</p></div>
<div id="attachment_732" class="wp-caption aligncenter" style="width: 576px"><img class="size-full wp-image-732" title="N" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2010/09/dsc05877.jpg?w=720" alt="..."   /><p class="wp-caption-text">...</p></div>
<p style="text-align:center;"> </p>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 730px"><img class="size-full wp-image-733 " title="Brockenhotel" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2010/09/dsc05879.jpg?w=720&#038;h=522" alt="" width="720" height="522" /><p class="wp-caption-text">Kein WLAN!</p></div>
<div>
<div id="attachment_734" class="wp-caption aligncenter" style="width: 730px"><img class="size-full wp-image-734" title="8.Stock" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2010/09/dsc05863.jpg?w=720&#038;h=410" alt="" width="720" height="410" /><p class="wp-caption-text">Die oberste Etage des Brockenhotels ist eine Aussichtsplattform</p></div>
</div>
<div><strong>Montag, 13.9.10</strong></div>
<div id="_mcePaste"><strong>Rückfahrt</strong></div>
<div id="_mcePaste">Um es mit einem großen deutschen Dichter zu sagen:</div>
<address>Viele Steine</address>
<address>Müde Beine</address>
<address>Saure Weine</address>
<address>Aussicht keine</address>
<address>Heinrich Heine</address>
<div id="_mcePaste">Morgens liegt der Brocken im Nebel und unten im Tal regnet es. Wir lassen die letzte Etappe, die sowieso nicht sehr lang gewesen wäre, ausfallen und nehmen die Schmalspurdampfbahn. Gerade, als diese losfährt reißt das Wetter auf. Schade, jetzt ist es zu spät zum laufen aber auch die Eisenbahnfahrt ist bei diesem Wetter reizvoll.</div>
<div id="_mcePaste">Mit einem Zwischenstopp in Wernigerrode geht es viel zu früh nach Hause.</div>
<div>
<dl class="wp-caption aligncenter">
<dt class="wp-caption-dt"><img class="size-full wp-image-740" title="Brockenbahn" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2010/09/dsc05915.jpg?w=720&#038;h=484" alt="" width="720" height="484" /></dt>
<dd class="wp-caption-dd">Bis zur Abfahrt liegt der Brocken im dichten Nebel</dd>
</dl>
</div>
<div>
<div id="attachment_741" class="wp-caption aligncenter" style="width: 730px"><img class="size-full wp-image-741" title="Rückweg" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2010/09/dsc05920.jpg?w=720&#038;h=492" alt="" width="720" height="492" /><p class="wp-caption-text">...</p></div>
<div id="attachment_742" class="wp-caption aligncenter" style="width: 729px"><img class="size-full wp-image-742" title="Wernigerode" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2010/09/dsc05929.jpg?w=720" alt=""   /><p class="wp-caption-text">Wernigerode hat sich rausgeputzt... und ein schönes Glockenspiel. Schade, dass man Töne nicht fotografieren kann.</p></div>
<div id="attachment_743" class="wp-caption aligncenter" style="width: 730px"><img class="size-full wp-image-743" title="Hexe" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2010/09/dsc05948.jpg?w=720&#038;h=484" alt="" width="720" height="484" /><p class="wp-caption-text">Der Harz vermarktet sich ganz gut</p></div>
<div id="attachment_744" class="wp-caption aligncenter" style="width: 729px"><img class="size-full wp-image-744" title="fotograf" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2010/09/dsc05938.jpg?w=720" alt=""   /><p class="wp-caption-text">Touristisch gut erschlossen</p></div>
<div id="attachment_745" class="wp-caption aligncenter" style="width: 730px"><img class="size-full wp-image-745" title="Heimfahrt" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2010/09/dsc05717.jpg?w=720&#038;h=484" alt="" width="720" height="484" /><p class="wp-caption-text">Heimfahrt</p></div>
<div id="attachment_746" class="wp-caption aligncenter" style="width: 730px"><img class="size-full wp-image-746" title="heimfahrt" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2010/09/dsc05718.jpg?w=720&#038;h=469" alt="" width="720" height="469" /><p class="wp-caption-text">...</p></div>
</div>
</div>
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			<media:title type="html">Ausblick von Torfhaus auf den Brocken</media:title>
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			<media:title type="html">1.Etappe</media:title>
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			<media:title type="html">hexenritt</media:title>
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			<media:title type="html">Abend in Buntenbock</media:title>
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			<media:title type="html">moor</media:title>
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			<media:title type="html">N</media:title>
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			<media:title type="html">Brockenhotel</media:title>
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			<media:title type="html">8.Stock</media:title>
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			<media:title type="html">Brockenbahn</media:title>
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			<media:title type="html">Rückweg</media:title>
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			<media:title type="html">Wernigerode</media:title>
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			<media:title type="html">Hexe</media:title>
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		<title>2010 Dreiländertour &#8211; Eine Grenzerfahrung</title>
		<link>http://radreisen.wordpress.com/2010/05/08/2010-dreilandertour-eine-grenzerfahrung/</link>
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		<pubDate>Sat, 08 May 2010 17:43:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>pehei</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Grenzen Staatsgrenzen fand ich schon immer faszinierend. Man überschreitet eine gedachte Linie und die Welt sieht völlig anders aus. Sogar die Farben und das Licht leuchten anders. Diese Grenzerfahrung möchten wir dieses mal auf die Spitze treiben. Die Route folgt über der ganzen Länge Grenzen. Erst zwischen Belgien und den Niederlanden, später dann zwischen den [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=radreisen.wordpress.com&amp;blog=4404771&amp;post=640&amp;subd=radreisen&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Grenzen</strong><br />
Staatsgrenzen fand ich schon immer faszinierend. Man überschreitet eine gedachte Linie und die Welt sieht völlig anders aus. Sogar die Farben und das Licht leuchten anders. Diese Grenzerfahrung möchten wir dieses mal auf die Spitze treiben. Die Route folgt über der ganzen Länge Grenzen. Erst zwischen Belgien und den Niederlanden, später dann zwischen den Niederlanden und Deutschland.</p>
<p style="text-align:center;"><img class="size-full wp-image-641 aligncenter" title="Karte" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2010/05/karte.jpg?w=720&#038;h=720" alt="" width="720" height="720" /></p>
<p style="text-align:left;">
<div id="_mcePaste"><strong>Samstag, 1.5.10</strong></div>
<div id="_mcePaste"><strong>Aachen &#8211; Maastricht / 50km / sonnig</strong></div>
<div id="_mcePaste">Nach einer entspannten Zugfahrt fahren wir in Aachen zum eigentlichen offiziellen Startpunkt unserer Reise, dem <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Dreil%C3%A4ndereck_(Vaals)" target="_blank">Dreiländerpunkt</a>. Hier stoßen die Grenzen der drei Länder zusammen, die wir in den nächsten Tagen bereisen. Symbolischer geht es ja gar nicht mehr. Dass es gleichzeitig der höchste Berg der Niederlande ist, gibt uns das gute Gefühl, dass es von hier an nur noch bergab gehen kann. Die Niederländer und Belgier zelebrieren das hochalpine Erlebnis in papageienbunten Rennradtrikots oder mit Wanderstöckchen bewaffnet zwischen bunten Fahnen, Aussichtsturm und Frituur. Und zwar massenhaft.</div>
<div id="_mcePaste">Nachdem auch wir uns gestärkt haben, geht es erst mal auf der belgischen Seite weiter. Es wundert mich immer wieder, dass ein Volk mit solchen Schlaglochpisten wie die Belgier dermaßen rennradbegeistert ist.</div>
<div id="_mcePaste">Der Weg führt durch die Limburgische Bergwelt. Gut, die Baumgrenze ist noch weit entfernt, aber es geht beständig auf und ab. Die Mühe lohnt alleine schon wegen des satten Grüns, das ab und an von blühenden Obstbaumplantagen unterbrochen wird.</div>
<div id="_mcePaste">Nachmittags erreichen wir <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Maastricht#Sehensw.C3.BCrdigkeiten" target="_blank">Maastricht</a>. Leider sind alle bezahlbaren Zimmer ausgebucht.  So gönnen wir uns den Luxus eines 4-Sterne-Hotels. Heike wollte ursprünglich frühzeitig vorbuchen, aber ich musste mich ja weigern. Haben wir schließlich noch nie gemacht. Außerdem hätten wir dann bestimmt in einer ganz üblen Absteige übernachten müssen.</div>
<div id="_mcePaste">Wir stürzen uns in den Trubel. Die Stadt ist rappelvoll. Überall stehen Stühle auf der Straße.</div>
<div id="_mcePaste">Eigentlich wollten wir abends noch einmal in die Stadt, aber nach dem Abendessen überfällt uns die angenehme Müdigkeit nach einem Tag an der frischen Luft. Wir können uns nicht so recht aufraffen und lassen den Abend statt dessen gemütlich im Hotelzimmer ausklingen.</div>
<div><img class="aligncenter size-full wp-image-653" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2010/05/dsc03425.jpg?w=720&#038;h=429" alt="" width="720" height="429" /></div>
<div>
<div><strong>Sonntag, 2.5.10</strong></div>
<div><strong>Maastricht &#8211; Laak en Ohé / 53km / kühl und aprilhaft.</strong></div>
<div>Nach einem üppigen Frühstück und nachdem ich mich vom Bezahlen der ebenso üppigen Rechnung erholt habe, machen wir uns bei leichtem Nieselregen auf den Weg. Die Strecke führt am Kanal und später auf dem Maasdeich entlang. Das ist wie Autobahnfahren, nur schöner. Wir begegnen kaum einem Menschen. Dafür lassen sich in den Maaswiesen Unmengen an Vögeln beobachten. Gegen Mittag kommt sogar die Sonne heraus, und wir kommen bei angenehmen Temperaturen gut voran. In Maaseick haben wir dann mal wieder das perfekte Timing. Gerade als wir auf dem schönen Marktplatz mit den vielen netten Lokalen stehen, gibt es einen heftigen Platzregen. Das wäre nun wirklich nicht mehr schön, lässt sich aber beim Pannekokenbakker prima aussitzen. Beim Essen beschließen wir, unser heutiges Ziel Roermond sausen zu lassen. Wir müssen unser Wetterglück ja nicht herausfordern. Stattdessen fahren wir bei wieder sonnigem Wetter auf die niederländische Maasseite, wo schon eine telefonisch reservierte Trekkershütte auf uns wartet. Die einfach ausgestattete Holzhütte auf einem ruhigen Campingplatz lässt uns etwas näher an der Natur und trotzdem komfortbel und trocken übernachten. Außerdem schiebt sie unsern Durchschnittsübernachtungspreis wieder etwas mehr in Richtung Normalmaß.</div>
<div>Neben uns hat eine alleinreisende Radlerin aus Friesland ihr Zelt aufgebaut. Frierend sitzt sie in den Pausen zwischen zwei Schauern auf der Bank vor ihrem Zelt und schreibt ihr Tagebuch. Eigentlich möchte sie noch in die Pfalz, denkt aber jetzt schon über eine Abkürzungen  per Zug nach, weil es ihr zu kalt zum Zelten ist. Ich fange an, mich an den Gedanken zu gewöhnen, unser Zelt in diesem Urlaub nur spazieren zu fahren.</div>
<div>
<div><img class="aligncenter size-full wp-image-685" title="Maaseick" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2010/05/dsc034721.jpg?w=720&#038;h=720" alt="" width="720" height="720" /></div>
<div><strong>Montag, 3.5.10</strong></div>
<div><strong>Laak en Ohé &#8211; Roermond -Venlo / 60km / bewölkt</strong></div>
<div>Heute ist der Tag zweigeteilt. Es gibt einen kalten und einen warmen Teil. Nachdem wir zum Frühstück die gesammelten Reste vom Vortag verputzt haben -eine Einkaufsmöglichkeit gibt es hier leider nicht- begeben wir uns erstmal an den kalten Teil. Das Wetter ist ungemütlich und manchmal regnet es etwas. Die Strecke läuft bis Roermond immer an diversen Baggerseen entlang. Hier wird massenhaft Kies für die Betonproduktion gefördert, was der Strecke einen recht industriellen Charakter gibt. Ein kleines touristisches Highlight setzt die weiße Stadt Thorn mit ihren malerischen weiß gestrichenen Fassaden. Wir stehen an der Friedhofsmauer, ich unterhalte mich mit Heike, während ich über die Friedhofsmauer hinweg ein Foto mache. Plötzlich richtet sich direkt vor mir eine Frau auf, die hinter der Mauer ein Grab gepflegt hat und grinst mich an. Sie weiß genau, dass sie mich erschreckt hat.</div>
<div>Kurz vor Roermond soll es eine Fähre geben. Wir biegen die 1-2km vom Weg ab um dorthin zu fahren. Am Ende des Weges ist von einer Fähre weit und breit nichts zu sehen. Nur eine geschlossene Frittenbude steht hier an diesem kalten, windigen Ort und als dann auch noch eine Mittagssirene anfängt laut und anhaltend zu jaulen, wirkt die ganze Scenerie regelrecht gespenstisch.</div>
<div>Über die Brücke erreichen wir Roermond schließlich doch noch. Dort gibt es eine kostenlose bewachte Radabstellanlage, so dass wir uns frei bewegen können. Die Fußgängerzone ist riesig und hat einen überproportionalen Anteil an Markenläden. Hier wird vor allem mit den deutschen Kunden Kasse gemacht.</div>
<div>Nach dem Mittagessen machen wir uns auf den Weg nach Venlo. Jetzt beginnt der warme Teil der Strecke. Das Wetter wird, wenn auch noch bewölkt,  besser und die Landchaft schöner. Irgendwie rollen auch die Räder leichter. Es geht auf dem hohen Maasufer entlang, wo man immer mal wieder einen Blick über die Landschaft hat.</div>
<div>An einem frei stehenden, nur von Acker umgebenen Haus hat sich jemand seinen Garten vergrößert. Eine wirklich riesige Fläche ist ohne Zaun drumrum einfach nur mit einem gepflegten Rasen bedeckt. Lediglich ganz hinten in der Ecke ist ein kleines Bäumchen frisch gepflanzt. Daneben steht eine hoffnungsvolle Gartenbank. Der Besitzer kann es sicher kaum erwarten, dort in 20 Jahren im Schatten des Baumes sitzen zu können.</div>
<div>Immer öfter sehen wir jetzt auch andere Reiseradler. Fast alle sind wie wir mit Zelt unterwegs. Allerdings reizt die Aussicht auf ein Frühstück nahe an der 0°-Marke irgendwie nicht und leider haben wir auch nur die dünnen Sommerschlafsäcke dabei. Da sind wir lieber wieder Weicheier und suchen uns <a href="http://inndenacht.nl/InndenAcht/Home.html" target="_blank">in Venlo ein B&amp;B</a>. In einer ruhigen Nebenstraße kommen wir gut unter.</div>
<div>Bis wir geduscht und gegessen haben, ist es kurz nach sechs. In der Stadt sind schon alle Läden geschlossen. Die Fußgängerzone  wirkt trostlos und schmutzig, nur wenige, merkwürdige  Leute sind noch unterwegs.  Viele davon sprechen deutsch und sind nicht unbedingt eine Zierde unserer Nation. Wir werden Zeuge einer Szene, wo eine Frau ihren Begleiter lautstark und unter der Gürtellinie beschimpft, während er nur danebensitzt und deppert dreinschaut. Des Rätsels Lösung sehen wir, als ein Mann uns anspricht und uns einen Coffieshop zeigen möchte. Auch Venlo ist eine Einkaufsstadt für das nahe Deutschland. Im Gegensatz zu Roermond sind manche Läden hier allerdings gleich komplett auf Deutsch beschriftet und statt Kosmetikläden gibt es hier mehr Läden der Marke &#8222;Alles muss raus&#8220; und &#8222;Kauf 3, bezahl 2&#8243;. Trotzdem muss Venlo bei Tag wohl ganz anders wirken. Ich kenne einige, die hier trotz der Entfernung zum Einkaufen gerne hinkommen.</div>
<div><a href="http://radreisen.files.wordpress.com/2010/05/dsc03473.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-645" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2010/05/dsc03473.jpg?w=720&#038;h=332" alt="" width="720" height="332" /></a></p>
<div><strong>Dienstag, 4.5.10</strong></div>
<div><strong>Venlo &#8211; Gennep, 60km, sonnig aber ein saukalter Wind weht von vorn</strong></div>
<div>Jan, unser Wirt, ist ein Jazzfan. Das ganze Haus zeugt davon. Als wir in den Frühstücksraum kommen, spielt schon angenehme leise Hintergrundmusik. Der Tisch ist gut gedeckt. Wir lassen uns Zeit, und plauschen noch etwas mit Jan, bevor wir weiterziehen. Heute weht ein strammer kalter Gegenwind. Die Sonne lügt.</div>
<div>In Arcen verlassen wir, nach einem kleinen Stopp am Kastell, die Maas. Der Weg führt durch die <a href="http://www.maasduinen.de/die+maasduinen/informationen" target="_blank">Maasduinen</a>. Anfangs durch Heide, später durch parkähnliche Wälder. Landschaftlich ist die heutige Etappe sehr abwechslungsreich.</div>
<div>In Gennep bekommen wir ein kleines Appartment mit eigener Küche. Die Wirtin ist sehr freundlich, kocht uns erst mal Kaffee und schwatzt über dies und das. Sie ist Österreichfan und spätestens als sie mit der Theorie um die Ecke kommt, dass Jörg Haider ermordet wurde, was schade wäre, weil er doch so gute Ideen hatte, dämmert uns, dass es auch in Holland ganz schön schräge Typen gibt.</div>
<div>In Gennep gibt es gerade eine zeitlich begrenzte Ausstellung zum 65. Jahrestag der Befreiung, die genau in dem Augenblick öffnet, als wir davor stehen. Sie ist ein ziemliches Durcheinander von allen möglichen Dingen aus der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts. Neben Gasmasken und aus dem Maasschlick gezogenen Flugzeugwrackteilen aus dem zweiten Weltkrieg gibt es Babystrickjäckchen,  Küchenwaagen und Kriegsgerät aus dem ersten Weltkrieg. Dazu gibt es jede Menge spannender alter Fotos. Eigentlich wollten wir nur mal kurz reinschnuppern, aber dann kommt Thea, die ehemalige Trägerin des besagten Babystrickjäckchens, und hängt sich an uns. Sie kramt ihr ganzes Deutsch zusammen, und erzählt mit sehr persönlicher Note die Geschichten aus dem Kampf um die Brücke von Gennep. Die Zeit vergeht ziemlich schnell und als wir wieder draußen sind, können wir gerade noch einen Viertelliter Wein lang die Sonne genießen, bevor sie hinter den Bäumen verschwindet und wir ins Warme flüchten.</div>
<div><a href="http://radreisen.files.wordpress.com/2010/05/dsc03536.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-646" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2010/05/dsc03536.jpg?w=720&#038;h=720" alt="" width="720" height="720" /></a></div>
<div>
<div><strong>Mittwoch, 5.5.10</strong></div>
<div><strong>Gennep &#8211; Kleve &#8211; Dinxperlo, 66km, bewölkt und es will nicht warm werden</strong></div>
<div>Heute wecken uns die Sonne und blauer Himmel. Hurra. Voller Optimismus zippe ich die Hosenbeine ab und suche ein T-shirt raus. Ein Schritt vor die Tür reicht aus und ich hole meinen Pullover wieder hervor und mache die Hosenbeine wieder lang. Als wir nach dem Frühstück losfahren, hat sich der blaue Himmel auch erledigt.</div>
<div>In Kleve machen wir eine längere Pause. Das wir jetzt in Deutschland sind, merkt man kaum. In Holland ist ein Feiertag, viele Niederländer haben frei und man hört mehr holländisch als deutsch. Selbst die Bäckereiverkäuferin ist Holländerin.</div>
<div>Im Innenhof der Schwanenburg essen wir zu Mittag. Die Schwanenburg beherbergt heute das Landgericht. Wir schauen Anwälten beim Warten zu, müssen mal kurz zur Seite rücken, als die grüne Minna neue Strafgefangene bringt und werden im Gegenzug neugierig von den Justizangestellten beäugt, die ihre Mittagspause machen. Immerhin ist es hier windgeschützt.</div>
<div>Wo wir schon mal da sind, können wir eigentlich auch gleich noch auf den Turm. Die Dame an der Kasse versorgt uns zusätzlich mit ein paar Faltblättern &#8211; auf holländisch. Als ich klarstelle, dass wir Deutsche sind, will sie es besonders gut machen und gibt uns gleich noch ein paar Prospekte mehr. Unterkunftsverzeichnis, irgendeine Kunstaustellung, Öffnungszeiten vom Schwimmbad&#8230;</div>
<div>&#8222;Halt, nicht so viel, wir sind mit dem Rad da und müssen das alles transportieren&#8220;</div>
<div>&#8222;Oh, kein Problem. Hier haben wir noch die Kreisradwanderkarte, eine Karte mit Radtouren in der näheren Umgebung&#8230;&#8220;</div>
<div>Aaaargh.</div>
<div>Gegen den Wind radeln wir weiter in Richtung holländischer Grenze. Als hinter uns zwei ältere Damen auf Hollandrädern immer mehr aufschließen, wird Heike plötzlich schneller. Man hat ja schließlich auch seinen Stolz. Ein anderer Radfahrer nutzt die Gelegenheit und hängt sich an uns. Er klebt an meinem Hinterrad und lässt sich im Windschatten mitziehen.</div>
<div>In Emmerich komme ich aus dem staunen nicht heraus. Der Ort besteht nur aus Parkplätzen. Jeder freie Quadratmeter wurde mit Parkplätzen zugepflastert. Das müssen bald mehr sein, als Emmerich Einwohner hat. Selbst da, wo andere Städte eine Fußgängerzone haben, hat Emmerich Parkplätze. Dafür gibt es am Ende eines Radweges ab und an schon mal ein enges Drängelgitter, durch das wir mit unserem Gepäck nicht passen. Wir sind wieder in Deutschland. Diese unsinnigen Drängelgitter gibt es bei uns auch. Gerne quetschen sich kleine Kinder in Kindersitzen daran ihre Finger. Ein Polizist hat mir den Sinn einmal erklärt. Die Radfahrer würden sich ohne dieses Gitter wie die Lemminge einfach alle auf die Straße stürzen und dort totgefahren werden. Er hat das wirklich geglaubt.</div>
<div>Immer wieder fahren wir nun direkt an der Deutsch-Niederländischen Grenze entlang. Solange auf der anderen Seite nur Acker oder Wald liegt, merkt man es höchstens mal an plötzlich wechselnden Straßenschildern. Kurios wird es in Dinxperlo. <a href="http://www.grenslandmuseum.nl/dld/?p=geschichte" target="_blank">Dort geht die Grenze mitten durch den Ort entlang des Straßenbordsteins</a>. Zum deutschen Stadtteil Suderwick gehört hier nur der Bürgersteig. An manchen Stellen enden Straßenmarkierungen plötzlich mitten auf der Straße  an der Grenze. Ein gemeinsam von Niederländern und Deutschen  betriebenes Altenheim ist mit einer Brücke über die Straße verbunden.</div>
<div><a href="http://www.fredenmarijke.nl/homenew.html" target="_self">In Dinxperlo finden wir ein nettes B&amp;B</a>, wo wir nach einer kleinen Runde durch die Befreiungstag feiernde Stadt wieder froh sind im Warmen zu sitzen.</div>
</div>
<div><a href="http://radreisen.files.wordpress.com/2010/05/dsc03567.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-647" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2010/05/dsc03567.jpg?w=720" alt=""   /></a></p>
<div><strong>Donnerstag, 6.5.10</strong></div>
<div><strong>Dinxperlo &#8211; Bocholt, 20km, sonnig (zumindest während der Fahrt)</strong></div>
<div>Heute ist unser Rückreisetag. Wir brauchen nur noch bis zum Bahnhof. Bei blauem Himmel und Sonnenschein fahren wir an der Bocholter Aa entlang. Den Plan, bis Borken zu fahren, lassen wir in Bocholt fallen. Zu dunkel zieht es von dort heran. Ein guter Entschluss. Gerade, als wir in den Zug steigen, fängt es an zu regnen.</div>
<div>Die Rückfahrt wird kurzweilig. Im Radabteil befinden sich neben drei Radfahrern eine Rollstuhlfahrerin.  Sie fährt regelmäßig mit der Bahn und berichtet von ihren Erfahrungen mit dem Bahnpersonal. Die Geschichten sind eher schockierend, aber lustig wird es, als die ersten Fahrgäste die Toilletten benutzen wollen. Die Bedienung der elektrischen Toillettentür ist nicht einfach. Wir konnten das auf der Hinfahrt schon beobachten. Entweder bekommen die Leute die Tür nicht auf oder wenn sie drin sind nicht wieder versperrt. Unsere Mitfahrerin, die wegen ihrer Behinderung die Toillette nicht benutzen kann, aber bei jeder Bahnfahrt direkt davor sitzt, kennt sich bestens aus und gibt Bedienungstipps. Es wird überlegt, ein kleines Tellerchen mit Kleingeld vor die Tür zu stellen. Besonders raschelig wird es hinter der Tür, wenn sie uns laut erklärt, dass die Tür noch nicht verriegelt ist.</div>
<div>.</div>
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<div><em>Die Links im Text sind als Empfehlung zu verstehen. Dort hat es uns besonders gut gefallen.</em></div>
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<div><em><a href="http://radreisen.wordpress.com/2010/05/08/2010-dreilandertour-eine-grenzerfahrung/#gallery-1-slideshow">Anklicken um </a></em></div>
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<div><em><br />
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<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/radreisen.wordpress.com/640/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/radreisen.wordpress.com/640/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/radreisen.wordpress.com/640/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/radreisen.wordpress.com/640/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/radreisen.wordpress.com/640/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/radreisen.wordpress.com/640/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/radreisen.wordpress.com/640/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/radreisen.wordpress.com/640/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/radreisen.wordpress.com/640/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/radreisen.wordpress.com/640/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/radreisen.wordpress.com/640/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/radreisen.wordpress.com/640/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/radreisen.wordpress.com/640/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/radreisen.wordpress.com/640/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=radreisen.wordpress.com&amp;blog=4404771&amp;post=640&amp;subd=radreisen&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">Karte</media:title>
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			<media:title type="html">Maaseick</media:title>
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	</item>
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		<title>2009 Rothaarsteig (Westerwald)</title>
		<link>http://radreisen.wordpress.com/2009/09/16/2009-rothaarsteig-westerwald/</link>
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		<pubDate>Wed, 16 Sep 2009 19:11:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>pehei</dc:creator>
				<category><![CDATA[2893509]]></category>

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		<description><![CDATA[Dieses Wochenende haben wir uns die letzte Etappe des Rothaarsteigs vorgenommen. Den landschaftlichen Höhepunkte hatten wir allerdings wohl letztes Jahr schon überschritten. Von Lützel bis Hainchen, der ersten und leider etwas zu langen Etappe, lohnt sich die Strecke nicht wirklich. Meistens geht der Weg über geschotterte Forstwege. Die wenigen &#8222;naturnahen&#8220; Wege lassen uns zwar über [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=radreisen.wordpress.com&amp;blog=4404771&amp;post=594&amp;subd=radreisen&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dieses Wochenende haben wir uns die letzte Etappe des Rothaarsteigs vorgenommen. Den landschaftlichen Höhepunkte hatten wir allerdings wohl letztes Jahr schon überschritten. Von Lützel bis Hainchen, der ersten und leider etwas zu langen Etappe, lohnt sich die Strecke nicht wirklich. Meistens geht der Weg über geschotterte Forstwege. Die wenigen &#8222;naturnahen&#8220; Wege lassen uns zwar über Baumwurzeln klettern, verlaufen aber oft parallel zu Straße. Immerhin lernen wir auf einigen Schautafeln wieder etwas über die Bedeutung des Rothaarsteiges als mittelalterlichen Handelsweg.</p>
<p>Am zweiten Tag ist die Strecke angenehmer und schöner. Diesmal geht es bis Lützeln, wo wir wieder eine schöne Ferienwohnung finden. Dummerweise habe ich mir zwei Blasen gelaufen, was die 3.Etappe am nächsten Tag etwas beschwerlich macht. Auch das Stück von Lützeln nach Rabenscheid hätte landschaftlich nicht zwingend sein müssen. Es war nicht schlecht aber die bessere Wahl wäre es gewesen, sofort nach Dillenburg zu fahren und sich in diesem wirklich netten Städtchen umzusehen. Dafür hatten wir jetzt leider keine Zeit mehr, weil wir unseren Zug erwischen wollten.</p>
<p>Auch wenn die Strecke teilweise nicht gerade der Hauptgewinn war, hatten wir ein schönes Wochenende. Das Wetter hat gestimmt und wir haben uns gut verstanden. Das ist ja schon fast das wichtigste.</p>
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			<media:title type="html">pehei</media:title>
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		<title>2009 durch den Pott</title>
		<link>http://radreisen.wordpress.com/2009/09/09/2009-mitten-durch-den-pott/</link>
		<comments>http://radreisen.wordpress.com/2009/09/09/2009-mitten-durch-den-pott/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 09 Sep 2009 19:48:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>pehei</dc:creator>
				<category><![CDATA[2893509]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://radreisen.wordpress.com/?p=539</guid>
		<description><![CDATA[Mit 5 Fotografen aus allen Ecken Deutschlands ging es mitten durch das Ruhrgebiet. Erklärtes Ziel war es, alle Sehenswürdigkeiten auszulassen und uns mitten ins pralle Leben zu stürzen, so authentisch wie möglich. Ganz gelungen ist es uns nicht. Ein paar Sehenswürdigkeiten konnten wir einfach nicht auslassen und die typischen Ecken waren gar nicht so leicht [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=radreisen.wordpress.com&amp;blog=4404771&amp;post=539&amp;subd=radreisen&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit 5 Fotografen aus allen Ecken Deutschlands ging es mitten durch das Ruhrgebiet. Erklärtes Ziel war es, alle Sehenswürdigkeiten auszulassen und uns mitten ins pralle Leben zu stürzen, so authentisch wie möglich. Ganz gelungen ist es uns nicht. Ein paar Sehenswürdigkeiten konnten wir einfach nicht auslassen und die typischen Ecken waren gar nicht so leicht zu finden. Dauernd war alles grün und was ist schon typisch?</p>
<p style="text-align:center;">Wir starten in Uerdingen. Zuerst geht es am total idyllischen Rhein entlang. <img class="aligncenter size-full wp-image-479" title="DSC00642" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/09/dsc00642.jpg?w=720&#038;h=481" alt="DSC00642" width="720" height="481" /></p>
<p style="text-align:center;">:: ::</p>
<p style="text-align:center;">:: ::</p>
<p style="text-align:center;">Doch schon nach sechs Kilometer haben wir den ersten Platten.</p>
<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-480" title="DSC00651" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/09/dsc00651.jpg?w=720&#038;h=481" alt="DSC00651" width="720" height="481" /></p>
<p style="text-align:center;">:: ::</p>
<p style="text-align:center;">:: ::</p>
<p style="text-align:center;">Christian ist gut ausgerüstet und hat den Reifen in Rekordzeit gewechselt.</p>
<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-481" title="DSC00657" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/09/dsc00657.jpg?w=720&#038;h=481" alt="DSC00657" width="720" height="481" /></p>
<p style="text-align:center;">:: ::</p>
<p style="text-align:center;">:: ::</p>
<p style="text-align:center;">Kaum ist das Hinterrad geflickt, gibt einen Kilometer weiter das Vorderrad den Geist auf. Also noch mal die paar Kilometer zu dem Radladen und noch zwei Schläuche holen.</p>
<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-483" title="DSC00664" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/09/dsc00664.jpg?w=720&#038;h=481" alt="DSC00664" width="720" height="481" /></p>
<p style="text-align:center;">:: ::</p>
<p style="text-align:center;">:: ::</p>
<p style="text-align:center;">Immerhin gibt es hier etwas zu fotografieren. Dafür sind wir ja schließlich hier.</p>
<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-482" title="DSC00659" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/09/dsc00659.jpg?w=720&#038;h=650" alt="DSC00659" width="720" height="650" />:: ::</p>
<p style="text-align:center;">:: ::</p>
<p style="text-align:center;">Die Gebäude der Thyssenverwaltung stehen heute leer.</p>
<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-542" title="DSC00668" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/09/dsc006681.jpg?w=720" alt="DSC00668"   /></p>
<p style="text-align:center;">:: ::</p>
<p style="text-align:center;">:: ::</p>
<p style="text-align:center;">Weiter am Rhein bis Duisburg.</p>
<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-543" title="DSC00678" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/09/dsc006781.jpg?w=720&#038;h=449" alt="DSC00678" width="720" height="449" /></p>
<p style="text-align:center;">
<p style="text-align:center;">:: ::</p>
<p style="text-align:center;">:: ::</p>
<p style="text-align:center;">Auf der Eisenbahnbrücke überqueren wir den Rhein.</p>
<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-544" title="DSC00677" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/09/dsc006771.jpg?w=720&#038;h=481" alt="DSC00677" width="720" height="481" /></p>
<p style="text-align:center;">:: ::</p>
<p style="text-align:center;">:: ::</p>
<p style="text-align:center;">Immer noch alles total idyllisch und hoch kulturell. Der Rheingarten in Duisburg bietet alles nur keine Industrie und Malocher.</p>
<p style="text-align:center;">So wird das nix mit unserem Plan.</p>
<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-545" title="DSC00687" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/09/dsc006871.jpg?w=720" alt="DSC00687"   /></p>
<p style="text-align:center;">:: ::</p>
<p style="text-align:center;">:: ::</p>
<p style="text-align:center;">Fotos machen geht aber gut.</p>
<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-546" title="DSC00685" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/09/dsc006851.jpg?w=720" alt="DSC00685"   /></p>
<p style="text-align:center;">:: ::</p>
<p style="text-align:center;">:: ::</p>
<p style="text-align:center;">Alle Mann auf Motivsuche.</p>
<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-547" title="DSC00683" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/09/dsc006831.jpg?w=720" alt="DSC00683"   /></p>
<p style="text-align:center;">:: ::</p>
<p style="text-align:center;">:: ::</p>
<p style="text-align:center;">Christian steht auf analoges Werkzeug</p>
<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-548" title="DSC00698" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/09/dsc006981.jpg?w=720" alt="DSC00698"   /></p>
<p style="text-align:center;">:: ::</p>
<p style="text-align:center;">:: ::</p>
<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-549" title="DSC00703" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/09/dsc007031.jpg?w=720" alt="DSC00703"   /></p>
<p style="text-align:center;">:: ::</p>
<p style="text-align:center;">:: ::</p>
<p style="text-align:center;">Dann endlich: Der Pott. So wollten wir es doch haben.</p>
<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-551" title="DSC00705" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/09/dsc007052.jpg?w=720&#038;h=481" alt="DSC00705" width="720" height="481" /></p>
<p style="text-align:center;">:: ::</p>
<p style="text-align:center;">:: ::</p>
<p style="text-align:center;">Aber Duisburg ist auch anders.</p>
<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-552" title="DSC00708" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/09/dsc007081.jpg?w=720&#038;h=481" alt="DSC00708" width="720" height="481" /></p>
<p style="text-align:center;">:: ::</p>
<p style="text-align:center;">:: ::</p>
<p style="text-align:center;">Nachdem wir im Hotel eingescheckt haben, fahren wir ohne Gepäck noch mal los. Ziel ist der Landschaftspark. Wieder eine Sehenswürdigkeit, aber die konnten wir unmöglich auslassen.</p>
<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-553" title="DSC00728" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/09/dsc007281.jpg?w=720" alt="DSC00728"   /></p>
<p style="text-align:center;">:: ::</p>
<p style="text-align:center;">:: ::</p>
<p style="text-align:center;">Auf die stillgelegte Hütte kann man raufklettern&#8230;.</p>
<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-554" title="DSC00729" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/09/dsc007291.jpg?w=720&#038;h=481" alt="DSC00729" width="720" height="481" /></p>
<p style="text-align:center;">:: ::</p>
<p style="text-align:center;">:: ::</p>
<p style="text-align:center;">&#8230;und runtergucken.<img class="aligncenter size-full wp-image-555" title="DSC00732" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/09/dsc007321.jpg?w=720&#038;h=481" alt="DSC00732" width="720" height="481" /></p>
<p style="text-align:center;">:: ::</p>
<p style="text-align:center;">:: ::</p>
<p style="text-align:center;">Oben sind die Touristen&#8230;</p>
<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-556" title="DSC00735" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/09/dsc007351.jpg?w=720" alt="DSC00735"   /></p>
<p style="text-align:center;">:: ::</p>
<p style="text-align:center;">:: ::</p>
<p style="text-align:center;">&#8230;und unten echte Industrie,&#8230;</p>
<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-557" title="DSC00746-1" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/09/dsc00746-11.jpg?w=720&#038;h=477" alt="DSC00746-1" width="720" height="477" /></p>
<p style="text-align:center;">:: ::</p>
<p style="text-align:center;">:: ::</p>
<p style="text-align:center;">&#8230;aber auch Kunstobjekte&#8230;</p>
<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-558" title="DSC00748" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/09/dsc007481.jpg?w=720&#038;h=481" alt="DSC00748" width="720" height="481" /></p>
<p style="text-align:center;">:: ::</p>
<p style="text-align:center;">:: ::</p>
<p style="text-align:center;">&#8230;Industrieruinen.</p>
<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-559" title="DSC00757" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/09/dsc007571.jpg?w=720&#038;h=481" alt="DSC00757" width="720" height="481" /></p>
<p style="text-align:center;">:: ::</p>
<p style="text-align:center;">:: ::</p>
<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-560" title="DSC00769" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/09/dsc007691.jpg?w=720&#038;h=481" alt="DSC00769" width="720" height="481" /></p>
<p style="text-align:center;">:: ::</p>
<p style="text-align:center;">:: ::</p>
<p style="text-align:center;">Eine Kinderrutsche hat der Park auch zu bieten. Macht Spaß.</p>
<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-561" title="DSC00771" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/09/dsc007711.jpg?w=720&#038;h=481" alt="DSC00771" width="720" height="481" /></p>
<p style="text-align:center;">:: ::</p>
<p style="text-align:center;">:: ::</p>
<p style="text-align:center;">Die Ruinen des 20. Jahrhunderts&#8230;</p>
<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-562" title="DSC00773" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/09/dsc007731.jpg?w=720&#038;h=465" alt="DSC00773" width="720" height="465" /></p>
<p style="text-align:center;">:: ::</p>
<p style="text-align:center;">:: ::</p>
<p style="text-align:center;">&#8230;und die Visionen für das 21. Jahrhundert liegen hier dicht beieinander.</p>
<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-563" title="DSC00775" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/09/dsc007751.jpg?w=720&#038;h=620" alt="DSC00775" width="720" height="620" /></p>
<p style="text-align:center;">:: ::</p>
<p style="text-align:center;">:: ::</p>
<p style="text-align:center;">Am nächsten Morgen sind wir früh auf&#8230;.</p>
<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-564" title="DSC00785" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/09/dsc007851.jpg?w=720&#038;h=468" alt="DSC00785" width="720" height="468" /></p>
<p style="text-align:center;">:: ::</p>
<p style="text-align:center;">:: ::</p>
<p style="text-align:center;">Und das ohne Kaffee.</p>
<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-565" title="DSC00791" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/09/dsc007911.jpg?w=720" alt="DSC00791"   /></p>
<p style="text-align:center;">:: ::</p>
<p style="text-align:center;">:: ::</p>
<p style="text-align:center;">Der Innenhafen von Duisburg.</p>
<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-566" title="DSC00788" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/09/dsc007881.jpg?w=720&#038;h=720" alt="DSC00788" width="720" height="720" /></p>
<p style="text-align:center;">:: ::</p>
<p style="text-align:center;">:: ::</p>
<p style="text-align:center;">Ansonsten ist so früh noch nicht viel los.</p>
<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-567" title="DSC00801" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/09/dsc008011.jpg?w=720" alt="DSC00801"   /></p>
<p style="text-align:center;">:: ::</p>
<p style="text-align:center;">:: ::</p>
<p style="text-align:center;">Duisburg schläft noch.</p>
<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-568" title="DSC00811" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/09/dsc008111.jpg?w=720" alt="DSC00811"   /></p>
<p style="text-align:center;">:: ::</p>
<p style="text-align:center;">:: ::</p>
<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-569" title="DSC00812" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/09/dsc008121.jpg?w=720" alt="DSC00812"   /></p>
<p style="text-align:center;">:: ::</p>
<p style="text-align:center;">:: ::</p>
<p style="text-align:center;">Irgendwann müssen wir weiter. Bis Mülheim geht es flott voran, dann kommt Hartmut mit seinem Rad in eine Straßenbahnschiene und stürzt. Nachdem wir sein Knie verarztet haben und vom Apotheker mit Traubenzucker versorgt wurden, gehen wir ein Stück zu Fuß.</p>
<p style="text-align:center;">Hier lacht der Hartmut schon wieder und lässt sich von fremden Frauen ansprechen. Das Infomaterial, das er hier erhält, soll heute abend noch interessante Folgen haben.</p>
<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-570" title="DSC00819" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/09/dsc008191.jpg?w=720&#038;h=481" alt="DSC00819" width="720" height="481" /></p>
<p style="text-align:center;">:: ::</p>
<p style="text-align:center;">:: ::</p>
<p style="text-align:center;">Aber erst mal schauen wir die Margarethenhöhe an. Schon wieder total idyllisch und ganz grün.</p>
<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-571" title="DSC00823" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/09/dsc008231.jpg?w=720&#038;h=481" alt="DSC00823" width="720" height="481" /></p>
<p style="text-align:center;">:: ::</p>
<p style="text-align:center;">:: ::</p>
<p style="text-align:center;">Die Margarethenhöhe ist als Gartenstadt zu ihrer Zeit wegweisend gewesen.</p>
<p style="text-align:center;">Heute ist sie ein recht lebendiges bürgerliches Viertel.</p>
<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-572" title="DSC00827" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/09/dsc008271.jpg?w=720" alt="DSC00827"   /></p>
<p style="text-align:center;">:: ::</p>
<p style="text-align:center;">:: ::</p>
<p style="text-align:center;">Die Fahrt geht weiter mitten ins Ruhrgebiet. Sieht man, oder?</p>
<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-573" title="DSC00824" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/09/dsc008241.jpg?w=720&#038;h=481" alt="DSC00824" width="720" height="481" /></p>
<p style="text-align:center;">:: ::</p>
<p style="text-align:center;">:: ::</p>
<p style="text-align:center;">Jeder Fleccken Grün wird genutzt.</p>
<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-574" title="DSC00832" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/09/dsc008321.jpg?w=720&#038;h=386" alt="DSC00832" width="720" height="386" /></p>
<p style="text-align:center;">:: ::</p>
<p style="text-align:center;">:: ::</p>
<p style="text-align:center;">In Essen machen wir Mittagspause.</p>
<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-575" title="DSC00839" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/09/dsc008391.jpg?w=720&#038;h=481" alt="DSC00839" width="720" height="481" /></p>
<p style="text-align:center;">:: ::</p>
<p style="text-align:center;">:: ::</p>
<p style="text-align:center;">Der Himmel droht nur. Immerhin sieht es hier schon mal so aus, wie man sich das Ruhrgebiet so vorstellt.</p>
<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-576" title="DSC00842" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/09/dsc008421.jpg?w=720" alt="DSC00842"   /></p>
<p style="text-align:center;">:: ::</p>
<p style="text-align:center;">:: ::</p>
<p style="text-align:center;">Das Infoblättchen, das Hartmut in Mühlheim bekommen hatte, war eine Einladung zu einem Straßenfest der MLPD. Nachdem wir heute so viel Grün und kaum Pott gesehen hatten, erscheint uns das irgendwie reizvoll. Wir machen uns also auf nach Horst, um dort unsere anthropologischen Studien fortzusetzen. Kommunisten hatten wir bis jetzt noch nicht.</p>
<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-577" title="DSC00847" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/09/dsc008471.jpg?w=720&#038;h=292" alt="DSC00847" width="720" height="292" /></p>
<p style="text-align:center;">:: ::</p>
<p style="text-align:center;">:: ::</p>
<p style="text-align:center;">Unser Starfotograf &#8211; Immer auf der Suche nach neuen Models.</p>
<p style="text-align:center;">Hartmut hat wirklich eine fast 100-prozentige Erfolgsquote.</p>
<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-578" title="DSC00849" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/09/dsc00849.jpg?w=720&#038;h=522" alt="DSC00849" width="720" height="522" /></p>
<p style="text-align:center;">:: ::</p>
<p style="text-align:center;">:: ::</p>
<p style="text-align:center;">Da kann ich mich zum Fotografieren eigentlich nur noch auf die Schienen legen.</p>
<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-579" title="DSC00852" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/09/dsc008521.jpg?w=720&#038;h=582" alt="DSC00852" width="720" height="582" /></p>
<p style="text-align:center;">
<p style="text-align:center;">:: ::</p>
<p style="text-align:center;">:: ::</p>
<p style="text-align:center;">Und hier sind wir nun in Horst. Hartmut treibt natürlich sofort den Chef vom Ganzen auf.</p>
<p style="text-align:center;">Dr. Willi M. und seine Frau waren sehr freundlich und haben uns erst mal das MLPD-Gebäude und die Radktionsräume der &#8222;Roten Fahne&#8220; gezeigt.</p>
<p style="text-align:center;">Naja, politisch war das alles schon recht extrem&#8230;.</p>
<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-581" title="DSC00858" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/09/dsc008581.jpg?w=720&#038;h=522" alt="DSC00858" width="720" height="522" /></p>
<p style="text-align:center;">:: ::</p>
<p style="text-align:center;">:: ::</p>
<p style="text-align:center;">&#8230;.aber wir hatten unseren Spaß&#8230;</p>
<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-582" title="DSC00869" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/09/dsc008691.jpg?w=720&#038;h=481" alt="DSC00869" width="720" height="481" /></p>
<p style="text-align:center;">:: ::</p>
<p style="text-align:center;">:: ::</p>
<p style="text-align:center;">&#8230; und es wird spät.</p>
<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-583" title="DSC00860" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/09/dsc008601.jpg?w=720&#038;h=481" alt="DSC00860" width="720" height="481" /></p>
<p style="text-align:center;">:: ::</p>
<p style="text-align:center;">:: ::</p>
<p style="text-align:center;">Nachdem wir den Abend im Hotelzimmer ziemlich spät ausklingen lassen haben, sind wir am nächsten Morgen alle leicht verkatert.</p>
<p style="text-align:center;">Das heute schon die Rückreise angetreten werden muss, hellt die Stimmung auch nicht gerade auf.</p>
<p style="text-align:center;">Passend dazu finden wir ihn dann zwischen Gelsenkirchen und Bochum endlich: Den echten Pott.</p>
<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-584" title="DSC00872" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/09/dsc008721.jpg?w=720" alt="DSC00872"   /></p>
<p style="text-align:center;">:: ::</p>
<p style="text-align:center;">:: ::</p>
<p style="text-align:center;">Gelsenkirchen hat mehr zu bieten als nur Schalke.</p>
<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-585" title="DSC00878" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/09/dsc008781.jpg?w=720" alt="DSC00878"   /></p>
<p style="text-align:center;">:: ::</p>
<p style="text-align:center;">:: ::</p>
<p style="text-align:center;">Die Strecke nach Bochum radeln wir ohne große Unterbrechungen&#8230;</p>
<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-586" title="DSC00884" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/09/dsc008841.jpg?w=720&#038;h=481" alt="DSC00884" width="720" height="481" /></p>
<p style="text-align:center;">:: ::</p>
<p style="text-align:center;">:: ::</p>
<p style="text-align:center;">&#8230;mitten durch die Orte&#8230;</p>
<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-587" title="DSC00890" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/09/dsc008901.jpg?w=720&#038;h=481" alt="DSC00890" width="720" height="481" /></p>
<p style="text-align:center;">:: ::</p>
<p style="text-align:center;">:: ::</p>
<p style="text-align:center;">&#8230;bis wir in Bochum gastlich empfangen werden.</p>
<p style="text-align:center;">Übernachten brauchen wir hier nicht. Von hier geht es per Bahn zurück nach Hause.</p>
<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-588" title="DSC00897" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/09/dsc008971.jpg?w=720&#038;h=481" alt="DSC00897" width="720" height="481" /></p>
<p style="text-align:center;">
<p style="text-align:center;">
<p style="text-align:center;">
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/radreisen.wordpress.com/539/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/radreisen.wordpress.com/539/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/radreisen.wordpress.com/539/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/radreisen.wordpress.com/539/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/radreisen.wordpress.com/539/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/radreisen.wordpress.com/539/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/radreisen.wordpress.com/539/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/radreisen.wordpress.com/539/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/radreisen.wordpress.com/539/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/radreisen.wordpress.com/539/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/radreisen.wordpress.com/539/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/radreisen.wordpress.com/539/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/radreisen.wordpress.com/539/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/radreisen.wordpress.com/539/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=radreisen.wordpress.com&amp;blog=4404771&amp;post=539&amp;subd=radreisen&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>2009 Bohuslän (S)</title>
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		<pubDate>Sat, 22 Aug 2009 08:55:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>pehei</dc:creator>
				<category><![CDATA[2893509]]></category>

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		<description><![CDATA[Dieses Mal reisen wir ohne unsere Tochter, die mit einer Freundin in den Urlaub fährt. So fahren wir diesmal nur zu zweit nach Schweden. Da der Radtransport mit der Bahn in Schweden nicht ganz einfach ist, soll es diesmal ein Kreis von Göteborg zurück nach Göteborg werden. Über die Größe des Kreises gibt es keinen [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=radreisen.wordpress.com&amp;blog=4404771&amp;post=335&amp;subd=radreisen&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a name="top"></a> Dieses Mal reisen wir ohne unsere Tochter, die mit einer Freundin in den Urlaub fährt. So fahren wir diesmal nur zu zweit nach Schweden. Da der Radtransport mit der Bahn in Schweden nicht ganz einfach ist, soll es diesmal ein Kreis von Göteborg zurück nach Göteborg werden. Über die Größe des Kreises gibt es keinen genauen Plan. Wir fahren ins Blaue und wenn es irgendwo schön ist, bleiben wir vielleicht auch länger dort.</p>
<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-347" title="01 S-Karte" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/08/01-s-karte.jpg?w=720" alt="01 S-Karte"   /></p>
<p style="text-align:center;"><strong>+++ <a href="#foto">Fotostory</a> +++  <a href="#unterkunft">Unterkünfte</a> +++</strong></p>
<p><strong>Samstag, 25.7.09<br />
Frederickshavn</strong><br />
Nachdem wir unsere Tochter in Richtung Österreich verabschiedet haben, machen wir uns um kurz vor 8 selbst auf den Weg. Die Autofahrt nach Frederikshavn (DK) ist eine Höllentour. Von Bremen bis nach Dänemark reiht sich ein Stau an den anderen. Wir gehen es geduldig und entspannt an und freuen uns einfach etwas länger auf den Urlaub. Für 830km brauchen wir 13 Stunden. So spät fehlt uns am Ende Zeit und Lust zur Quartiersuche und  wir landen statt im B+B oder Hotel heute doch auf dem Zeltplatz [<a href="#unterkunft">1</a>].<br />
Die Zugalternative kommt mir jetzt trotz 5-maligen Umstiegs doch gar nicht mehr so unattraktiv vor. Schneller wäre sie aber auch nicht gewesen.</p>
<p><strong>Sonntag, 26.7.09  / sonnig<br />
Göteborg</strong><br />
Die Fährüberfahrt nach Göteborg ist  für sich schon ein kleines Highlight. Unsere Räder stehen diesmal im untersten Fahrzeugdeck neben Motorrädern und LKW. Es ist laut, es stinkt, es ist dunkel. Hier unten ist es echt gruselig. Neben unseren Rädern steht eine teure Honda Goldwing. Gurte zum Festzurren der Räder, bzw. der Motorräder gibt es nicht für alle. Gott sei dank ist die See ruhig. Würde die Goldwing auf unsere Räder kippen, wäre unser Urlaub gelaufen. Würden unsere Räder umkippen und die Goldwing verkratzen, müssten wir wahrscheinlich um unser Leben fürchten.<br />
Nach einer angenehmen Fahrt auf dem Sonnendeck folgt die Einfahrt nach Göteborg. Aus luftiger Höhe hat man vom Sonnendeck eine schöne Sicht auf die Schären. Von allen Fährüberfahrten ist dies bisher die spektakulärste.<br />
Nachdem wir uns eine Unterkunft in einem Vandrarhem [<a href="#unterkunft">2</a>] besorgt und uns mit Geld und Lebensmitteln versorgt haben, fahren wir noch mal in die Stadt. Dass heute Sonntag ist, merkt man nicht. Alle Läden sind offen, die Stadt brummt. Wir schauen einer Gruppe von Rappern zu, trinken Kaffee und machen anschließend noch eine kleine Stadtrundfahrt. So lange, bis es gegen halb neun zu kühl wird und wir uns in unser warmes Zimmer zurückziehen.<br />
Der Mensch von der Reception im Vandrarhem Linné ist ein netter Typ. Er ist völlig chaotisch organisiert und macht ständig drei bis vier Dinge gleichzeitig. Telefonieren, mit mir quatschen, Gäste einchecken, Überlegen warum die Jacke seiner kleinen Tochter auf der Theke liegt und gucken wo die Tochter wohl jetzt sein könnte, anderen Gästen das Schließsystem erklären, der Angestellten verklickern, dass Zimmer 35 noch geputzt werden muss und seinen Kuli suchen sind für ihn keine Dinge, die man nacheinander erledigen müsste. Der Typ ist ständig am rotieren. Weil er aber sehr hilfsbereit und amüsant ist, sieht man ihm die Gesprächspausen nach, wartet bis man wieder an der Reihe ist und genießt derweil das blanke Chaos, das hier herrscht.</p>
<p><strong>Montag, 27.7.09 / Regen<br />
Marstrand (45km)</strong><br />
Unser Frühstück nehmen wir in einem kleinen Café in der Nähe unseres Vandrarhems ein. Für 65 SEK bekommen wir soviel, dass es kaum zu schaffen ist. Das Café war wirklich gut gewählt, was man auch daran sieht, dass ziemlich viele Göteborger dort verkehren. Die machen mir allerdings Sorgen. Es ist kalt, es regnet &#8211; und die Schwedinnen laufen in ihrem dünnsten Sommerkleid und Gummistiefeln durch die Stadt. Das ist schön anzusehen, aber ich wage es nicht darüber nachzudenken, was mir das über das hiesige Klima sagt. Währenddessen nimmt der Regen kein Ende. Wir lassen uns Zeit. Unser Zimmer müssen wir sowieso erst um 12 räumen. Dann allerdings wirklich, weil es danach schon wieder vermietet ist. Wir müssen also weiter. Unser netter aber chaotischer Wirt ruft für uns in Marstrand an um ein Zimmer klarzumachen. So wissen wir bei dem Wetter wenigstens sofort wo wir hin müssen. Ganz einfach ist es nicht, aber am Ende treibt er doch noch eins auf. Es ist leicht zu finden: Hoch über dem Ort in einer alten Festung.<br />
Die Reservierung dauert natürlich. Zwischendurch muss noch mit zwei Gästen und der Tochter (&#8222;Hey, Olivia. oy, oy, oy, oy, oy, oyoy, oy, oy, oy&#8230;&#8220;) telefoniert werden, wegen der guten Gelegenheit die Connections nach Marstrand gepflegt werden und noch eine Frau an der Reception bedient werden. Der Mann lebt eindeutig herzinfarktgefährdet.<br />
Gegen zwölf brechen wir auf. Es regnet, meistens nicht all zu stark aber dafür dauerhaft. Der Wind kommt allerdings von hinten. Als nach 2/3 der Strecke der Regen aufhört schöpfen wir Hoffnung, dass wir doch noch trocken in Marstrand ankommen. Bis dahin sind wir mit unseren flatterigen Regenponchos gefahren. Die sind eigentlich sehr unpraktisch, aber momentan habe ich nichts besseres. Ich bin froh, dass ich das Ding jetzt endlich ausziehen kann und lasse es auch aus, als der Regen wieder etwas beginnt.<br />
Marstrand ist die letzte in einer Kette von Inseln, die alle mit Brücken und Dämmen verbunden sind. Bevor wir die sehr hohe Instönbrön passieren, überrede ich Heike, ihren Poncho auch lieber auszuziehen, da ich Angst habe, dass der Wind sie sonst vom Rad weht. Außerdem regnet es auch gerade nicht mehr.<br />
So erwischt uns der nächste Regenguss am Ende der Brücke ziemlich ungeschützt. Nun sind wir wirklich richtig nass. In den Schuhen steht das Wasser. Gut, dass es nicht mehr weit ist.<br />
Das Vandrerhem auf der Festung [<a href="#unterkunft">3</a>] ist ein echter Volltreffer. Wir beziehen ein gemütliches Zimmer hinter dicken Festungsmauern mit einer herrlichen Aussicht über die Schären und vor allem einer heißen Dusche.</p>
<p><strong>Dienstag, 28.7.09 / sonnig, windig<br />
Stenungsund (45km)</strong><br />
Frühstück gibt es heute mit Schären-Aussicht auf dem Zimmer. Als wir gegen 10.00 Uhr auschecken, geraten wir mitten in die Führung einer deutschen Reisegruppe. Wir fragen ob wir uns anschließen können und so lernen wir noch alles über Lasse-Maja, den omnipräsenten Volkshelden der Insel (Ein Dieb, der sein Handwerk in Frauenkleidern betrieben hat und in der Festung inhaftiert war), die Lebensbedingungen von Festungshäftlingen, deren Leben oft ziemlich kurz war, und kommen noch auf den Turm.<br />
Unten im Dorf haben wir die Fähre nach Tjörn verpasst. Die nächste fährt erst wieder sehr spät und so müssen wir leider den Landweg nehmen. Aber erst mal holen wir Marstrand nach, was gestern wegen des Regens etwas kurz gekommen ist. Bis Mittags sitzen wir am Hafen und schauen dem regen Treiben der Schiffe zu. Erst nach dem Mittagessen brechen wir auf. Die Strecke ist im Inland relativ unspektakulär aber wir kommen gut voran. In Stenungsund finden wir direkt hinter der ersten Brücke in Richtung Tjörn einen netten aber etwas nassen Campingplatz [<a href="#unterkunft">4</a>]. Es ist recht nett hier, auch wenn wir von den Nachbarn, einem älteren schwedischen Ehepaar, misstrauisch beäugt werden. Mein Gruß wird nicht erwidert, dafür wird durch die Gardine alles genauestens beobachtet. Nachdem sie sich an uns gewöhnt haben, gehen sie aber wieder ihrer normalen Tätigkeit nach: Holz sägen, Rasen mähen, Staubsaugen&#8230; es gibt immer was zu tun.<br />
Langsam füllt sich der Platz. Ein Wanderer schlägt sein Zelt auf. Wir wechseln ein paar Worte auf englisch, dann gehen wir erst mal zur Badestelle. Als wir wiederkommen steht neben uns ein weiteres Zelt. Wieder ein paar Worte auf englisch, dann ziehen sie ihrer Wege. Erst am Abend stellt sich heraus, dass eigentlich alle Deutsche oder Schweizer sind. Es wird ganz gemütlich. Als es dunkel wird, wirft die Gasfackel der Industrieanlage auf der anderen Seite des Sunds ein flackerndes Lagerfeuerlicht auf die ganze Szenerie, während Charlotte und Robert uns mit wertvollen Tipps für die Weiterfahrt versorgen. Die beiden suchen zur Zeit ein Haus in Schweden, weil sie auswandern wollen. Robert ist bestens dafür vorbereitet. Neben Schwedischkenntnissen hat er auch den kompletten Nahverkehrsplan von ganz Schweden im Kopf. Von ihm stammt der Tipp, dass nicht die Züge das Verkehrsmittel der Wahl in Schweden sind, sondern die Express-Busse und die würden seiner Meinung nach auch Fahrräder mitnehmen. Morgen ruft er für uns bei Västtrafik an, um das abzuklären.</p>
<p><strong>Mittwoch, 29.7.09 / bewölkt<br />
Malö (45km)</strong><br />
Heute bummeln wir. Lange schlafen, Frühstück, mit Charlotte und Robert den Bustransfer regeln (es geht)&#8230; bis wir loskommen ist es 12.00 Uhr.<br />
Die Fahrt über Tjörn ist nicht so schön.  Besser und kürzer wäre hier die Fähre nach Svanvik gewesen. Wegen der Brücken müssen wir immer auf der Hauptstraße mit viel Verkehr bleiben. Die Schweden sind sehr rücksichtsvolle Autofahrer aber es ist halt sehr laut. Immerhin fühlen wir uns aber auf der vollsten schwedischen Landstraße sicherer als auf so manchem deutschen Radweg. Nicht ein mal überholt ein Auto bei Gegenverkehr oder kurz vor der Kurve und immer halten sie reichlich Abstand. Die schwedische Gelassenheit ist beeindruckend. Unsere deutsche, straßenkampferprobte Sicherheitsfahrweise (Reichlich Abstand zum Straßenrand um im Notfall noch Platz zum Ausweichen  zu haben und die Autofahrer nicht zu gefährlichen Überholmanövern zu animieren) können wir schon bald ablegen. Schwedische Radwege sind allerdings mit Ausnahme von Göteborg fast noch schlimmer als in Deutschland. Wenn es sie denn gibt, sind sie völlig unübersichtlich, hören ohne klare Verkehrsführung urplötzlich auf oder führen plötzlich von der Straße weg um in einer Wohnsiedlung zu enden.<br />
Nach der Mittagspause, in der wir mal richtig in schwedischem Zeug schwelgen, wird es besser. Die Insel Orust überqueren wir auf Nebenwegen. Idyllisch.<br />
Unser Zielcampingplatz liegt auf der nächsten Insel Malö. Während wir auf die Fähre warten, stößt Matthias aus Bonn zu uns und spricht uns an. Klar, dass er uns gleich als Deutsche erkennt. Seine Packtaschenausrüstung ist mit unserer praktisch identisch. Wie wir möchte er auf den Malö-Campingplatz [<a href="#unterkunft">5</a>]. Der ist eine echte Überraschung. Wir zelten direkt am Wasser mit Blick auf die Schären. Leider ist er auch ziemlich voll.<br />
Auch mit Matthias lässt es sich abends nett plaudern. Er hat mal ein halbes Jahr in Stockholm gearbeitet und spricht fließend schwedisch.</p>
<p><strong>Donnerstag, 30.7.09 / bewölkt, Schauer<br />
Lysekil (18km)</strong><br />
Nachts hat es geregnet, aber als wir aufstehen hat der Wind das Zelt schon fast wieder trocken geblasen. Unser Frühstück dürfen wir schon wieder auf unserem zelteigenen Aussichtsfelsen einnehmen.<br />
Gut, dass wir nicht zu spät aufgestanden sind, im Waschhaus wird es ganz schön eng. Auf dem völlig überfüllten Platz stehen nur 2 Waschbecken, 2 WC und 2 Duschen zur Verfügung. Wir beschließen, uns bis zum Ende der schwedischen Ferien erst mal ins Inland zu verkrümeln.<br />
Die Fahrt geht bei heftigem Seitenwind und bewölktem Himmel durch eine abwechslungsreiche Landschaft. Von Fiskebäckskil mit seinen putzigen Holzhäusern nehmen wir die Fähre nach Lysekil. Dort legt gerade der historische Dreimaster &#8222;Götheborg&#8220; an. Die Mannschaft trägt historische Uniformen. Es ist ein interessantes Schauspiel.<br />
Als wir gerade unser Mittagessen eingekauft haben, überrascht uns ein heftiges Gewitter. Unter einer überdachten Bühne in einem Park finden wir Schutz und richten uns auf eine längere Pause ein. Wir wollten ja sowieso gerade Mittag machen. Leider haben wir genau das Wohnzimmer der örtlichen Pennerclique erwischt und wir haben uns nicht mal die Schuhe ausgezogen.<br />
Nach und nach treffen sie alle ein. Manche noch ganz normal aussehend, andere schon deutlich heruntergekommen, mit stinkenden Hunden und lautstark alkoholvernebeltes Zeug absondernd. Als noch ein zahnloser alter Schwede dazustößt, wird es unangenehm. Sofort stürzt er sich auf die beiden Touristen und freut sich zwei neue Freunde fürs Leben gefunden zu haben. In kaum zu verstehendem Englisch erzählt er uns sein Leben, lacht sich dabei kaputt und beendet jeden Satz mit &#8222;Don&#8217;t worry, be happy&#8220;. Wir sind froh, als der Regen nachlässt und wir uns davonmachen können. So richtig wird das mit dem Wetter heute nichts mehr und auf einen zweiten Tag wie Montag haben wir keine Lust. So nehmen wir uns ein Zimmer [<a href="#unterkunft">6</a>] und beenden die Etappe. Sind wir halt doch noch mal am Meer.<br />
Abends geht es in den Ort. Der Wind hat mittlerweile Sturmstärke angenommen. Im Fjord haben die Wellen weiße Schaumkronen und es pfeift ordentlich um die Masten der Segelschiffe. Ganz schön zum spazieren gehen aber gut, dass wir nicht weiter gefahren sind.</p>
<p><strong>Freitag, 31.7.09 / Sturm</strong><br />
Morgens treibt der Sturm den Regen gegen unser Fenster. Es sieht nach Weltuntergang aus. Heute bleiben wir hier. Nach einem Umzug ins Gartenhaus unseres Vermieters warten wir auf besseres Wetter. Das stellt sich ab Mittag dann auch wunschgemäß ein.<br />
Wir brechen zu einer Klippenwanderung auf. Bei gefühlter Windstärke 35 lassen wir uns ordentlich durchpusten und müssen aufpassen, dass wir nicht ins Meer geweht werden. Eine Mordsgaudi.</p>
<p><strong>Samstag, 1.8.09 / sonnig<br />
Svarteborg (41km)</strong><br />
Morgens um 6.00 Uhr schaut die Sonne durchs Fenster. Unser Gästebett im Gartenhaus lädt wirklich nicht dazu ein, sich noch einmal umzudrehen und so kommen wir heute früh los. Ein freundlicher Wind treibt uns an, die Sonne scheint und die Landschaft ist idyllisch. Wälder und Wiesen bedecken die Hügel, nur unterbrochen von Felsen und bunten Holzhäusern. Stille.<br />
Um 12.00 Uhr sind wir schon an unserem heutigen Tagesziel in Svarteborg. Hier finden wir am &#8222;Stencentrum&#8220; einen ruhigen, sehr einfachen Campingplatz vor [<a href="#unterkunft">7</a>]. Das Stencentrum bietet hübsche Dinge zum Zustauben an. Zum Glück alles aus Granit und damit nicht transportabel. Das angeschlossene Café nutzen wir hingegen gerne. Die schwedische Art gefällt mir. Der Kaffee steht in einer Thermoskanne oder auf einer Warmhalteplatte bereit. Man bedient sich einfach selber, zahlt seine 15 SEK und gut. Das ist irgendwie familiär und gemütlich. Manchmal ist dafür auch noch eine zweite Gratistasse drin, aber woran man das erkennt, habe ich noch nicht durchschaut. Es geht wahrscheinlich nur, wenn der Wirt selbst einschenkt.<br />
Den Rest des Tages liegen wir faul in der Sonne, wenn wir nicht gerade auf irgendwelche Aussichtsfelsen steigen oder zum See gehen (leider keine Badestelle auf der Campingplatzseite).<br />
Abends hüllt dichter Rauch den Platz ein. Jedes Zelt hat seine eigene Feuerstelle. Nur wir waren natürlich zu faul und haben kein Holz gesammelt. Die Mücken haben aber auch so keine Chance. Dafür sorgen unsere Nachbarn schon.</p>
<p><strong>Sonntag, 2.8.09 / sonnig<br />
Bergetappe bis ans Ende von Schweden (45km)</strong><br />
Heute geht es in die Berge. Nicht, dass es bisher topfeben gewesen wäre aber heute setzen wir noch einen drauf. Lange Anstiege bringen uns hoch an den Rand des Kynnefjälls östlich des Bullaresjös. Den See bekommen wir dabei kaum zu Gesicht, aber die Landschaft und die Abgeschiedenheit belohnen die Mühe auch so.<br />
Mittagspause in Mickelskogen. Den Ort gibt es eigentlich gar nicht, sondern nur eine Ansammlung weit verstreuter Höfe und Häuser in der Nähe einer Sandpiste. Wir sitzen auf einem Hügel in der Sonne und können einen guten Teil des &#8222;Dorfes&#8220; überblicken. Die Jugend vertreibt sich den Sonntag, indem sie mit Moppets oder Quads durch die Felder brettert. Wie das wohl ist, hier aufzuwachsen und zu leben? Die meisten Häuser betreiben keine Landwirtschaft. Hier hat man offensichtlich weite Wege zur Arbeit. Im Mittelalter gab es in Schweden noch viel mehr richtige Dörfer. Erst im 19.Jahrhundert wurden sie durch Bodenreformen auseinandergerissen und die Höfe kamen dort hin wo die Felder lagen. Astrid Lindgrens Großeltern dürften das vielleicht noch miterlebt haben.<br />
Am Ende des Sees, kurz vor der norwegischen Grenze, finden wir eine kuschelige Hütte [<a href="#unterkunft">8</a>] direkt am See mit reichlich Platz drumrum und eigener Badestelle. Hier bleiben wir erst mal ein paar Tage.</p>
<p><strong>Montag-Donnerstag, 3.-6.8.09 / Regen+Sonne<br />
Pausetage in Vassbotten</strong></p>
<p>&#8230;..Hier gibt es nichts außer einem kleinen Kramladen, einem Campingplatz mit Bootsverleih, der Straße nach Norwegen, einem Wasserfall, dem See und den Wäldern. Wir genießen die Ruhe. Die ersten beiden Tage sind etwas verregnet. Für zwei kleine Wanderungen zum Elchwasserfall reicht es trotzdem. Der Elchfall ist mit 46m Bohusläns höchster halber Wasserfall. Die andere Hälfte gehört zu Norwegen.<br />
Überhaupt Elche: Langsam glaube ich ja, es gibt gar keine Elche in Schweden und das ganze ist nur ein Werbegag von IKEA und Mercedes. Wenn es welche gäbe, müsste man doch mal einen sehen.<br />
&#8230;..Am zweiten Tag setzt nachmittags endlich das angekündigte Badewetter ein.<br />
Wenn man sich ein Boot mietet, braucht man nur um die nächste Ecke paddeln und hat eine Badestelle ganz für sich allein.<br />
&#8230;..Auf dem Gelände gibt es drei Stugars (Hütten). Die größte war bei unserer Ankunft schon an eine holländische Familie vermietet. Die sind sehr nett, aber der Kontakt beschränkt sich auf gelegentliche Smalltalks an der Badestelle. In das mittlere Haus ziehen nach ein paar Tagen drei holländische junge Männer ein. Die drei werden von einem Vater der drei in der Wildnis zum Angeln ausgesetzt, danach fährt Vattern wieder weg. &#8222;The three guys&#8220; zelebrieren gepflegte Langeweile. Vor Mittag sieht man sie selten. Dann wird antriebslos einzeln über den Platz getrottet. Irgendwann rafft man sich auf um gemeinsam zum Laden zu gehen und die Ölvorräte aufzufüllen. Nachmittags geht es dann mit dem Boot auf den See zum Angeln. D.h. einer rudert ständig hin und her, einer stippt die Angel mal hier hin und mal dort hin und einer liegt dösend im Heck. Zum Mittagessen gibt es übrigens Fischstäbchen aus der Mikrowelle.<br />
&#8230;..Lars, unser Vermieter, glaubt nicht, dass man Fahrräder in Bussen transportieren kann. Ich glaube es doch. Wir haben schließlich bei Västtraffik gefragt und Robert hat es gesehen. Lars Unglaube zahlt sich  für uns aus. Er recherchiert im Internet und stellt fest, dass die Bahn Strömstadt-Göteborg sehr wohl Räder mitnimmt und zwar ohne Umsteigen und ohne Reservierung solange der Platzvorrat reicht. Betreiber der Bahn ist ebenfalls Västtrafik.</p>
<p><strong>Freitag, 7.8.09 / Sonne satt<br />
Strömstadt (37km)</strong><br />
Heute müssen wir weiter. Morgen ziehen neue Mieter in unsere kleine Hütte ein und eigentlich fehlt uns ja auch noch ein Stück Schärenküste. Sofort zu Anfang geht es erst mal 3km steil bergan. Danach geht es die nächsten 30km Richtung Meer und das liegt unten. Bis Skee dauert der Spaß, dann heißt es noch mal einen kleinen Bergkamm zu überwinden und wir sind in Strömstad. Gegen die Einsamkeit der letzten Tage ist der Ort direkt ein Kulturschock. An der Badestelle des Campingplatzes [<a href="#unterkunft">9</a>] geht es zu wie im Freibad, dabei ist es dort noch nicht mal richtig schön. Auch der Zeltplatz ist rappelvoll. Nach einer Mittagspause fahren wir erst mal in den Ort, kaufen ein und beobachten das Gewimmel der Fähren und Yachten. Langsam wird es besser. Wir sind wieder in der Zivilisation.<br />
Die Sache mit der Rückfahrt lässt mir keine Ruhe. Am Busbahnhof steht gerade der Bus nach Göteborg. Die Gepäckabteile sind schon ziemlich voll und auch wenn sie leer wären ist mir schleierhaft wie zwei Räder ohne Schäden in die engen Gepäckluken passen sollen. Das wir auch den Zug nehmen können beruhigt mich doch sehr.</p>
<p><strong>Samstag, 8.8.09 / sonnig + warm<br />
Grebbestad (55km)</strong><br />
Die ersten 10km gehen an einer verkehrsreichen Hauptstraße entlang, danach wird es besser. Es ist ziemlich warm heute, so sind wir froh als wir in Grebbestad ankommen.  Leider sind die Campingplätze, wie nicht anders zu erwarten, ziemlich überfüllt. Hütten sind dort erst recht keine mehr zu kriegen. Wir würden gerne etwas länger bleiben aber ohne Kühlschrank hat das keinen Zweck. Als wir gerade aufgeben wollen, sehen wir ein Schild mit der Aufschrift &#8222;Stuga&#8220; und einer Telefonnummer am Straßenrand. Ein Anruf und die Sache ist geritzt. Die Hütte [<a href="#unterkunft">10</a>] steht auf einem kleinen ehemaligen Bauernhof. Man kommt sich vor wie bei Michel aus Lönneberga. Es gibt das Huhn Hinke-Lotta, einen Fahnenmast (Klein-Ida ist hier allerdings ein Junge) und eine Trissebude, sprich Plumpsklo.<br />
Die Dusche ist eine Zumutung, die Hütte selber ist allerdings ganz gemütlich und vor allem steht sie nicht auf einem völlig überfülltem Campingplatz. Da auch der Preis stimmt, nehmen wir sie. Auf dem Weg zur Badestelle müssen wir sowieso über den Campingplatz und dort sind schließlich auch Duschen.<br />
Abends geht es noch mal nach Grebbestad, wo wir am Hafen einen hervorragenden Fisch serviert bekommen. Wenn man die Campingplätze meidet ist es hier sehr schön.</p>
<p><strong>Sonntag-Dienstag, 9.8.09-11.8.09 / mal sonnig, mal bewölkt<br />
Rund um Grebbestad (105km)</strong><br />
Wir gehen Baden oder Essen, machen Ausflüge, grillen und tun was Touristen so tun.<br />
&#8230;..Unsere Vermieter sind eine junge Familie mit drei Jungen im Kleinkind- und Vorschulalter. Die beiden ältesten haben uns irgendwie ins Herz geschlossen und versuchen regelmäßig mit uns zu reden. Mit ihren wenigen Brocken Englisch scheitert das meistens schon im Ansatz. Am besten funktioniert es, wenn sie einfach schwedisch reden. Wenn man Glück hat hört man dann die Schlüsselwörter heraus. Ihnen das zu erklären scheitert mit meinen wenigen Brocken Schwedisch leider schon im Ansatz.<br />
&#8230;..Man muss nicht immer alles sehen, was im Reiseführer steht. Ein durchaus lohnendes Ziel sind jedoch die Felsritzungen von Tanum. Diese bronzezeitlichen Zeichnungen gibt es eigentlich überall im Bohuslän verstreut, sie sind aber nicht so einfach zu finden. Da es rund um Tanumshede besonders viele auf kleinem Raum gibt, hat man die teilweise stark verwitterten Ritzungen mit roter Farbe ausgemalt um sie besser sichtbar zu machen. Man beginnt im Vitlycke-Museum. Die sehr schön gemachte Ausstellung erklärt die geschichtlichen Hintergründe der Zeichnungen. Neben einem Shop und einem Café  gibt es im Museum ein Faltblatt mit einer Karte, auf der die einzelnen Fundstätten der Umgebung verzeichnet sind. Die erste große ist gleich vor der Tür, danach muss man fahren und auch eine kleine Wanderung ist dabei.<br />
&#8230;..In Grebbestadt erwischt uns ein Unwetter. Pottschwarz zieht es vom Meer heran. Wir können gerade noch in ein Buswartehaus flüchten, bevor ein Sturzregen herunterkommt und unser Wartehäuschen und den benachbarten Supermarkt flutet. Die Blitze schlagen ringsum in beängstigender Nähe ein. Mit uns zusammen ist noch ein junges Mädchen und -natürlich- der Ortsalkoholiker in der Glaskiste gefangen. Er zwingt uns ein anfangs nicht unangenehmes Gespräch auf bis er anscheinend auf sein Lieblingsthema kommt. Mit guter Kenntnis der historischen Daten möchte er uns davon überzeugen, dass die Reichskristallnacht nur ein Fake war und die Juden ihre Synagogen selbst angezündet haben. Er redet sich richtig in Rage und ich komme langsam zu der Überzeugung, dass es in Schweden besser ist, den Regen auszuhalten statt vor ihm unterzukriechen. Wir ersparen es uns herauszufinden, ob die Juden in Ausschwitz vielleicht auch noch kollektiven Selbstmord begangen haben, indem wir uns demonstrativ abwenden und so bald es geht flüchten. Den restlichen Regen warten wir im System Bolaget (dem staatlichen Spritladen für alles ab 4%) und im nahen Supermarkt (wir haben ja wasserfeste Sandalen) ab. Eine Stunde später scheint wieder die Sonne und wir können ein Picknick auf die Klippen über der Stadt schleppen. Von hier hat man einen schönen Blick auf die Stadt, den Hafen und den Schärengarten.<br />
&#8230;..Das Naturschutzgebiet um die Ecke bietet warme Steine mit integriertem Meeresrauschen. Wir sonnen uns wie die Eidechsen. Etwas exklusiver ist der Besuch der Inseln Trossö-Kalvö-Lindö. In Havstensund endet die Straße. Die nachfolgenden drei Inseln sind nicht ans Festland angeschlossen. Es gibt auch keine Fähre. Wer hier wohnt, hat ein eigenes Boot und über die Inseln führt nur ein grüner Pfad. Autos gibt es keine. Wenn man sich etwas umhört findet man ein Fischerboot, das einen rüber bringt und zur vereinbarten Zeit wieder abholt. Allerdings zum Taxipreis.<br />
&#8230;..Ein Lokal, dass nur unbequeme Bänke und minimalistische Deko bietet und trotzdem rappelvoll ist, muss gut sein. Das ist bei &#8222;Hanssons Fisk und Skalendjur&#8220; der Fall. Vorne ist ein Fischgeschäft und hinten werden die Reste vom Tag zu günstigen Preisen im Restaurant serviert. Wir schwelgen in Shrimps, Muscheln und Langusten.</p>
<p><strong>Mittwoch, 12.8.09 / sonnig<br />
Göteborg</strong><br />
Nach einer problemlosen Zugfahrt kommen wir kurz nach Mittag in Göteborg an. Diesmal wohnen wir sehr zentral mitten in der Stadt [<a href="#unterkunft">11</a>]. Der Plan war eigentlich die Kreditkarte qualmen zu lassen, weil Outdoor-Kleidung hier recht günstig ist. Nützt aber nix, wenn man nix findet. Irgendwann geben wir es auf und lassen uns nur noch treiben. Wir sind mitten in ein Festival geplatzt. Überall ist etwas los und abends ist an jeder Ecke Musik.</p>
<p><strong>Donnerstag, 13.8.09 / sonnig</strong><br />
Göteborg zeigt sich nochmal von seiner schönsten Seite. Es ist angenehm warm. Die neu angekommenen Touristen haben alle Jacken an. Wir sitzen in unserer dünnsten Sommerkleidung in einem Straßenkaffee mit Blick auf die improvisierte Bühne für Varieté-Künstler. Die Vorstellung ist praktischerweise auf englisch.<br />
Um 15.00 Uhr ist unser Urlaub dann leider viel zu schnell zu Ende und die Fähre bringt uns zurück nach Dänemark.<br />
Unser erster Schwedenurlaub wird bestimmt nicht unser letzter gewesen sein. Die Landschaft ist schön, klar. Aber das ist sie woanders auch. Sogar bei höheren Temperaturen. Es war vor allem die schwedische Gelassenheit und Freundlichkeit, die wir toll fanden. Und das Essen. Nur schade, dass es in Schweden keine Elche gibt.</p>
<p><strong><a name="foto"></a>Die Fotostory:</strong></p>
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<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-399" title="0001 Hinfahrt" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/08/0001-hinfahrt.jpg?w=720&#038;h=366" alt="0001 Hinfahrt" width="720" height="366" /></p>
<p style="text-align:center;">Die Hinfahrt ist eine Höllentour&#8230;</p>
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<img class="aligncenter size-full wp-image-400" title="0101-2" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/08/0101-2.jpg?w=720&#038;h=505" alt="0101-2" width="720" height="505" /></p>
<p style="text-align:center;">&#8230;was allerdings durch die Fährüberfahrt reichlich entschädigt wird.</p>
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<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-401" title="0101-4" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/08/0101-4.jpg?w=720&#038;h=505" alt="0101-4" width="720" height="505" /></p>
<p style="text-align:center;">Blick vom Sonnendeck der Fähre</p>
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<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-402" title="0102-3" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/08/0102-3.jpg?w=720&#038;h=469" alt="0102-3" width="720" height="469" /></p>
<p style="text-align:center;">Göteborg&#8230;</p>
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<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-403" title="0102" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/08/0102.jpg?w=720&#038;h=653" alt="0102" width="720" height="653" /></p>
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<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-404" title="0102-1" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/08/0102-1.jpg?w=720&#038;h=302" alt="0102-1" width="720" height="302" /></p>
<p style="text-align:center;">&#8230; ist auch Sonntags voller Leben.</p>
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<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-405" title="0201-0" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/08/0201-0.jpg?w=720&#038;h=486" alt="0201-0" width="720" height="486" /></p>
<p style="text-align:center;">Nach einer Regenfahrt&#8230;</p>
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<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-406" title="0202" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/08/0202.jpg?w=720" alt="0202"   /></p>
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<p style="text-align:center;">&#8230;kommt uns unser Hotel auf der Festung Carlsten in Marstrand wie ein Traum vor</p>
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<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-407" title="0301-4" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/08/0301-4.jpg?w=720&#038;h=487" alt="0301-4" width="720" height="487" /></p>
<p style="text-align:center;">Marstrand. Alles wieder gut.</p>
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<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-408" title="0301-2" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/08/0301-2.jpg?w=720&#038;h=483" alt="0301-2" width="720" height="483" /></p>
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<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-409" title="0302" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/08/0302.jpg?w=720" alt="0302"   /></p>
<p style="text-align:center;">In Stenungssund wird erst mal die Badestelle aufgesucht&#8230;</p>
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<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-410" title="0302-1" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/08/0302-1.jpg?w=720&#038;h=361" alt="0302-1" width="720" height="361" /></p>
<p style="text-align:center;">&#8230; Die ist zwar noch zu kalt zum Baden aber sehr gemütlich.</p>
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<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-411" title="0302-2" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/08/0302-2.jpg?w=720&#038;h=542" alt="0302-2" width="720" height="542" /></p>
<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-412" title="0302-3" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/08/0302-3.jpg?w=720&#038;h=460" alt="0302-3" width="720" height="460" /></p>
<p style="text-align:center;">Die Gasfackel der Industrieanlage auf der anderen Seite des Sunds taucht unseren Campingplatz in ein gemütliches Lagerfeuerlicht</p>
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<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-413" title="0402" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/08/0402.jpg?w=720&#038;h=467" alt="0402" width="720" height="467" /></p>
<p style="text-align:center;">Auf der Insel Malö zelten wir mit Blick auf die Schären. Wenn man nicht nach hinten guckt, bleibt die Illusion eines exklusiven Plätzchens.</p>
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<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-414" title="0501" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/08/0501.jpg?w=720&#038;h=521" alt="0501" width="720" height="521" /></p>
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<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-415" title="0502" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/08/0502.jpg?w=720&#038;h=493" alt="0502" width="720" height="493" /></p>
<p style="text-align:center;">Fiskebäckskill mit seinen putzigen Holzhäusern.</p>
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<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-416" title="0503-3" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/08/0503-3.jpg?w=720&#038;h=226" alt="0503-3" width="720" height="226" /></p>
<p style="text-align:center;">Bis Lysekil kommen wir, dann beendet ein Regenguss unsere Fahrt&#8230;</p>
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<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-417" title="0503-1" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/08/0503-1.jpg?w=720" alt="0503-1"   /></p>
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<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-418" title="0503-2" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/08/0503-2.jpg?w=720&#038;h=475" alt="0503-2" width="720" height="475" /></p>
<p style="text-align:center;">Der Segler &#8222;Götheborg&#8220; liegt für ein paar Tage in Lysekil</p>
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<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-419" title="0602 Schwedendesign" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/08/0602-schwedendesign.jpg?w=720&#038;h=505" alt="0602 Schwedendesign" width="720" height="505" /></p>
<p style="text-align:center;">Unsere Unterkunft ist entweder eine Müllhalde oder ein Museum</p>
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<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-420" title="0504" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/08/0504.jpg?w=720&#038;h=479" alt="0504" width="720" height="479" /></p>
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<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-425" title="0601-3" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/08/0601-31.jpg?w=720&#038;h=484" alt="0601-3" width="720" height="484" /></p>
<p style="text-align:center;">Mit dem Rad fahren wir zu den Klippen in Lysekil. Es geht einen ordentlichen Berg hinunter. Wenn man sich rollen lässt, ist man kaum schneller als ein Fußgänger, weil ein ausgewachsener Sturm von vorne bläst.</p>
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<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-422" title="0601-4" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/08/0601-4.jpg?w=720&#038;h=393" alt="0601-4" width="720" height="393" /></p>
<p style="text-align:center;">Eine Felsenwanderung&#8230;</p>
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<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-423" title="0601-7" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/08/0601-7.jpg?w=720&#038;h=521" alt="0601-7" width="720" height="521" /></p>
<p style="text-align:center;">&#8230; bei Sturm</p>
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<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-426" title="0601-6" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/08/0601-61.jpg?w=720&#038;h=511" alt="0601-6" width="720" height="511" /></p>
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<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-427" title="0601" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/08/0601.jpg?w=720" alt="0601"   /></p>
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<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-428" title="0601-5" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/08/0601-5.jpg?w=720" alt="0601-5"   /></p>
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<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-429" title="0701" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/08/0701.jpg?w=720&#038;h=499" alt="0701" width="720" height="499" /></p>
<p style="text-align:center;">Es geht weiter. Der Sturm hat besseres Wetter gebracht.</p>
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<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-430" title="0801-1" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/08/0801-1.jpg?w=720&#038;h=532" alt="0801-1" width="720" height="532" /></p>
<p style="text-align:center;">Der Bullaresjö: Ein langgestreckter See im Inland.</p>
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<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-431" title="0801" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/08/0801.jpg?w=720" alt="0801"   /></p>
<p style="text-align:center;">Wir nähern uns Norwegen.</p>
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<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-432" title="0901-10" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/08/0901-10.jpg?w=720" alt="0901-10"   /></p>
<p style="text-align:center;">In Vassbotten, direkt am Grenzübergang nach Norwegen, machen wir ein paar Tage Pause am See.</p>
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<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-433" title="0901-1" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/08/0901-1.jpg?w=720&#038;h=510" alt="0901-1" width="720" height="510" /></p>
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<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-434" title="0901-4" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/08/0901-4.jpg?w=720&#038;h=512" alt="0901-4" width="720" height="512" /></p>
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<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-435" title="0901-6" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/08/0901-6.jpg?w=720&#038;h=500" alt="0901-6" width="720" height="500" /></p>
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<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-436" title="0901-12" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/08/0901-12.jpg?w=720&#038;h=459" alt="0901-12" width="720" height="459" /></p>
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<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-437" title="0901" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/08/0901.jpg?w=720" alt="0901"   /></p>
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<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-438" title="0902-5" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/08/0902-5.jpg?w=720&#038;h=500" alt="0902-5" width="720" height="500" /></p>
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<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-439" title="0902-2" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/08/0902-2.jpg?w=720" alt="0902-2"   />Der Elchfall. Bohusläns höchster halber Wasserfall</p>
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<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-440" title="0902-7" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/08/0902-7.jpg?w=720&#038;h=624" alt="0902-7" width="720" height="624" /></p>
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<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-441" title="1001" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/08/1001.jpg?w=720&#038;h=489" alt="1001" width="720" height="489" />Es geht weiter. Wir wären gerne noch etwas länger hier geblieben.</p>
<p style="text-align:center;">:: ::</p>
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<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-442" title="1002" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/08/1002.jpg?w=720&#038;h=517" alt="1002" width="720" height="517" />Strömstad</p>
<p style="text-align:center;">:: ::</p>
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<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-443" title="1101-6" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/08/1101-6.jpg?w=720&#038;h=508" alt="1101-6" width="720" height="508" />In der Nähe von Grebbestad gehen wir schon wieder vor Anker.</p>
<p style="text-align:center;">:: ::</p>
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<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-444" title="1102-5" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/08/1102-5.jpg?w=720&#038;h=315" alt="1102-5" width="720" height="315" />Der &#8222;Michelhof&#8220; beherbergt uns für vier Tage</p>
<p style="text-align:center;">:: ::</p>
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<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-452" title="1102-1" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/08/1102-1.jpg?w=720&#038;h=503" alt="1102-1" width="720" height="503" /></p>
<p style="text-align:center;">:: ::</p>
<p style="text-align:center;">:: ::</p>
<div id="attachment_445" class="wp-caption aligncenter" style="width: 730px"><a href="http://www.flickr.com/photos/annettfotos/3464809143/" target="_blank"><img class="size-full wp-image-445" title="Schalengetier" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/08/schalengetier.jpg?w=720&#038;h=540" alt="Schalengetier" width="720" height="540" /></a><p class="wp-caption-text">Bildautor: annett.s</p></div>
<p style="text-align:center;">Die Schweden lieben Schalentiere&#8230;</p>
<p style="text-align:center;">
<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-446" title="0902-3" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/08/0902-3.jpg?w=720" alt="0902-3"   />&#8230;und fette Amischlitten&#8230;</p>
<p style="text-align:center;">
<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-447" title="0902-4" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/08/0902-4.jpg?w=720&#038;h=447" alt="0902-4" width="720" height="447" />&#8230;je größer, desto besser&#8230;</p>
<p style="text-align:center;">
<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-448" title="1102" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/08/1102.jpg?w=720" alt="1102"   />&#8230;völlig logisch, dass Arvids Lieblingsspielzeug ein Hummer ist&#8230;</p>
<p style="text-align:center;">
<p style="text-align:center;">
<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-449" title="1102-2" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/08/1102-2.jpg?w=720&#038;h=483" alt="1102-2" width="720" height="483" /></p>
<p style="text-align:center;">&#8230;auch wenn er manchmal die Kontolle darüber verliert.</p>
<p style="text-align:center;">:: ::</p>
<p style="text-align:center;">:: ::</p>
<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-450" title="1101-3" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/08/1101-3.jpg?w=720" alt="1101-3"   />Wir verbringen ein paar schöne Tage hier&#8230;</p>
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<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-451" title="1101-8" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/08/1101-8.jpg?w=720&#038;h=477" alt="1101-8" width="720" height="477" />&#8230;machen Ausflüge&#8230;</p>
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<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-453" title="1101-9" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/08/1101-9.jpg?w=720&#038;h=499" alt="1101-9" width="720" height="499" />&#8230;nach Havstensund&#8230;</p>
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<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-454" title="1101-10" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/08/1101-10.jpg?w=720&#038;h=487" alt="1101-10" width="720" height="487" />&#8230; und zur Insel Lindö..</p>
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<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-455" title="1101-12" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/08/1101-12.jpg?w=720&#038;h=514" alt="1101-12" width="720" height="514" /></p>
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<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-456" title="1101-11" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/08/1101-11.jpg?w=720&#038;h=483" alt="1101-11" width="720" height="483" />&#8230; wo es keine Autos und keine Straßen gibt.</p>
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<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-457" title="1201" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/08/1201.jpg?w=720&#038;h=424" alt="1201" width="720" height="424" />Selbstverständlich statten wir auch den bronzezeitlichen Felsritzungen von Tanum einen Besuch ab</p>
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<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-458" title="1201-3" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/08/1201-3.jpg?w=720&#038;h=465" alt="1201-3" width="720" height="465" /></p>
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<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-459" title="1201-6" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/08/1201-6.jpg?w=720" alt="1201-6"   /></p>
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<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-461" title="1101-13" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/08/1101-131.jpg?w=720&#038;h=502" alt="1101-13" width="720" height="502" />Schön ist es auf den warmen Felsen zu liegen und den Blick über das Meer schweifen zu lassen&#8230;</p>
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<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-462" title="1102-4" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/08/1102-4.jpg?w=720&#038;h=491" alt="1102-4" width="720" height="491" /></p>
<p style="text-align:center;">&#8230;oder auf unserer Terrasse in der Sonne zu sitzen&#8230;</p>
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<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-463" title="1103-2" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/08/1103-2.jpg?w=720&#038;h=466" alt="1103-2" width="720" height="466" />&#8230; aber manchmal kann das Wetter auch ganz anders sein..</p>
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<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-464" title="1103" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/08/1103.jpg?w=720" alt="1103"   /></p>
<p style="text-align:center;">Ein Unwetter treibt uns ins nächste Buswartehäuschen</p>
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<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-465" title="1302-2" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/08/1302-2.jpg?w=720&#038;h=481" alt="1302-2" width="720" height="481" />Irgendwann ist der schönste Urlaub vorbei. Wir sind wieder in Göteborg.</p>
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<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-466" title="1302" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/08/1302.jpg?w=720&#038;h=484" alt="1302" width="720" height="484" />Und beobachten staunend, wie man auch Urlaub machen kann. Die <a href="http://www.google.de/search?hl=de&amp;source=hp&amp;q=samar+yacht&amp;meta=&amp;btnG=Google-Suche" target="_blank">Samar</a> ist eine 77m lange Luxusyacht. Man kann sie chartern, wenn man 550000,- EUR für eine Woche übrig hat.</p>
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<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-467" title="1301" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/08/1301.jpg?w=720&#038;h=285" alt="1301" width="720" height="285" /></p>
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<p style="text-align:center;"><a href="#top">Nach oben</a></p>
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<p><a name="unterkunft"></a><strong>Unterkünfte:</strong></p>
<p>Alle Preise für 2 Personen pro Nacht.<br />
Kurs zur Zeit: 11 SEK = 1 EUR</p>
<p>[1] Nordstrand Camping Frederickshavn. Trotz der Größe ruhig und komfortabel. Einzelne Badezimmer mit Dusche, Waschbecken und WC. Direkt am Strand.Ca. 30,-€.</p>
<p>[2] Vandrarhem Linné, Vegagatan, Göteborg<br />
Ordentliche Zimmer in einem Wohnblock direkt an der Straße. Gemeinschaftsküche und Gemeinschaftstoillette. Internet. Frühstück wird nicht immer angeboten, lässt sich aber in den Cafés in der Umgebung bekommen. 740 SEK.</p>
<p>[3] Festing Carlsten, Marstrand<br />
Offenbar sind Vandrarhems in Schweden immer so teuer. Heute bezahlen wir sogar 950 SEK. Dafür wohnen wir aber auch sehr exklusiv auf der Festung. Die Zimmer sind sehr gemütlich, haben eine schöne Aussicht und ein eigenes Bad. Das ist zwar über den Flur aber abschließbar. Eine Küche gibt es nicht, lediglich einen Wasserkocher auf dem Zimmer. Zu Essen gibt es auch nichts, so dass man sich im Ort verpflegen muss.</p>
<p>[4] Camping Stenungsögården<br />
Im Wald, einfach aber sehr komplett eingerichtet. Es gibt Tische und eine komplette Küche mit Sitzecke.<br />
110 SEK.</p>
<p>[5] Campingplatz Malö<br />
Durch die Straße geteilter Platz  auf (für Zelte) hügeligem Gelände direkt am Wasser. Landschaftlich sehr schön aber auch sehr voll. Zu wenig Sanitäreinrichtung. Kleiner Laden. 230SEK (+130 SEK für Campingcard).</p>
<p>[6] Zimmer in Lysekil. 650 SEK<br />
2. Nacht 400 SEK<br />
Der Wirt ist ein Messie. So ein zugerümpeltes Haus sieht man selten. Immerhin trocken.</p>
<p>[7] Camping Stencenter, Svarteborg.<br />
Ruhig, Wanderwege vom Platz, einfache Sanitäre Anlagen, Küche, 2 Hütten (Stugas), Einkaufsmöglichkeit in Dingle (4km), 160 SEK</p>
<p>[8] Stuga von Fam. Hellström in Vassbotten 8 (+46705274806).<br />
Eigenes Bad außerhalb der Hütte, 2 Zimmer, Veranda, schöner Seeblick, direkt an der Straße aber nicht viel Verkehr. Kleiner Laden in 1km Entfernung. Kanuverleih 500m (180 SEK/Tag), eigener Bootsverleih. 300 SEK</p>
<p>[9] Camping Strömstad. Stadtnah. Badestelle. Stugas. Zelte stehen oben auf einer Bergkuppe. Sehr idyllisch wenn der Müllcontainer nicht so stinken würde. Wie wahrscheinlich überall an der Küste recht voll. 210 SEK</p>
<p>[10] Stuga bei Grebbestadt (Straße Richtung Havstensund. Am Abzweig Långeby rechts).<br />
Wirklich sehr einfach aber hübsch auf einem ehemaligen Bauernhof gelegen. 300SEK</p>
<p>[11] Hotel Robinson, Göteborg,<br />
sehr zentral, Frühstücksbuffet mit viel Wurst und wenig Marmelade, 800SEK</p>
<p><a href="#top">Nach oben</a></p>
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		<title>2009 Paddeltour auf der Ruhr</title>
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		<pubDate>Sun, 12 Jul 2009 17:40:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>pehei</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Das Stück zwischen Hengsteysee und Baldeneysee hat mir auf unserer Rhein/Ruhr-Tour ausgesprochen gut gefallen. Was liegt also näher, als die Ruhr noch einmal mit dem Kanu zu befahren. Auf unserer Radtour hatte ich ganz viele Bootsrutschen und Schleusen gesehen. Alles sah nach einem idealen Paddelrevier aus. Nachdem wir eine halbe Urlaubswoche bei herrlichem Wetter im [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=radreisen.wordpress.com&amp;blog=4404771&amp;post=303&amp;subd=radreisen&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Stück zwischen Hengsteysee und Baldeneysee hat mir auf unserer <a href="http://radreisen.wordpress.com/2009/05/29/rheinruhr/" target="_blank">Rhein/Ruhr-Tour</a> ausgesprochen gut gefallen. Was liegt also näher, als die Ruhr noch einmal mit dem Kanu zu befahren. Auf unserer Radtour hatte ich ganz viele Bootsrutschen und Schleusen gesehen. Alles sah nach einem idealen Paddelrevier aus.<br />
Nachdem wir eine halbe Urlaubswoche bei herrlichem Wetter im Garten verbummelt hatten, sollte es mittwochs endlich losgehen. Doch leider kam gerade an diesem Tag ein Platzregen nach dem anderen herunter, so dass wir die Tour um einen Tag verschieben mussten.</p>
<p><strong><a href="http://radreisen.wordpress.com/2009/07/12/2009-paddeltour-auf-der-ruhr/#Fotos">Fotos</a></strong></p>
<p><strong>Donnerstag, 9.7.09</strong><br />
<strong>Schwerte-Westhofen bis Witten-Bommern (18km)</strong><br />
Die Sonne scheint aber mit 18° ist es recht frisch. Zum Paddeln finde ich das eher angenehm. Der Wetterbericht verheißt allerdings nichts gutes, aber ich habe beschlossen, diesen Schwarzmalern nicht zu glauben. Gut so, denn während der ganzen Fahrt gibt es nur einen einzigen kurzen Schauer.<br />
Mitten auf dem Hengsteysee laufen wir fast auf Grund. Der riesige Stausee ist in Wirklichkeit nur eine Pfütze. Der Wind macht uns allerdings mächtig zu schaffen. Als kleinen Trost zaubert dafür die Sonne ein kleines Lichtspektakel und beleuchtet mal das Pumpspeicherkraftwerk, mal ein Herrenhaus.<br />
Am Seeende gibt es eine Schleuse, nur leider nicht für uns. Wir müssen umtragen. Unser mitgebrachter Bootswagen spreizt nach 10 Metern die Räder ab und lässt sich auch nicht mehr reparieren. Ab jetzt ist er nur noch zusätzlicher Ballast.<br />
Noch zweimal müssen wir umtragen. Beim letzten Mal ist der Weg ziemlich lang und von Bootsrutschen ist nirgends eine Spur.<br />
Ab Wetter hat die Ruhr wieder Strömung und die Sache wird leichter. Kormorane, Graureiher und Eisvögel begleiten uns und so ist die Fahrt recht kurzweilig.<br />
Der linksseitige Campingplatz in Bommern behagt uns nicht so richtig. Standcamper haben den Platz mit ihren Buden zugemüllt und irgendwo dazwischen sollen wir zelten. Zum Glück gibt es am rechten Ufer noch zwei Kanuklubs. Der PCRW nimmt uns gastlich auf. Hier gibt es neben gepflegten Duschen eine Küche, einen Aufenthaltsraum und nette Unterhaltung incl. ganz vieler Tipps für die Weiterfahrt. Die Rentnertruppe, die ihre Tage auf dem Clubgelände verbringt, umsorgt uns wirklich liebevoll und wir sind froh, dass wir nicht auf dem Campingplatz gegenüber geblieben sind, besonders als es abends zu regnen beginnt.<br />
<img class="size-full wp-image-304 aligncenter" title="Ruhr01" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/07/ruhr01.jpg?w=720&#038;h=606" alt="Ruhr01" width="720" height="606" /></p>
<p><strong>Freitag, 10.7.09<br />
Witten-Bommern bis Hattingen (14+2km)</strong><br />
Nachts hat es geregnet aber als wir losfahren ist die Wolkendecke hoch und es ist trocken.<br />
Es dauert keine 500 Meter und schon haben wir uns verfahren, weil wir die Umtragestelle nicht finden. So paddeln wir erst mal frohen Mutes in den Mühlenkanal, der zwar ganz romantisch, aber leider eine Sackgasse ist.<br />
Kurz vor der Ruine Hardenburg kommt Wind auf. Von vorne natürlich. Aber mittlerweile sind wir im Training und so geht es trotzdem recht flott voran. An der Ruine gibt es ein Wehr mit einer Bootsrutsche vor der uns die Jungs vom Paddelclub gestern gewarnt haben. Angeblich schmeißen sich die Leute in der DLRG-Rettungsstation unterhalb der Rutsche sofort in ihre Rettungsklamotten, sobald sie Kanus kommen sehen. Besonders bei Mietbooten. So eins haben wir zwar nicht, aber wir sind trotzdem lieber vorsichtig und peilen vorher die Lage. Ganz ohne ist die Bootsrutsche nicht, die einen im vollen Schwall gegen eine Betonmauer ausspuckt, aber sie scheint mir trotzdem machbar. Letzten Endes sind wir aber doch zu feige und treideln das Boot lieber hinunter.<br />
Kurz vor dem Kemnader See kommt eine Brücke, unter der wir für einen Mittagsimbiss anlegen. Der Platz war weise gewählt. Wir sind gerade an Land, da fängt es an zu regnen.<br />
Nach dem Mittag machen wir uns so wasserdicht, wie es geht und fahren weiter. Ausgerechnet bei diesem Mistwetter müssen wir den Kemnader See überqueren. Der Wind peitscht uns den Regen ins Gesicht, die Wellen brechen am Bug und man kann keinen Moment aufhören zu paddeln, weil dann das Boot sofort aus dem Wind dreht. Nicht mal zum Kapuze festzurren bleibt Zeit. Am Ende wartet dafür wenigstens noch eine Bootsrutsche als Belohnung.<br />
Mittlerweile sind wir durch und durch nass. Das Wasser hat sich irgendwie den Weg durch unsere Regenkleidung gebahnt. Als wir am Ufer einen Steg mit dem Schild Kanustation und dahinter ein Gasthaus sehen, erscheint uns das als die Rettung. Doch leider ist an der Kanustation, sprich Kanuverein, niemand zu erreichen und das Gasthaus hat keine Zimmer. So wärmen wir uns dort erst mal nur bei Kaffee und Kuchen auf, bevor wir wieder in unsere nassen Klamotten steigen müssen um weiter zu fahren. Am nächsten Wehr müssen wir leider schon wieder umtragen, aber hier haben wir tatkräftige Unterstützung von einer Rudermannschaft, die gleichzeitig mit uns dort ankommt.<br />
Kurz vor Hattingen ist Schluss. Hier finden wir ein Hotel direkt am Wasser, dessen Restaurant mir eine Kollegin schon wegen der leckeren Tapas ans Herz gelegt hat. Das ist zwar ganz schön teuer, aber nach diesem Tag haben wir wirklich keinen Bock mehr zum Zelten, zumal wir jede Menge nasser Sachen haben, die dringend einer Heizung bedürfen.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-305" title="Ruhr02" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/07/ruhr02.jpg?w=720" alt="Ruhr02"   /></p>
<p><strong>Samstag, 11.7.09<br />
Hattingen bis Essen-Holthausen (18km)</strong></p>
<p>Heute kommt das Wasser vorwiegend von unten statt von oben ins Boot. Der Vorteil ist, dass der Spaßfaktor wesentlich höher ist. Doch zunächst geht es ganz gemächlich los. Wir lassen uns von der Strömung treiben, das Leben ist schön. Misstrauisch werden wir von Gänsen beäugt, die von uns mittlerweile den Beinamen &#8222;Kühe der Lüfte&#8220; bekommen haben. Wo sie sind (Und das ist praktisch an jedem Wehr und an jeder anderen Stelle, wo man aussteigen muss, der Fall) herrscht eine höhere Exkrementedichte als aus auf jeder überbevölkerten Kuhweide.<br />
Nach zwei Kilometern ist Schluss mit dem süßen Leben. Hinter einer Kurve kommt der Wind wieder stramm von vorne. Das ist zwar anstrengend, aber es macht auch Spaß weil die Wellen das Boot ordentlich durchschaukeln. In Hattingen setzen wir noch eins drauf. Das Wehr hat endlich mal eine ordentliche Bootsrutsche. Lang, schnell, nass. Als wir unten ankommen, dauert es mindestens eine halbe Stunde, bis das Grinsen im Gesicht nachlässt.<br />
Die Strömung treibt uns weiter, an der Isenburg gibt es noch einen kleinen Schwall und so kommen wir ganz entspannt in Bochum-Dahlhausen an. Hier ist die Bootsrutsche leider geschlossen und wir müssen umtragen.<br />
Zwei Kilometer weiter das gleiche Spiel. Es gibt zwar eine Rutsche, aber das Schott ist oben. Also wieder das Boot auspacken, alles hinuntertragen, das Boot hinterhertragen, unten wieder zu Wasser lassen und neu beladen. Als wir gerade fertig sind, kommt oben eine neue Gruppe Kanufahrer, zieht an einer Kette &#8211; und die Bootsrutsche füllt sich mit Wasser. Lina ist stinksauer, als die Paddler mit lautem Gejohle an uns vorbeisausen.<br />
Nachmittags kommen wir in Essen an. Eine Bootsrutsche hatten wir immerhin noch, diesmal kannten wir ja den Trick.<br />
Wir kommen in einem Kanuclub unter. Hier erfahren wir auch, was es mit den Bootsrutschen auf sich hat. Die Kraftwerke an den Wehren sind alle privat und haben Verträge über die Wassermenge. Bei Niedrigwasser jammern sie jedem Liter hinterher, den ein Paddler an den Turbinen vorbei mit nach unten nimmt. Deshalb sind alle Bootsrutschen geschlossen und werden nur bei Bedarf geöffnet.<br />
Der heutige Tag war bis auf einen kurzen Schauer bewölkt bis sonnig und damit einen echte Entschädigung für die gestrige Regenfahrt. Erst am Abend treibt uns der Regen wieder ins Zelt.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-306" title="Ruhr03" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/07/ruhr03.jpg?w=720" alt="Ruhr03"   /></p>
<p><strong>Sonntag, 12.07.09</strong><br />
Der Kanuklub hat sich gestern noch zu einer spontanen Grillfete fast direkt neben unserem Zelt entschlossen. Lina hat es nicht viel ausgemacht, aber ich fühle mich morgens so als hätte ich mitgefeiert. Dazu kommt gleichmäßiger Regen und die Gewißheit, dass die Fahrt heute zu Ende ist. Etwas trübsinnig hänge ich über meinem Kaffee. Nach dem Frühstück vertreiben wir uns noch ein wenig die Zeit mit Kartenspielen und einer kleiner Leerfahrt über die Ruhr, dann rufen wir an um uns abholen zu lassen. Wir hatten ein paar schöne Tage. Gut dass wir den Meterologen nicht geglaubt haben.</p>
<p style="text-align:left;"><strong><a name="Fotos">Fotos:</a></strong></p>
<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-320" title="01-10 Hengsteysee" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/07/01-10-hengsteysee.jpg?w=720&#038;h=519" alt="01-10 Hengsteysee" width="720" height="519" /><br />
Das Team</p>
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<p style="text-align:center;">:: ::</p>
<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-321" title="01-11 Hengsteysee" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/07/01-11-hengsteysee.jpg?w=720&#038;h=480" alt="01-11 Hengsteysee" width="720" height="480" /><br />
Umtragen</p>
<p style="text-align:center;">:: ::</p>
<p style="text-align:center;">:: ::</p>
<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-322" title="01-12 Hengsteysee" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/07/01-12-hengsteysee.jpg?w=720&#038;h=479" alt="01-12 Hengsteysee" width="720" height="479" /><br />
Stauwehr am Hengsteysee</p>
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<p style="text-align:center;">:: ::</p>
<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-323" title="01-21 Harkortsee" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/07/01-21-harkortsee.jpg?w=720" alt="01-21 Harkortsee"   /><br />
Eisenbahn-Viadukt am Harkortsee</p>
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<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-324" title="01-22 Harkortsee" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/07/01-22-harkortsee.jpg?w=720&#038;h=474" alt="01-22 Harkortsee" width="720" height="474" /></p>
<p style="text-align:center;">:: ::</p>
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<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-325" title="01-23 Harkortsee" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/07/01-23-harkortsee.jpg?w=720" alt="01-23 Harkortsee"   /></p>
<p style="text-align:center;">Der Harkortsee &#8211; Das Wetter ist schön. Alles ganz entspannt</p>
<p style="text-align:center;">:: ::</p>
<p style="text-align:center;">:: ::</p>
<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-326" title="02-10 Kemnader See" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/07/02-10-kemnader-see.jpg?w=720" alt="02-10 Kemnader See"   /></p>
<p style="text-align:center;">Gerade noch rechtzeitig, bevor der Regen beginnt</p>
<p style="text-align:center;">:: ::</p>
<p style="text-align:center;">:: ::</p>
<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-327" title="02-20 Hotel in Hattingen" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/07/02-20-hotel-in-hattingen.jpg?w=720" alt="02-20 Hotel in Hattingen"   /></p>
<p style="text-align:center;">:: ::</p>
<p style="text-align:center;">:: ::</p>
<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-328" title="02-22 Hotel in Hattingen" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/07/02-22-hotel-in-hattingen.jpg?w=720" alt="02-22 Hotel in Hattingen"   /></p>
<p style="text-align:center;">Endlich wieder trocken und warm</p>
<p style="text-align:center;">:: ::</p>
<p style="text-align:center;">:: ::</p>
<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-330" title="03-10 Dahlhausen" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/07/03-10-dahlhausen.jpg?w=720&#038;h=479" alt="03-10 Dahlhausen" width="720" height="479" /></p>
<p style="text-align:center;">An der Dahlhauser Rutsche. Im Hintergrund der Galgen mit der Kette, an der wir einfach nur ziehen müssten um uns die Umtragerei zu ersparen.</p>
<p style="text-align:center;">:: ::</p>
<p style="text-align:center;">:: ::</p>
<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-331" title="03-20 Essen-Holthausen" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/07/03-20-essen-holthausen.jpg?w=720" alt="03-20 Essen-Holthausen"   /></p>
<p style="text-align:center;">Wir sind doch im Ruhrgebiet. Förderturm in Essen-Holthausen</p>
<p style="text-align:center;">:: ::</p>
<p style="text-align:center;">:: ::</p>
<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-333" title="03-30 Essen" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/07/03-30-essen1.jpg?w=720&#038;h=480" alt="03-30 Essen" width="720" height="480" /></p>
<p style="text-align:center;">Essen</p>
<p style="text-align:center;">
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/radreisen.wordpress.com/303/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/radreisen.wordpress.com/303/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/radreisen.wordpress.com/303/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/radreisen.wordpress.com/303/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/radreisen.wordpress.com/303/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/radreisen.wordpress.com/303/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/radreisen.wordpress.com/303/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/radreisen.wordpress.com/303/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/radreisen.wordpress.com/303/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/radreisen.wordpress.com/303/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/radreisen.wordpress.com/303/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/radreisen.wordpress.com/303/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/radreisen.wordpress.com/303/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/radreisen.wordpress.com/303/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=radreisen.wordpress.com&amp;blog=4404771&amp;post=303&amp;subd=radreisen&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">pehei</media:title>
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		<media:content url="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/07/ruhr01.jpg" medium="image">
			<media:title type="html">Ruhr01</media:title>
		</media:content>

		<media:content url="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/07/ruhr02.jpg" medium="image">
			<media:title type="html">Ruhr02</media:title>
		</media:content>

		<media:content url="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/07/ruhr03.jpg" medium="image">
			<media:title type="html">Ruhr03</media:title>
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		<media:content url="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/07/01-10-hengsteysee.jpg" medium="image">
			<media:title type="html">01-10 Hengsteysee</media:title>
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			<media:title type="html">01-11 Hengsteysee</media:title>
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		<media:content url="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/07/01-12-hengsteysee.jpg" medium="image">
			<media:title type="html">01-12 Hengsteysee</media:title>
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			<media:title type="html">01-21 Harkortsee</media:title>
		</media:content>

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			<media:title type="html">01-22 Harkortsee</media:title>
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			<media:title type="html">01-23 Harkortsee</media:title>
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			<media:title type="html">02-10 Kemnader See</media:title>
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			<media:title type="html">02-20 Hotel in Hattingen</media:title>
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			<media:title type="html">02-22 Hotel in Hattingen</media:title>
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			<media:title type="html">03-10 Dahlhausen</media:title>
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			<media:title type="html">03-20 Essen-Holthausen</media:title>
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			<media:title type="html">03-30 Essen</media:title>
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	</item>
		<item>
		<title>Rhein/Ruhr</title>
		<link>http://radreisen.wordpress.com/2009/05/29/rheinruhr/</link>
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		<pubDate>Fri, 29 May 2009 20:52:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>pehei</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Der Rhein: Das sind vor meinem geistigen Auge Busladungen voller japanischer Touristen, silberne Teelöffel mit buntem Loreley- oder Drachenfelsmotiv am Stielende und weinselige Ausflüge auf den KD-Dampfern mit Warum-ist-es-am-Rhein-so-schön-Beschallung aus allen Rohren. Außerdem gehen noch zwei Bundesstraßen und zwei DB-Trassen durch das Rheintal. Es gibt schon gute Gründe, warum wir das Rheintal bisher gemieden haben. [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=radreisen.wordpress.com&amp;blog=4404771&amp;post=213&amp;subd=radreisen&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Rhein: Das sind vor meinem geistigen Auge Busladungen voller japanischer Touristen, silberne Teelöffel mit buntem Loreley- oder Drachenfelsmotiv am Stielende und weinselige Ausflüge auf den KD-Dampfern mit Warum-ist-es-am-Rhein-so-schön-Beschallung aus allen Rohren. Außerdem gehen noch zwei Bundesstraßen und zwei DB-Trassen durch das Rheintal. Es gibt schon gute Gründe, warum wir das Rheintal bisher gemieden haben. Andererseits ist es die günstigste Route, um Freunde in der Nähe von Darmstadt mit dem Rad zu besuchen. Hinzu kommt noch ein wenig Neugier, ob es am Rhein wirklich so ist, wie wir uns das vorstellen, immerhin muss ja auch irgendwas Schönes dran sein, und so machen wir uns auf den Weg. Irgendwann muss es ja mal sein.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-216" title="Karte" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/05/karte.jpg?w=720&#038;h=400" alt="Karte" width="720" height="400" /></p>
<p><strong><a href="#Fotos">Nach unten zu den Fotos</a></strong></p>
<p><strong>Donnerstag, 21.5.09 </strong></p>
<p>Zugfahren &#8211; spannend wie immer. Sofort der erste Zug hat 15 Minuten Verspätung. Das lässt unsere komfortablen 20 Minuten Umsteigezeit zum Anschluss-IC sofort zusammenschmelzen. Im verspäteten RE erfahren wir von unseren Mitreisenden dann den Grund für die Verspätung: In Münster hat eine Gruppe mit 22 Radfahrern versucht, im eigentlich schon vollen Radabteil (hey, heute ist Vatertag) unterzukommen. Ging natürlich nicht und deshalb wurden sie vom Schaffner abgewiesen. Der Chef der renitenten Rentnergang sah dies überhaupt nicht ein und versteifte sich auf seine Reservierung. Dumm nur, dass sich diese auf den Anschlusszug bezog, da man in REs überhaupt keine Plätze reservieren kann. Es fielen böse Worte und die Gruppe blockierte den Zug. Erst die herbeigerufene Polizei konnte die Situation lösen. Letzten Endes bekommen wir unseren IC in Hagen trotzdem .</p>
<p>In Frankfurt Flughafen wird es dann schon wieder hektisch. Eigentlich haben wir 18 Minuten Zeit für den Umstieg. Bloß, der Bahnhof ist riesig. Gut, dass wir wenigstens Fahrräder haben. Dann kommen zwei Rolltreppen und als ich nach der zweiten unten ankomme, ist Heike plötzlich weg. Irgendwo auf den 10 Metern dazwischen falsch abgebogen. Dabei war sie doch gerade noch da. Es dauert etwas, bis wir uns telefonisch wiedergefunden haben und so kriegen wir mit viel Glück gerade noch unsere S-Bahn. In Riedstadt angekommen verläuft der Rest des Tages dann sehr angenehm bei Freunden mit Kuchen, Grillfleisch und Wein.</p>
<p><strong>Freitag, 22.5.09 /sonnig/ 62km /Wolfskehlen &#8211; Hattenheim </strong></p>
<p>Bis Mainz fahren wir über den Hochwasserdamm. Hier begegnen wir kaum einem Menschen. Nachdem wir den Main überquert haben, essen wir in den Rhein-Main-Terrassen gut und günstig zu Mittag. Nach dem Essen geht es weiter. Wir fahren um eine Kurve &#8211; und haben Gegenwind. Der verlässt uns auch für den Rest des Tages nicht. Außerdem sind ab hier plötzlich jede Menge Leute unterwegs, was an diversen Uferpromenaden ganz schön (Einfach hinsetzen und gucken) und manchmal auch etwas nervig ist.</p>
<p>In Hattenheim ist Schluss. Wir bauen unser Zelt auf und fahren ohne Gepäck 4km den Berg hinauf zum Kloster Ebersbach. Das gut erhaltene Zisterzienserkloster durfte schon mal als Filmkulisse für &#8222;Der Name der Rose&#8220; dienen. Dies und die Produkte der dazugehörigen Staatswinzerei werden dann auch gut vermarktet. An der Kasse handeln wir erst mal den Preis runter, weil in einer halben Stunde schon geschlossen wird und gar nicht mehr alles zu schaffen ist. Nach einem Schnelldurchgang hat es uns vor allem der Innenhof mit den Resten des Kreuzgangs angetan. Hier sitzen wir in der Sonne, während aus der eiskalten Klosterkirche der Gesang eines Kirchenchores dringt, der dort vor frierendem Publikum singt.</p>
<p>Zurück am Rhein entdecken wir dann die wahre Bestimmung unseres Urlaubs und ich bin mir sicher, auch von etwa 95% aller andern Touristen. Am Rhein ist es so schön, weil es überall Straußwirtschaften und Weinproben gibt. Direkt an unserem Campingplatz gibt es einen Weinausschank, wo sich offenbar ganz Hattenheim zum Chill-out trifft. Überall liegen und sitzen Menschen auf Decken in der Sonne, essen ihr mitgebrachtes Picnic und trinken dazu Riesling. Wir lassen es uns gut gehen bis die Sonne untergeht.</p>
<p><strong>Samstag, 23.5.09 /sonnig / 55km / Hattenheim &#8211; St.Goar </strong></p>
<p>Auf der Fahrt zum Kloster hatten wir gestern eine Abzweigung nach Rüdesheim entdeckt, die durch die Weinberge führt. Da das letzte Stück Weg gestern nicht so schön war und Besserung auf dieser Rheinseite nicht zu erwarten ist, beschließen wir, oberhalb des Rheins zu fahren. Nach einem saftigen Anstieg von 10% werden wir dafür mit einer ruhigen Strecke belohnt. Wir folgen dem R3, der gestern in Wiesbaden schon den Rhein verlassen hat. Im Nachhinein wäre diese Strecke wohl auch gestern schon eine gute Wahl gewesen. In Rüdesheim stoßen wir wieder auf den Rhein. Die Stadt ist eher schäbig und an der Uferpromenade und rund um die Drosselgasse völlig überlaufen. Was immer man in dieser Stadt unbedingt gesehen haben muss, wir scheinen es verpasst zu haben. Immerhin hätte ich hier bestimmt meinen Kaffeelöffel mit einem Bild vom Niederwalddenkmal bekommen. Mit der Fähre setzen wir über nach Bingen. Die Stadt ist nicht weniger überlaufen, hat aber einen hübschen Park direkt am Rhein zu bieten. Hier genehmigen wir uns unser Mittagessen.</p>
<p>Seltsame Gefährte befahren den Rhein. Wild schaukelnd kommt ein kleiner Holzkahn mit Außenborder und einer riesigen Holzkiste, größer als der Kahn selber darauf, den Rhein hinunter und gibt Anlass zu wilden Spekulationen. Ein Containerschiff en miniatur, unterwegs mit einer Ladung Kaugummi von Basel nach Rotterdam? Ein Hausboot aus alten IKEA-Möbeln zusammengezimmert? Es sieht jedenfalls abenteuerlich aus.</p>
<p>Ab Bingen geht der Weg gut ausgebaut direkt am Rhein entlang. Bis Bacherach mitten durch Auwälder abseits von jedem Verkehr. Ab Bacherach geht es dann leider direkt neben der Straße weiter aber immerhin hält sich der Verkehr in Grenzen. In Oberwesel lohnt ein kleiner Abstecher zur imposanten Liebfrauenkirche. Die Basilika ist schon von weitem durch ihre ungewöhnliche Architektur zu erkennen, die sich innen fortsetzt. Nach einem Kaffee setzen wir die Fahrt nach St. Goar, unserem heutigen Ziel, fort. Der Campingplatz dort, eingeklemmt zwischen Rhein und Bundesstraße, völlig überfüllt aber mit Blick auf die Loreley, sagt uns allerdings überhaupt nicht zu. Wir fahren daher kurz hinter dem Ort das Gründelbachtal hinauf und finden dort einen schönen ruhigen Platz an einem plätscherndem Bach vor.</p>
<p>Abends fahren wir nochmal hinunter nach St. Goar. Wenn der Verkehrslärm abgeebbt und die Tagestouristen weg sind, ist es tatsächlich am Rhein so schön. Majestätisch erheben sich ringsum die Felsen, die Burgen sind dezent beleuchtet, ruhig plätschert der Rhein vorbei &#8211; und aus dem Hintergrund verkündet die grottige Sängerin eines Weinfestes &#8222;&#8230;und heut abend hab ich Kopfweh&#8220;.</p>
<p><strong>Sonntag, 24.5.09 / heiß / 38km / St.Goar &#8211; Koblenz </strong></p>
<div id="attachment_266" class="wp-caption alignleft" style="width: 128px"><img class="size-medium wp-image-266" title="2009-05-24 Koblenz 02" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/05/2009-05-24-koblenz-02.jpg?w=118&#038;h=300" alt="2009-05-24 Koblenz 02" width="118" height="300" /><p class="wp-caption-text">Koblenz</p></div>
<p>Heute gibt es nur eine relativ kurze Etappe bis Koblenz. Nach einem oppulenten Frühstück, dessen Reste auch noch für das Mittagessen reichen, geht es weiter. Je weiter wir kommen, um so breiter wird das Rheintal. Immer öfter verlässt der Radweg nun die Bundesstraße. Gegen Mittag finden wir kurz vor Rhens im Schatten einer Weide einen kleinen Kiestrand, wo wir essen, die Füße ins Wasser halten und den Versuch eines kleinen Mittagsnickerchens machen. Letzterer wird allerdings durch eine Familie vereitelt, die gerade jetzt zu uns stößt und den Platz auch ganz toll findet. Egal, irgendwann müssen wir sowieso weiter, wir waren schon lang genug hier. Mittlerweile hat der übliche Sonntagsausflugsverkehr eingesetzt. Es wird immer voller und in Koblenz ist an der Rheinpromenade endgültig kein Durchkommen mehr. Zu mehr als einer kurzen Mini-Stadtbesichtigung können wir uns wegen der Hitze auch nicht durchringen, deshalb suchen wir erst mal den Campingplatz auf, wo es sich im Schatten viel angenehmer leben lässt.</p>
<p>Camper: Eine ältere Dame kommt allein, anscheinend um hier ihre Familie zu treffen. Der Wohnwagen wird abgestellt, zwei rassige Windhunde bekommen ein riesiges Körbchen davor gestellt. Daneben wird ein Campingtisch mit zwei Pokalen von der letzten Hundeausstellung aufgestellt. Das wichtigste zuerst. Jetzt geht es weiter mit dem Einrichten des Wohnwagens.</p>
<p>Erst am Abend machen wir uns wieder auf nach Koblenz, gehen essen und genießen den Sonnenuntergang am Deutschen Eck.</p>
<p><strong>Montag, 25.5.09 /schwül / 70km / Koblenz &#8211; Bonn </strong></p>
<p>Koblenz ist Grenzstadt. Es trennt nicht nur Weißweinland von Kölschland, es trennt auch Märklinland vom Rest der schäbigen Welt mit seiner Industrie, seinen Gewerbegebieten und seinen vierspurigen Schnellstraßen. Bis hier hin hätte man die Fahrt auch einfach durch den Besuch des nächsten Spielzeugladens ersetzen können. Diese zweidimensionale Kulisse der letzten Tage (Bahn, Straße, eine Häuserreihe, Felsen) hat mich eigentlich immer vermuten lassen, dass die Felsen nur aus Kork sind.</p>
<p>Bis Andernach ist noch das ein oder andere Industriegebiet zu umfahren aber insgesamt ist die Autostraße immer seltener zu sehen. Die Gegend wird flacher, das Tal wird breiter aber besonders das Siebengebirge gibt immer noch eine sehr schöne Landschaft ab. Das Urteil einer Mitreisenden auf der Zugfahrt, dass der schönste Teil der von Koblenz nach Mainz wäre, kann ich so nicht teilen.</p>
<p>Bonn: Zwecks Zimmersuche möchten wir zur Touristeninformation. An der ersten Kreuzung spricht uns ein Mensch mit orangener Kleidung (Straßenarbeiter? Kanalreiniger?) an. Er findet unser Gepäck ganz spannend und stellt die übliche Frage nach dem Woher und Wohin. Wo er schon mal gerade da ist, frage ich ihn gleich nach dem Weg&#8230; und erhalte einen 10-minütigen Exkurs über alle am Weg liegenden Sehenswürdigkeiten. Der Mann ist wirklich mit Herz und Seele Bonner. Als ich mich bedanke und bemerke, dass das ja schon eine richtige kleine Stadtführung war, verrät er uns, dass er früher wirklich mal als Führer gearbeitet hat. Das Wetter war heute drückend und wir freuen uns schon auf eine Dusche. Als wir das Hotel erreichen, ziehen dunkle Gewitterwolken auf und es donnert. Heute haben wir wieder alles richtig gemacht. Abends geht es noch mal in die Stadt. Die Luft ist nach dem Gewitter wieder angenehm klar. Bonn ist viel größer und schöner, als ich es mir vorgestellt hatte. Außerdem sieht man hier endlich mal wieder junge Leute. Ein seltenes Bild in den letzten Tagen.</p>
<p><strong>Dienstag, 26.5.09 / sonnig, bewölkt /42km / Bonn &#8211; Köln </strong></p>
<div id="attachment_248" class="wp-caption alignleft" style="width: 102px"><img class="size-medium wp-image-248" title="2009-05-26 Köln 02" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/06/2009-05-26-koln-02.jpg?w=92&#038;h=300" alt="2009-05-26 Köln 02" width="92" height="300" /><p class="wp-caption-text">Köln</p></div>
<p>Heute geht es nach Köln. Bei idealem Wetter radeln wir am Rhein entlang. Auf halber Strecke wäre die Fahrt dann beinahe vorzeitig zu Ende gewesen, als plötzlich ein Hund aus dem Gebüsch dicht vor uns über den Weg läuft. Um Haaresbreite entgehen wir mit einer Notbremsung einem Auffahrunfall. Zwecks Adrenalinabbau schimpfe ich ziemlich laut. In diesem Moment kommt die Halterin seelenruhig um die Ecke und setzt dem ganzen noch eins drauf, indem sie sofort auf die Radfahrer schimpft. Wir brechen die Diskussion mit der unverschämten Dame irgendwann ab, bevor es zu Handgreiflichkeiten kommt.</p>
<p>Einige Kilometer vor Köln wechseln wir mit der Personenfähre auf die andere Rheinseite. Hier erscheint uns die Strecke ruhiger und außerdem wollen wir von Deutz über die Hohenzollernbrücke nach Köln hineinfahren. Auch hier müssen wir uns mangels citynahem Zeltplatz ein Zimmer nehmen. Die Touristeninformation vermittelt uns das Hotel &#8222;Das kleine Stapelhäuschen&#8220; und legt für ihre drei Euro Vermittlungsgebühr noch zwei 24-Stundentickets für Busse und Bahnen gratis dazu. In Stapelhäusern wurden im Mittelalter Waren &#8222;gestapelt&#8220;, bevor sie auf kleinere Schiffe umgeladen wurden, die den Oberrhein befahren konnten. Die Kölner wußten ihre Lage zu nutzen, indem sie alle Schiffer verpflichteten, ihre Waren drei Tage lang zu stapeln und den Kölner Kaufleuten ein Vorkaufsrecht einzuräumen. Um so ein Lagerhaus handelt es sich bei unserem Hotel. Es ist verwinkelt, schmal und hoch. Der anscheinend kurz nach der Erbauung nachgerüstete, ein Quadratmeter große Aufzug rumpelt und knarzt wenig vertrauenerweckend. Alles ist klein, eng und total urig und trotz indischer Toillette (jenseits des Ganges) sind wir begeistert (Nachts geht es rund um das Hotel allerdings ganz schön laut zu aber wir haben Glück, weil unser Fenster direkt auf die Kirchenwand von Groß St. Martin zeigt). Das Personal hilft unkonventionell. Auf die Frage, wohin wir unsere Räder stellen können, dürfen wir sie in den holzvertäfelten Frühstücksraum schieben. Dort stehen sie nun zwischen schön eingedeckten Tischen.</p>
<p>Es folgt das übliche Touristenprogramm.</p>
<p>Wir sitzen auf der Domplatte in der Sonne und essen einen Döner, während der Wind Mützen und Baustellenabsperrungen an uns vorbeitreibt und uns den Salat vom Essen weht. Nach einer Dombesichtigung mit Turmbesteigung und einem Bummel durch die Fußgängerzone treffen wir Nachmittags einen <a href="http://www.ipernity.com/doc/lichtundschatten" target="_blank">Fotofreund</a> und lassen uns von ihm die echten Kölner Lokale zeigen, die nicht im Reiseführer stehen.</p>
<p><strong>Mittwoch, 27.5.09 / kühl, sonnig / 72km / Köln &#8211; Gruiten </strong></p>
<p>Der schönste Teil des Rheins liegt hinter uns. Man könnte auch gut damit leben, Orte wie Merkenich oder Worringen nicht gesehen zu haben. Die chemische Industrie in Dormagen ist zwar interessant anzusehen, riecht aber etwas merkwürdig. Sobald man mit Straßen in Berührung kommt wird es unangenehm. Hier ist Autofahrerland. Radwege dienen lediglich dazu, die Radfahrer aus dem Weg zu bekommen. Hinter Dormagen zeigt sich der Rhein dann zum letzten mal noch etwas freundlicher. Aufgrund der schlechten Beschilderung verschlägt es uns auf einen schmalen Anglerfußpfad mitten durch&#8217;s Naturschutzgebiet. Etwas rumpelig aber sehr idyllisch. Zum Schluss gibt es dann noch die Feste Zons mit ihrer komplett erhaltenen Stadtmauer bevor wir dem Rhein den Rücken kehren. Ab hier folgen wir der Kaiserroute.</p>
<p>Heute schon wieder: Wie kommen die Leute auf die Idee, es wäre in Ordnung, quatschend auf der Bank zu sitzen, die Hunde auf einem Waldweg spielen zu lassen und dann, wenn sie von Radfahrer, die wegen der Hunde schon fast stehen, aufgefordert werden die Tiere zurückzurufen, zu antworten man solle halt vorsichtig fahren.</p>
<p>Die Kaiserroute ist nicht so angenehm. Schlecht beschildert lösen Rumpelstrecken sich ab mit straßenbegleitenden Radwegen durch totes Autoland. Aber auch hier gibt es das Highlight erst zum Schluß. Das Neandertal entschädigt mit seiner Idylle für die letzten Kilometer. In Gruiten reicht es uns. Die Zimmersuche gestaltet sich leider diesmal etwas schwierig. Zum Schluss finden wir noch einen Landgasthof in Haan. Der teuerste bisher, aber leider nicht der beste. Komischer Tag heute.</p>
<p><strong>Donnerstag, 28.5.09 / grau, manchmal Sprühregen, später Sonne / 66km / Gruiten &#8211; Hattingen </strong></p>
<p>Nette Menschen leben in Gruiten. Die Bäckereifachverkäuferinnen der &#8222;fröhlichen Bäckerei&#8220; verbreiten schon morgens gute Laune. Der Postmeister, der uns gestern bei der Quartiersuche unterstützt hat, fragt wie wir geschlafen haben. Da kann der graue Himmel uns doch gar nichts anhaben. Im alten Dorfkern von Gruiten machen wir noch eine kleine Dorfrundfahrt. Hier passiert es wieder: Gerade ist Heike noch da, ich dreh mich einmal um, plötzlich ist sie weg. Klick-klick, wie in Crocodile Dundee II. Unheimlich. Ich hasse es, wenn sie sowas macht.</p>
<p>Ab Gruiten wird die Strecke deutlich schöner. Es geht durch waldgesäumte Felder und hübsche Orte. Und es geht ständig rauf und runter. Klar, heißt ja auch Bergisches Land. Kurz nach Langenberg weisen die Wegweiser nach links über eine Brücke. Kurz danach geht es noch einmal heftig bergan. Wem das zu viel ist, der könnte auch einfach die Wegweiser ignorieren und auf der Hauptstraße bleiben. Er bringt sich damit aber auch um eine grandiose Abfahrt hinunter ins Ruhrtal. Ab Essen folgen wir dem Ruhrtalradweg. Der Wind treibt uns vor sich her, der Landschaft mag man gar nicht glauben, dass man sich im Ruhrgebiet befindet und so ist es fast schon schade, als wir in Hattingen ankommen. Hier finden wir einen netten Campingplatz gegenüber von Hattingen. Meine Befürchtungen bezüglich der nahen B51 bewahrheiten sich nicht. Die Fischtreppe direkt vor unserem Zelt rauscht so laut, dass man die Straße kaum hört.</p>
<p>Mittlerweile ist die Sonne herausgekommen. Die Hattinger Altstadt lohnt einen Besuch. Sehr schön hat man überall Tafeln aufgehängt, die einen an der jeweiligen Stelle mit Informationen versorgen und einen dann zur nächsten Tafel weisen. So kann man eine individuelle kleine Stadtführung machen. Die Henrichshütte lassen wir wegen Zeitmangels aus. Dafür kochen wir uns ein exklusives Drei-Gänge-Menü am Zeltplatz. Zeit für ein kleines Resümee: Bisher war es ein klasse Urlaub. So abwechlungsreich hatten wir es schon lange nicht mehr. Meine Gedanken bezüglich des Rheins konnten nicht wirklich widerlegt werden aber man sollte sich davon nicht Bange machen lassen. Der Rhein ist trotz Bundesstraße, Eisenbahn und Touristennepp auf jeden Fall eine Reise wert. Auch vom Ruhrradweg haben wir uns wahrscheinlich die Rosinen rausgepickt. Allerdings ist es gut, dass wir unter der Woche hier sind. Man sollte es nicht wagen, am Wochenende hier her zu fahren, dann wird man hier totgetreten.</p>
<p><strong>Freitag, 29.5.09 /sonnig / 66km / Hattingen &#8211; Unna </strong></p>
<p>Der letzte Tag verläuft angenehm aber unspektakulär. Bei sonnigem Wetter und kühlem Gegenwind geht es gen Heimat. Mittlerweile kommen uns immer öfter Ruhrreisende entgegen. Immer in größeren Gruppen. Alleinreisende trauen sich hier offensichtlich nicht hin. Möglicherweise haben sie Angst, verloren zu gehen. Klick-Klick.</p>
<p><strong>Empfehlungen:</strong></p>
<ul>
<li>Kloster Ebersbach bei Hattenheim.</li>
<li>Camping im Gründelbachtal bei St.Goar. Ruhiger Platz mit etwas schräger, schattiger Extrawiese für Zelte. Leider keine Tische. 2 Personen + Zelt ca.14,-€. Reichhaltiges Frühstück für 6,-€.</li>
<li>Camping Koblenz. Direkt gegenüber dem Deutschen Eck. Stadtnah. Teilweise Schatten. Keine Tische. gepflegte Anlage. 2 Personen + Zelt ca.14,-€</li>
<li>Restaurant Asia in Koblenz</li>
<li>Hotel &#8222;Das kleine Stapelhäuschen&#8220; am Fischmarkt in Köln. Sehr einfach und alt aber urig. Netter Service. 52,-€ DZ mit Frühstück.</li>
<li>Klar, der Dom (mit Turmbesteigung)</li>
<li>Campingplatz bei Hattingen (Nordufer der Ruhr/B51). Kaum Schatten. Gepflegter Platz. Keine Tische aber man sitzt an der Ufermauer recht bequem. Ideale Lage für Stadtbesichtigung. Ca. 15,-€ 2Pers. + Zelt</li>
<li>Altstadt Hattingen und Henrichshütte</li>
</ul>
<p><strong>Karten (Bikemap oder BVA): </strong></p>
<p>Rheinradweg (Mainz-Rotterdam), Kaiserroute (nur zwei Seiten. Eventuell irgendwo kopieren), Ruhrradweg</p>
<p><strong><a name="Fotos">Fotos:</a></strong></p>
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<p style="text-align:center;"><img class="size-full wp-image-237 aligncenter" title="2009-05-22 Mainz" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/06/2009-05-22-mainz.jpg?w=720&#038;h=290" alt="Mainz" width="720" height="290" /></p>
<p style="text-align:center;">Mainz</p>
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<p style="text-align:center;"><img class="size-full wp-image-229 aligncenter" title="2009-05-22 Biebrich" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/06/2009-05-22-biebrich-02.jpg?w=720" alt="Schloss Biebrich"   /></p>
<p style="text-align:center;">Schloss Biebrich</p>
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<p style="text-align:center;"><img class="size-full wp-image-234 aligncenter" title="2009-05-22 Eberbach 07" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/06/2009-05-22-eberbach-07.jpg?w=720&#038;h=459" alt="Staatswinzerei Kloster Eberbach" width="720" height="459" /></p>
<p style="text-align:center;">Staatswinzerei Kloster Eberbach</p>
<p style="text-align:center;"><a href="http://fotoecke.wordpress.com/2009/06/06/kloster-eberbach/" target="_blank">Mehr vom Kloster</a></p>
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<p style="text-align:center;"><img class="size-full wp-image-236 aligncenter" title="2009-05-22 Hattenheim 01" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/06/2009-05-22-hattenheim-01.jpg?w=720" alt="Chill-out in Hattenheim"   /></p>
<p style="text-align:center;">Chill-out in Hattenheim</p>
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<p style="text-align:center;"><img class="size-full wp-image-280 aligncenter" title="2009-05-23 Containerschiff" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/05/2009-05-23-containerschiff.jpg?w=720&#038;h=720" alt="Seltsame Gefährte befahren den Rhein" width="720" height="720" /></p>
<p style="text-align:center;">Seltsame Gefährte befahren den Rhein</p>
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<p style="text-align:center;"><img class="size-full wp-image-239 aligncenter" title="Badetag" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/06/2009-05-23-oberwesel-2.jpg?w=720&#038;h=495" alt="In der Liebfrauenkirche in Oberwesel" width="720" height="495" /></p>
<p style="text-align:center;">In der Liebfrauenkirche in Oberwesel</p>
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<p style="text-align:center;"><img class="size-full wp-image-281 aligncenter" title="2009-05-23 Pfalz" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/05/2009-05-23-pfalz.jpg?w=720&#038;h=479" alt="Pfalz" width="720" height="479" /></p>
<p style="text-align:center;">Pfalz</p>
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<p style="text-align:center;"><img class="size-full wp-image-243 aligncenter" title="2009-05-24 Koblenz 01" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/06/2009-05-24-koblenz-01.jpg?w=720&#038;h=489" alt="Koblenz am Deutschen Eck" width="720" height="489" /></p>
<p style="text-align:center;">Koblenz am Deutschen Eck</p>
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<p style="text-align:center;"><img class="size-full wp-image-273 aligncenter" title="2009-05-24 Koblenz Portrait Heike" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/05/2009-05-24-koblenz-portrait-heike1.jpg?w=720" alt="Koblenz - Der Abend wird langsam kühl, aber die Steine am Deutschen Eck haben noch die Wärme des Tages gespeichert"   /></p>
<p style="text-align:center;">Koblenz &#8211; Der Abend wird langsam kühl, aber die Steine am Deutschen Eck haben noch die Wärme des Tages gespeichert</p>
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<p style="text-align:center;"><img class="size-full wp-image-246 aligncenter" title="2009-05-25 Namedy" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/06/2009-05-25-namedy.jpg?w=720&#038;h=482" alt="Namedy" width="720" height="482" /></p>
<p style="text-align:center;">Namedy</p>
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<p style="text-align:center;"><img class="size-full wp-image-247 aligncenter" title="2009-05-26 Köln 01" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/06/2009-05-26-koln-01.jpg?w=720&#038;h=254" alt="Ankunft in Köln" width="720" height="254" /></p>
<p style="text-align:center;">Ankunft in Köln</p>
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<p style="text-align:center;"><img class="size-full wp-image-249 aligncenter" title="2009-05-26 Köln 04" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/06/2009-05-26-koln-04.jpg?w=720&#038;h=480" alt="Köln" width="720" height="480" /></p>
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<p style="text-align:center;"><img class="size-full wp-image-250 aligncenter" title="2009-05-26 Köln 05" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/06/2009-05-26-koln-05.jpg?w=720&#038;h=480" alt="Jede Menge Schlösser an der Hohenzollernbrücke. Frisch verheiratete Paare bringen hier ein graviertes Schloss an und werfen den Schlüssel anschließend in den Rhein" width="720" height="480" /></p>
<p style="text-align:center;">Jede Menge Schlösser an der Hohenzollernbrücke. Frisch verheiratete Paare bringen hier ein graviertes Schloss an und werfen den Schlüssel anschließend in den Rhein</p>
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<p style="text-align:center;"><img class="size-full wp-image-251 aligncenter" title="2009-05-26 Köln 06" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/06/2009-05-26-koln-06.jpg?w=720" alt="Dom"   /></p>
<p style="text-align:center;">Dom</p>
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<p style="text-align:center;"><img class="size-full wp-image-282 aligncenter" title="2009-05-26 Köln Stapelhaus" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/05/2009-05-26-koln-stapelhaus.jpg?w=720" alt="Hotel &quot;Das kleine Stapelhäuschen&quot;"   /></p>
<p style="text-align:center;">Hotel &#8222;Das kleine Stapelhäuschen&#8220;</p>
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<p style="text-align:center;"><img class="size-full wp-image-253 aligncenter" title="2009-05-27 Dormagen" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/06/2009-05-27-dormagen.jpg?w=720&#038;h=284" alt="Dormagen: Sieht interessant aus, riecht aber etwas merkwürdig" width="720" height="284" /></p>
<p style="text-align:center;">Dormagen: Sieht interessant aus, riecht aber etwas merkwürdig</p>
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<p style="text-align:center;"><img class="size-full wp-image-254 aligncenter" title="2009-05-28 Essen Baldeneysee" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/06/2009-05-28-essen-baldeneysee.jpg?w=720" alt="Essen am Baldeneysee"   /></p>
<p style="text-align:center;">Essen am Baldeneysee</p>
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<p style="text-align:center;"><img class="size-full wp-image-283 aligncenter" title="2009-05-28 Hattingen 01" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/05/2009-05-28-hattingen-011.jpg?w=720&#038;h=539" alt="Hattingen - Blick auf den Zeltplatz und die Henrichshütte" width="720" height="539" /></p>
<p style="text-align:center;">Hattingen &#8211; Blick auf den Zeltplatz und die Henrichshütte</p>
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<p style="text-align:center;"><img class="size-full wp-image-284 aligncenter" title="2009-05-28 Hattingen 04" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/05/2009-05-28-hattingen-04.jpg?w=720" alt="Hattingen - Fahrt in die Altstadt"   /></p>
<p style="text-align:center;">Hattingen &#8211; Fahrt in die Altstadt</p>
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<p style="text-align:center;"><img class="size-full wp-image-267 aligncenter" title="2009-05-28 Hattingen 06" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/05/2009-05-28-hattingen-06.jpg?w=720&#038;h=488" alt="Hattingen Altstadt" width="720" height="488" /></p>
<p style="text-align:center;">Hattingen Altstadt</p>
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<p style="text-align:center;"><img class="size-full wp-image-259 aligncenter" title="2009-05-28 Hattingen 07" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/06/2009-05-28-hattingen-07.jpg?w=720" alt="Zelten in Hattingen"   /></p>
<p style="text-align:center;">Zelten in Hattingen</p>
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<p style="text-align:center;"><img class="size-full wp-image-256 aligncenter" title="2009-05-28 Hattingen 02" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/06/2009-05-28-hattingen-02.jpg?w=720&#038;h=517" alt="Ein Dreigänge-Menü an der Ruhr" width="720" height="517" /></p>
<p style="text-align:center;">Ein Dreigänge-Menü an der Ruhr</p>
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<p style="text-align:center;"><img class="size-full wp-image-261 aligncenter" title="2009-05-29 Witten 02" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/06/2009-05-29-witten-02.jpg?w=720" alt="Fähre zum Muttental"   /></p>
<p style="text-align:center;">Fähre zum Muttental</p>
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<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-260" title="2009-05-29 Harkortsee" src="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/06/2009-05-29-harkortsee.jpg?w=720" alt="2009-05-29 Harkortsee"   /></p>
<p style="text-align:center;">Harkortsee</p>
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<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/radreisen.wordpress.com/213/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/radreisen.wordpress.com/213/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/radreisen.wordpress.com/213/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/radreisen.wordpress.com/213/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/radreisen.wordpress.com/213/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/radreisen.wordpress.com/213/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/radreisen.wordpress.com/213/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/radreisen.wordpress.com/213/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/radreisen.wordpress.com/213/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/radreisen.wordpress.com/213/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/radreisen.wordpress.com/213/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/radreisen.wordpress.com/213/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/radreisen.wordpress.com/213/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/radreisen.wordpress.com/213/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=radreisen.wordpress.com&amp;blog=4404771&amp;post=213&amp;subd=radreisen&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">pehei</media:title>
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		<media:content url="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/05/karte.jpg" medium="image">
			<media:title type="html">Karte</media:title>
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			<media:title type="html">2009-05-24 Koblenz 02</media:title>
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			<media:title type="html">2009-05-26 Köln 02</media:title>
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			<media:title type="html">2009-05-22 Mainz</media:title>
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			<media:title type="html">2009-05-22 Biebrich</media:title>
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			<media:title type="html">2009-05-22 Eberbach 07</media:title>
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			<media:title type="html">2009-05-22 Hattenheim 01</media:title>
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			<media:title type="html">2009-05-23 Containerschiff</media:title>
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		<media:content url="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/06/2009-05-23-oberwesel-2.jpg" medium="image">
			<media:title type="html">Badetag</media:title>
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			<media:title type="html">2009-05-23 Pfalz</media:title>
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		<media:content url="http://radreisen.files.wordpress.com/2009/06/2009-05-24-koblenz-01.jpg" medium="image">
			<media:title type="html">2009-05-24 Koblenz 01</media:title>
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			<media:title type="html">2009-05-24 Koblenz Portrait Heike</media:title>
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			<media:title type="html">2009-05-25 Namedy</media:title>
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			<media:title type="html">2009-05-26 Köln 01</media:title>
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			<media:title type="html">2009-05-26 Köln 04</media:title>
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			<media:title type="html">2009-05-26 Köln 05</media:title>
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			<media:title type="html">2009-05-26 Köln 06</media:title>
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			<media:title type="html">2009-05-26 Köln Stapelhaus</media:title>
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			<media:title type="html">2009-05-27 Dormagen</media:title>
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			<media:title type="html">2009-05-28 Essen Baldeneysee</media:title>
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			<media:title type="html">2009-05-29 Witten 02</media:title>
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			<media:title type="html">2009-05-29 Harkortsee</media:title>
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		<title>Rothaarsteig 2008</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Sep 2008 14:05:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>radreisen</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[+++Fotos+++Fotos+++Fotos+++Fotos+++Fotos+++Fotos+++ Dieses Jahr nehmen wir den Mittelteil des Rothaarsteigs unter die Wanderschuhe. Letztes Jahr sind wir bis Langewiese bei Winterberg gekommen und genau dort werden wie die diesjährigen 3 Tagesetappen wieder beginnen. Donnerstag, 11.9.08 Geplant ist die Anreise nach Winterberg mit dem Zug um 6.27 ab Unna. Das ist verdammt früh. Deshalb finde ich es [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=radreisen.wordpress.com&amp;blog=4404771&amp;post=136&amp;subd=radreisen&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align:center;"><a href="http://www.ipernity.com/doc/pehei/slideshow/album/85178" target="_blank"><strong>+++Fotos+++Fotos+++Fotos+++Fotos+++Fotos+++Fotos+++</strong></a></p>
<p>Dieses Jahr nehmen wir den Mittelteil des Rothaarsteigs unter die Wanderschuhe. Letztes Jahr sind wir bis Langewiese bei Winterberg gekommen und genau dort werden wie die diesjährigen 3 Tagesetappen wieder beginnen.</p>
<div class="wp-caption alignnone" style="width: 510px"><a href="http://www.ipernity.com/doc/pehei/2939644" target="_blank"><img title="Langewiese" src="http://u1.ipernity.com/8/96/44/2939644.8d9389a0.500.jpg" alt="Langewiese" width="500" height="334" /></a><p class="wp-caption-text">Langewiese</p></div>
<p><strong>Donnerstag, 11.9.08</strong><br />
Geplant ist die Anreise nach Winterberg mit dem Zug um 6.27 ab Unna. Das ist verdammt früh. Deshalb finde ich es eine gute Idee, die Tickets einen Tag vorher zu kaufen. Und so stehe ich dann am Automaten. Zur Auswahl stehen zwei verschiedene Automaten, über denen bei beiden &#8222;Fahrkarten&#8220; steht. Ich pobiere den ersten. Aus einer Tabelle muss man sich eine 4-stellige Nummer für Winterberg raussuchen und dann über die Tastatur eingeben. Es erscheint im Display der Preis von 15,90 Euro und der Hinweis, dass die Karte nur 360 Minuten ab Kauf gültig ist. Da ich die Karten ja erst morgen brauche, versuche ich es an dem anderen Automaten. Hier gibt es auf dem Display einen Schalter &#8222;Fahrkarten, Platzreservierungen&#8220;, den ich trotz des Sonnenlichts gerade noch entziffern kann. Beherzt tippe ich auf das Display. Es erscheint ein längerer Dialog, dessen Antworten ich über die im Sonnenlicht schwer lesbaren ABCDE-Tastatur eintippe. Schön wäre hier eine optionale Auswahlmöglichkeit für eine QWERTZ-Tastatur gewesen, aber der Innovationsdruck für Bahnsoftware hält sich sicher in Grenzen. Nachdem ich alle Fragen nach der Bahncard, Zwischenstationen, Wagenklasse, Blutgruppe meiner Oma und dem Zielort beantwortet habe, wird mir eine Fahrplanauskunft angezeigt. Die Zeiten kenne ich allerdings schon. Was fehlt, ist ein Hinweis, wie ich an ein Ticket komme. Nach einigen weiteren Versuchen gebe ich entnervt auf und laufe zum Schalter. Gut, dass ich früh dran bin. Morgen früh wäre der noch gar nicht offen gewesen.<br />
Bahnpersonal ist in der Regel freundlich und zuvorkommend und das sogar, wenn sie etwas genervt angeranzt werden. So bekomme ich dann doch noch mein Ticket.<br />
Der erste Automat wäre übrigens der richtige gewesen. Möglicherweise aber auch nicht, weil man die Karte dort erst kurz vor der Fahrt kaufen kann. Die am Schalter gekaufte Karte ist jedenfalls nicht 360 Minuten nach Kauf sondern nach Entwertung gültig. Abgesehen von solchen Fehlern hätte auch dem zweiten Automaten ein Hinweis, wie es weiter geht, gut zu Gesicht gestanden.</p>
<p><strong>Freitag, 12.9.08<br />
+++ Langewiese &#8211; Jagdhütte +++ ca. 20 km +++ 18°+++<br />
+++</strong><strong>ab Mittag Regen +++ </strong></p>
<div class="wp-caption alignleft" style="width: 278px"><a href="http://www.ipernity.com/doc/pehei/2939643" target="_blank"><img title="Fotosafari" src="http://u1.ipernity.com/8/96/43/2939643.e229aa5b.500.jpg" alt="Picturing the Blindschleiche" width="268" height="400" /></a><p class="wp-caption-text">Picturing the Blindschleiche</p></div>
<p>Freitag Morgen. Müde Gesichter im morgendlichen Berufsverkehr. Nur wir stecken voller Tatendrang. Die Anfahrt verläuft angenehm. Umstiege sind just in time, was wunderbar klappt.<br />
So geht es dann gegen 9.00 Uhr in Langewiese bei heiter bis wolkigem Himmel los. Gegen Mittag fängt es an zu regnen und hört für den Rest des Tages nicht mehr auf. Der gleichmäßige Landregen ist aber gottlob nicht besonders unangenehm.<br />
Das Mittagessen nehmen wir zusammen mit einem älteren Alleinwanderer in der einzigen Schutzhütte weit und breit ein. Es wird eine angeregte Unterhaltung. Der Mann wollte mal sein neues Hüftgelenk ausprobieren und macht deshalb den ganzen Rothaarsteig an einem Stück.<br />
In Jagdhütte ist Schluss. Die Hotels dort sind allerdings alle schon voll oder unbezahlbar. Nach einigen Telefonaten finden wir das <a title="Dornseifer" href="http://www.gasthof-dornseifer.de/index.html" target="_blank">Gasthof Dornseifer in Schmallenberg</a>. Hier kommen wir sehr gut unter und der Wirt holt uns sogar noch kostenlos mit seinem Wagen ab.<br />
Nachdem wir uns im Ort mit Vorräten für den Abend eingedeckt haben und lecker essen waren, lassen wir den Abend bei einer gepflegten Dose Prosecco ausklingen (mag ich eigentlich gar nicht, aber das kulturelle Highlight von Dosenprosecco konnten wir uns unmöglich entgehen lassen) .</p>
<p><strong>.</strong></p>
<p><strong>.</strong></p>
<p><strong>Samstag, 13.9.08<br />
+++ Jagdhütte &#8211; Heinsberg+++ ca. 17 km +++ 12°+++<br />
+++ab Mittag sonnig+++</strong><br />
Als unser Wirt uns wieder nach Jagdhütte bringt, befürchten wir schon das Schlimmste. Es regnet wie verrückt und zwar nicht so fein wie gestern, sondern richtig dicke Tropfen. Aber das Wetter hat ein Einsehen mit uns. In Jagdhütte hört es auf und so wandern wir bei gerade mal 10° durch dichte Nebelbänke. Richtig verwunschen sieht der Wald aus, zumal wir stundenlang keinem Menschen begegnen.<br />
Vom Gasthof haben wir uns ein Lunchpaket mitgeben lassen, so dass wir eigentlich gut verpflegt sind, aber am Rhein-Weserturm werden wir schwach und kehren doch ein. Bei einem Wildgulasch beraten wir die nächste übernachtung, doch als wir anschließend vor der Tür telefonisch etwas reservieren wollen, klappt nichts. Mein ausgedrucktes Unterkunftsverzeichnis habe ich verbummelt, die Touristenbüros haben nur noch ihre Anrufbeantworter am Draht und die zentrale Reservierungsnummer dudelt mir für 14 Cent/Min. Warteschleifenmusik vor. So beschließen wir einfach auf Gut Glück nach Heinsberg zu laufen, was mit 1ooo Einwohnern der größte Ort im Zielgebiet ist.<br />
Während der Hauptweg gut hergerichtet ist, zum Schluss leider über einen geschotterten Forstweg, scheinen bei den Zuwegungen immer noch nicht alle Sturmschäden beseitigt worden zu sein. Streckenweise müssen wir immer noch über umgestürzte Bäumen klettern.<br />
In Heinsberg haben wir Glück. Es gibt ein Hotel, in dem wir unterkommen. Mit unserem übrig gebliebenen Lunchpaket und drei kleinen Weinfläschchen, die wir von Schmallenberg hierhin geschleppt haben, machen wir uns auf den Weg und finden eine schöne sonnige Bank für ein Picnic. Die anschließende Dorfbesichtigung ist schnell erledigt. Der VfL spielt vor ausgesuchten Zuschauern, es gibt ein paar Kühe und ein paar nette Fachwerkbalkeninschriften. Das war&#8217;s.<br />
VfL-Mitglieder scheint man in Heinsberg daran erkennen zu können, dass sie ihre Terrasse mit Kunstrasen ausgelegt haben. Offensichtlich ist damals die Bestellung des Belages für die VfL-Arena etwas zu groß ausgefallen. Nur so läßt sich die Beliebtheit dieses Materials in Heinsberg erklären.</p>
<div class="wp-caption alignnone" style="width: 510px"><a href="http://www.ipernity.com/doc/pehei/2939609" target="_blank"><img title="Heinsberg" src="http://u1.ipernity.com/8/96/09/2939609.6eecc7ce.500.jpg" alt="Heinsberg mit hochgeklappten Bürgersteigen" width="500" height="376" /></a><p class="wp-caption-text">Heinsberg mit hochgeklappten Bürgersteigen</p></div>
<p><strong>Sonntag, 14.9.08<br />
+++ Heinsberg &#8211; Lützel +++ ca. 20 km +++ 10°+++<br />
+++heiter +++</strong><br />
Gleich zu anfang verlaufen wir uns. Heinsberg ist zugepflastert mit gelben Rothaarsteigsymbolen und irgendwie haben wir wohl das falsche erwischt. Als wir endlich wissen, wo wir sind, stellen wir fest, dass wir viel zu weit südlich sind. Da wir wegen des Bahnanschlusses nicht weiter als Lützel laufen dürfen, sind die Etappen sowieso schon recht kurz. So kommt uns diese unfreiwillige Abkürzung sehr ungelegen. Wir wandern also erst mal auf den örtlichen Wanderwegen nach Norden, um dann auf dem Rothaarsteig zurückzulaufen. Heute müssen wir allerdings feststellen, dass die schönsten Wegstrecken abseits des Rothaarsteigs lagen. Der eigentliche Steig geht größtenteils über breite Schotterpisten. Erst kurz vor Lützel wird es wieder besser.</p>
<div class="wp-caption alignnone" style="width: 510px"><a href="http://www.ipernity.com/doc/pehei/2939606" target="_blank"><img title="Belle Vue" src="http://u1.ipernity.com/8/96/06/2939606.157cb674.500.jpg" alt="Belle Vue" width="500" height="335" /></a><p class="wp-caption-text">Belle Vue</p></div>
<p>Von Lützel aus geht es mit viel Wartezeit beim Umsteigen nach Hause.<br />
Die Fahrt von Kreuztal nach Hagen verläuft kurzweilig. Wir sitzen direkt am Fahrkartenautomaten und beobachten die anderen Fahrgäste, wie sie versuchen ein Ticket zu ziehen. Wenn man sein Fahrtziel eingegeben hat, bleibt die Wahl zwischen einem SchöneReise-, SchöneFahrt-SchönerTag Single-, SchönerTag 5 Personen- oder einem Schönes Wochenende-Ticket. Wer jetzt nicht weiter weiß, probiert alle Varianten durch und hat, wenn er sich unterwegs nicht in den Menüs verheddert hat, nach ca. 10 Minuten sein Ticket. Zwischendurch entstehen immer wieder heiße Diskussionen zwischen den Fahrgästen. Nicht nur über die Bedienung, sondern auch darüber, dass man nur mit Karte oder Münzen, aber nicht mit Scheinen zahlen kann. Bahnfahren ist schön.</p>
<p style="text-align:center;"><a href="http://www.ipernity.com/doc/pehei/slideshow/album/85178" target="_blank"><strong>+++Fotos+++Fotos+++Fotos+++Fotos+++Fotos+++Fotos+++</strong></a></p>
<br /><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/radreisen.wordpress.com/136/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/radreisen.wordpress.com/136/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/radreisen.wordpress.com/136/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/radreisen.wordpress.com/136/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/radreisen.wordpress.com/136/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/radreisen.wordpress.com/136/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/radreisen.wordpress.com/136/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/radreisen.wordpress.com/136/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/radreisen.wordpress.com/136/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/radreisen.wordpress.com/136/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/radreisen.wordpress.com/136/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/radreisen.wordpress.com/136/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/radreisen.wordpress.com/136/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/radreisen.wordpress.com/136/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/radreisen.wordpress.com/136/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/radreisen.wordpress.com/136/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=radreisen.wordpress.com&amp;blog=4404771&amp;post=136&amp;subd=radreisen&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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