Radreisen – langsam reisen

Orientierung

Radwanderkarten
Bezugsquellen:
örtlicher Buchhandel, Outdoorläden oder Spezialisierte Kartenversandhäuser.
arc-en-ciel
In Deutschland ist der Radtourismus über ausgeschilderte Radrouten organisiert, zu denen es jeweils Spiralogebundene Karten (Bikeline) gibt. Der Vorteil daran sind jede Menge Zusatzinfos über Unterkünfte und Sehenswürdigkeiten. Nachteilig ist aber, dass ein Abweichen von der Route nicht möglich ist, da nur ein schmaler Korridor um die Route dargestellt wird. Auch kann es passieren, dass die Route verlegt wird, und das Kartenmaterial dann nicht mehr aktuell ist. Deshalb kommt man meiner Meinung nach um (zusätzliche) flächendeckende Karten, wie ich sie hier aufgeführt habe, nicht umhin. Lediglich sehr populäre Routen, wie die flussbegleitenden Strecken, sind mit Spiralos gut zu befahren.

Deutschland
In Deutschland hat sich der Aldi-Radkartensatz 1:100.000 recht gut bewährt. Für kleines Geld hat man Karten von ganz Deutschland. Damit ist dann auch jede spontane Planänderung möglich, ohne dass man gleich neue Karten kaufen muss.
Die Karten entsprechen in etwa den ADFC-Karten der BVA.

Beschilderte Radrouten, wie z.B. die „Römerroute“, sind sehr mit Vorsicht zu genießen. Die Fahrradbeschilderung ist in Deutschland äußerst unzuverlässig.
Es kann passieren, dass man immer fleißig den Schildern hinterher fährt, dabei die Strecke auf der Karte gar nicht mehr richtig verfolgt, und plötzlich endet die Beschilderung und man weiß garnicht mehr wo man ist.
Das Verfolgen der mit kinderhandgroßen Symbolen gekennzeichneten Route gleicht eher einer Schnitzeljagd und nimmt noch dazu jeden Umweg über holprige Waldwege mit.
Wenn man auch etwas Strecke schaffen möchte, sollte man daher die Fahrradbeschilderung meiden und lieber auf die gelben Schilder für den Autoverkehr vertrauen.

Aldikarte

  • Orangene und rote Routen (ohne Punktlinie)
    Die idealen Strecken. Meist wenig befahrene Nebenstrecken
  • Gepunktete Linie
    Radweg neben der Fahrbahn. Es gibt meistens einen Grund dafür und der heißt „Viel Verkehr“.
    Sehr ungemütlich zu fahren.
  • Lila und grüne Route
    Einen Versuch wert.
    Landschaftlich oft am reizvollsten.
    Allerdings manchmal schwer zu finden.
    Oft auch schlechte Wege.

Frankreich

IGN

Die ideale Karte habe ich noch nicht gefunden. Am besten bin ich aber mit den IGN-Karten 1:100.000 klar gekommen. Eine einfache Topografische Karte, die den Nachteil hat, dass keine Campingplätze verzeichnet sind. Die habe ich mir vor der Fahrt aus anderen Quellen besorgt und selber eingetragen.

Das Fahren in Frankreich (d.h. in den Vogesen) ist sehr angenehm, weil es kaum Radwege gibt. Klingt paradox, ist aber so. Wir sind auf den Auto-Nebenstraßen (D-Straßen) hervorragend vorangekommen. Der Verkehr hielt sich in Grenzen und man wurde nicht immer wieder auf irgendwelche abenteuerlichen Radpisten geführt.

Niederlande

Niederlande

Wie nicht anders zu erwarten ist es in den Niederlanden am besten geregelt. Die „ANWB/VVV Toeristenkaart 1:100.000“ ist hervorragend zum Fahren geeignet und die Radwege sind bekanntermaßen gut.
Der einzige Nachteil ist, dass es keine Berge gibt. ;o)

Eine Antwort

Abonniere die Kommentare per RSS.

  1. lichtundschatten sagte, am 25. Mai 2009 zu 10:21

    Das hat sich ja zu einer richtig informativen und liebevollen Fahrradsite entwickelt. Glückwunsch.


Eine Antwort schreiben