2009 Bohuslän (S)

Dieses Mal reisen wir ohne unsere Tochter, die mit einer Freundin in den Urlaub fährt. So fahren wir diesmal nur zu zweit nach Schweden. Da der Radtransport mit der Bahn in Schweden nicht ganz einfach ist, soll es diesmal ein Kreis von Göteborg zurück nach Göteborg werden. Über die Größe des Kreises gibt es keinen genauen Plan. Wir fahren ins Blaue und wenn es irgendwo schön ist, bleiben wir vielleicht auch länger dort.

01 S-Karte

+++ Fotostory +++ Unterkünfte +++

Samstag, 25.7.09
Frederickshavn

Nachdem wir unsere Tochter in Richtung Österreich verabschiedet haben, machen wir uns um kurz vor 8 selbst auf den Weg. Die Autofahrt nach Frederikshavn (DK) ist eine Höllentour. Von Bremen bis nach Dänemark reiht sich ein Stau an den anderen. Wir gehen es geduldig und entspannt an und freuen uns einfach etwas länger auf den Urlaub. Für 830km brauchen wir 13 Stunden. So spät fehlt uns am Ende Zeit und Lust zur Quartiersuche und wir landen statt im B+B oder Hotel heute doch auf dem Zeltplatz [1].
Die Zugalternative kommt mir jetzt trotz 5-maligen Umstiegs doch gar nicht mehr so unattraktiv vor. Schneller wäre sie aber auch nicht gewesen.

Sonntag, 26.7.09 / sonnig
Göteborg

Die Fährüberfahrt nach Göteborg ist für sich schon ein kleines Highlight. Unsere Räder stehen diesmal im untersten Fahrzeugdeck neben Motorrädern und LKW. Es ist laut, es stinkt, es ist dunkel. Hier unten ist es echt gruselig. Neben unseren Rädern steht eine teure Honda Goldwing. Gurte zum Festzurren der Räder, bzw. der Motorräder gibt es nicht für alle. Gott sei dank ist die See ruhig. Würde die Goldwing auf unsere Räder kippen, wäre unser Urlaub gelaufen. Würden unsere Räder umkippen und die Goldwing verkratzen, müssten wir wahrscheinlich um unser Leben fürchten.
Nach einer angenehmen Fahrt auf dem Sonnendeck folgt die Einfahrt nach Göteborg. Aus luftiger Höhe hat man vom Sonnendeck eine schöne Sicht auf die Schären. Von allen Fährüberfahrten ist dies bisher die spektakulärste.
Nachdem wir uns eine Unterkunft in einem Vandrarhem [2] besorgt und uns mit Geld und Lebensmitteln versorgt haben, fahren wir noch mal in die Stadt. Dass heute Sonntag ist, merkt man nicht. Alle Läden sind offen, die Stadt brummt. Wir schauen einer Gruppe von Rappern zu, trinken Kaffee und machen anschließend noch eine kleine Stadtrundfahrt. So lange, bis es gegen halb neun zu kühl wird und wir uns in unser warmes Zimmer zurückziehen.
Der Mensch von der Reception im Vandrarhem Linné ist ein netter Typ. Er ist völlig chaotisch organisiert und macht ständig drei bis vier Dinge gleichzeitig. Telefonieren, mit mir quatschen, Gäste einchecken, Überlegen warum die Jacke seiner kleinen Tochter auf der Theke liegt und gucken wo die Tochter wohl jetzt sein könnte, anderen Gästen das Schließsystem erklären, der Angestellten verklickern, dass Zimmer 35 noch geputzt werden muss und seinen Kuli suchen sind für ihn keine Dinge, die man nacheinander erledigen müsste. Der Typ ist ständig am rotieren. Weil er aber sehr hilfsbereit und amüsant ist, sieht man ihm die Gesprächspausen nach, wartet bis man wieder an der Reihe ist und genießt derweil das blanke Chaos, das hier herrscht.

Montag, 27.7.09 / Regen
Marstrand (45km)

Unser Frühstück nehmen wir in einem kleinen Café in der Nähe unseres Vandrarhems ein. Für 65 SEK bekommen wir soviel, dass es kaum zu schaffen ist. Das Café war wirklich gut gewählt, was man auch daran sieht, dass ziemlich viele Göteborger dort verkehren. Die machen mir allerdings Sorgen. Es ist kalt, es regnet – und die Schwedinnen laufen in ihrem dünnsten Sommerkleid und Gummistiefeln durch die Stadt. Das ist schön anzusehen, aber ich wage es nicht darüber nachzudenken, was mir das über das hiesige Klima sagt. Währenddessen nimmt der Regen kein Ende. Wir lassen uns Zeit. Unser Zimmer müssen wir sowieso erst um 12 räumen. Dann allerdings wirklich, weil es danach schon wieder vermietet ist. Wir müssen also weiter. Unser netter aber chaotischer Wirt ruft für uns in Marstrand an um ein Zimmer klarzumachen. So wissen wir bei dem Wetter wenigstens sofort wo wir hin müssen. Ganz einfach ist es nicht, aber am Ende treibt er doch noch eins auf. Es ist leicht zu finden: Hoch über dem Ort in einer alten Festung.
Die Reservierung dauert natürlich. Zwischendurch muss noch mit zwei Gästen und der Tochter („Hey, Olivia. oy, oy, oy, oy, oy, oyoy, oy, oy, oy…“) telefoniert werden, wegen der guten Gelegenheit die Connections nach Marstrand gepflegt werden und noch eine Frau an der Reception bedient werden. Der Mann lebt eindeutig herzinfarktgefährdet.
Gegen zwölf brechen wir auf. Es regnet, meistens nicht all zu stark aber dafür dauerhaft. Der Wind kommt allerdings von hinten. Als nach 2/3 der Strecke der Regen aufhört schöpfen wir Hoffnung, dass wir doch noch trocken in Marstrand ankommen. Bis dahin sind wir mit unseren flatterigen Regenponchos gefahren. Die sind eigentlich sehr unpraktisch, aber momentan habe ich nichts besseres. Ich bin froh, dass ich das Ding jetzt endlich ausziehen kann und lasse es auch aus, als der Regen wieder etwas beginnt.
Marstrand ist die letzte in einer Kette von Inseln, die alle mit Brücken und Dämmen verbunden sind. Bevor wir die sehr hohe Instönbrön passieren, überrede ich Heike, ihren Poncho auch lieber auszuziehen, da ich Angst habe, dass der Wind sie sonst vom Rad weht. Außerdem regnet es auch gerade nicht mehr.
So erwischt uns der nächste Regenguss am Ende der Brücke ziemlich ungeschützt. Nun sind wir wirklich richtig nass. In den Schuhen steht das Wasser. Gut, dass es nicht mehr weit ist.
Das Vandrerhem auf der Festung [3] ist ein echter Volltreffer. Wir beziehen ein gemütliches Zimmer hinter dicken Festungsmauern mit einer herrlichen Aussicht über die Schären und vor allem einer heißen Dusche.

Dienstag, 28.7.09 / sonnig, windig
Stenungsund (45km)

Frühstück gibt es heute mit Schären-Aussicht auf dem Zimmer. Als wir gegen 10.00 Uhr auschecken, geraten wir mitten in die Führung einer deutschen Reisegruppe. Wir fragen ob wir uns anschließen können und so lernen wir noch alles über Lasse-Maja, den omnipräsenten Volkshelden der Insel (Ein Dieb, der sein Handwerk in Frauenkleidern betrieben hat und in der Festung inhaftiert war), die Lebensbedingungen von Festungshäftlingen, deren Leben oft ziemlich kurz war, und kommen noch auf den Turm.
Unten im Dorf haben wir die Fähre nach Tjörn verpasst. Die nächste fährt erst wieder sehr spät und so müssen wir leider den Landweg nehmen. Aber erst mal holen wir Marstrand nach, was gestern wegen des Regens etwas kurz gekommen ist. Bis Mittags sitzen wir am Hafen und schauen dem regen Treiben der Schiffe zu. Erst nach dem Mittagessen brechen wir auf. Die Strecke ist im Inland relativ unspektakulär aber wir kommen gut voran. In Stenungsund finden wir direkt hinter der ersten Brücke in Richtung Tjörn einen ruhigen aber etwas nassen Campingplatz [4]. Es ist recht nett hier, auch wenn wir von den Nachbarn, einem älteren schwedischen Ehepaar, misstrauisch beäugt werden. Mein Gruß wird nicht erwidert, dafür wird durch die Gardine alles genauestens beobachtet. Nachdem sie sich an uns gewöhnt haben, gehen sie aber wieder ihrer normalen Tätigkeit nach: Holz sägen, Rasen mähen, Staubsaugen… es gibt immer was zu tun.
Langsam füllt sich der Platz. Ein Wanderer schlägt sein Zelt auf. Wir wechseln ein paar Worte auf englisch, dann gehen wir erst mal zur Badestelle. Als wir wiederkommen steht neben uns ein weiteres Zelt. Wieder ein paar Worte auf englisch, dann ziehen sie ihrer Wege. Erst am Abend stellt sich heraus, dass eigentlich alle Deutsche oder Schweizer sind. Es wird ganz gemütlich. Als es dunkel wird, wirft die Gasfackel der Industrieanlage auf der anderen Seite des Sunds ein flackerndes Lagerfeuerlicht auf die ganze Szenerie, während Charlotte und Robert uns mit wertvollen Tipps für die Weiterfahrt versorgen. Die beiden suchen zur Zeit ein Haus in Schweden, weil sie auswandern wollen. Robert ist bestens dafür vorbereitet. Neben Schwedischkenntnissen hat er auch den kompletten Nahverkehrsplan von ganz Schweden im Kopf. Von ihm stammt der Tipp, dass nicht die Züge das Verkehrsmittel der Wahl in Schweden sind, sondern die Express-Busse und die würden seiner Meinung nach auch Fahrräder mitnehmen. Morgen ruft er für uns bei Västtrafik an, um das abzuklären.

Mittwoch, 29.7.09 / bewölkt
Malö (45km)

Heute bummeln wir. Lange schlafen, Frühstück, mit Charlotte und Robert den Bustransfer regeln (es geht)… bis wir loskommen ist es 12.00 Uhr.
Die Fahrt über Tjörn ist nicht so schön. Besser und kürzer wäre hier die Fähre nach Svanvik gewesen. Wegen der Brücken müssen wir immer auf der Hauptstraße mit viel Verkehr bleiben. Die Schweden sind sehr rücksichtsvolle Autofahrer aber es ist halt sehr laut. Immerhin fühlen wir uns aber auf der vollsten schwedischen Landstraße sicherer als auf so manchem deutschen Radweg. Nicht ein mal überholt ein Auto bei Gegenverkehr oder kurz vor der Kurve und immer halten sie reichlich Abstand. Die schwedische Gelassenheit ist beeindruckend. Unsere deutsche, straßenkampferprobte Sicherheitsfahrweise (Reichlich Abstand zum Straßenrand um im Notfall noch Platz zum Ausweichen zu haben und die Autofahrer nicht zu gefährlichen Überholmanövern zu animieren) können wir schon bald ablegen. Schwedische Radwege sind allerdings mit Ausnahme von Göteborg fast noch schlimmer als in Deutschland. Wenn es sie denn gibt, sind sie völlig unübersichtlich, hören ohne klare Verkehrsführung urplötzlich auf oder führen plötzlich von der Straße weg um in einer Wohnsiedlung zu enden.
Nach der Mittagspause, in der wir mal richtig in schwedischem Zeug schwelgen, wird es besser. Die Insel Orust überqueren wir auf Nebenwegen. Idyllisch.
Unser Zielcampingplatz liegt auf der nächsten Insel Malö. Während wir auf die Fähre warten, stößt Matthias aus Bonn zu uns und spricht uns an. Klar, dass er uns gleich als Deutsche erkennt. Seine Packtaschenausrüstung ist mit unserer praktisch identisch. Wie wir möchte er auf den Malö-Campingplatz [5]. Der ist eine echte Überraschung. Wir zelten direkt am Wasser mit Blick auf die Schären. Leider ist er auch ziemlich voll.
Auch mit Matthias lässt es sich abends nett plaudern. Er hat mal ein halbes Jahr in Stockholm gearbeitet und spricht fließend schwedisch.

Donnerstag, 30.7.09 / bewölkt, Schauer
Lysekil (18km)

Nachts hat es geregnet, aber als wir aufstehen hat der Wind das Zelt schon fast wieder trocken geblasen. Unser Frühstück dürfen wir schon wieder auf unserem zelteigenen Aussichtsfelsen einnehmen.
Gut, dass wir nicht zu spät aufgestanden sind, im Waschhaus wird es ganz schön eng. Auf dem völlig überfüllten Platz stehen nur 2 Waschbecken, 2 WC und 2 Duschen zur Verfügung. Wir beschließen, uns bis zum Ende der schwedischen Ferien erst mal ins Inland zu verkrümeln.
Die Fahrt geht bei heftigem Seitenwind und bewölktem Himmel durch eine abwechslungsreiche Landschaft. Von Fiskebäckskil mit seinen putzigen Holzhäusern nehmen wir die Fähre nach Lysekil. Dort legt gerade der historische Dreimaster „Götheborg“ an. Die Mannschaft trägt historische Uniformen. Es ist ein interessantes Schauspiel.
Als wir gerade unser Mittagessen eingekauft haben, überrascht uns ein heftiges Gewitter. Unter einer überdachten Bühne in einem Park finden wir Schutz und richten uns auf eine längere Pause ein. Wir wollten ja sowieso gerade Mittag machen. Leider haben wir genau das Wohnzimmer der örtlichen Pennerclique erwischt und wir haben uns nicht mal die Schuhe ausgezogen.
Nach und nach treffen sie alle ein. Manche noch ganz normal aussehend, andere schon deutlich heruntergekommen, mit stinkenden Hunden und lautstark alkoholvernebeltes Zeug absondernd. Als noch ein zahnloser alter Schwede dazustößt, wird es unangenehm. Sofort stürzt er sich auf die beiden Touristen und freut sich zwei neue Freunde fürs Leben gefunden zu haben. In kaum zu verstehendem Englisch erzählt er uns sein Leben, lacht sich dabei kaputt und beendet jeden Satz mit „Don’t worry, be happy“. Wir sind froh, als der Regen nachlässt und wir uns davonmachen können. So richtig wird das mit dem Wetter heute nichts mehr und auf einen zweiten Tag wie Montag haben wir keine Lust. So nehmen wir uns ein Zimmer [6] und beenden die Etappe. Sind wir halt doch noch mal am Meer.
Abends geht es in den Ort. Der Wind hat mittlerweile Sturmstärke angenommen. Im Fjord haben die Wellen weiße Schaumkronen und es pfeift ordentlich um die Masten der Segelschiffe. Ganz schön zum spazieren gehen aber gut, dass wir nicht weiter gefahren sind.

Freitag, 31.7.09 / Sturm
Morgens treibt der Sturm den Regen gegen unser Fenster. Es sieht nach Weltuntergang aus. Heute bleiben wir hier. Nach einem Umzug ins Gartenhaus unseres Vermieters warten wir auf besseres Wetter. Das stellt sich ab Mittag dann auch wunschgemäß ein.
Wir brechen zu einer Klippenwanderung auf. Bei gefühlter Windstärke 35 lassen wir uns ordentlich durchpusten und müssen aufpassen, dass wir nicht ins Meer geweht werden. Eine Mordsgaudi.

Samstag, 1.8.09 / sonnig
Svarteborg (41km)

Morgens um 6.00 Uhr schaut die Sonne durchs Fenster. Unser Gästebett im Gartenhaus lädt wirklich nicht dazu ein, sich noch einmal umzudrehen und so kommen wir heute früh los. Ein freundlicher Wind treibt uns an, die Sonne scheint und die Landschaft ist idyllisch. Wälder und Wiesen bedecken die Hügel, nur unterbrochen von Felsen und bunten Holzhäusern. Stille.
Um 12.00 Uhr sind wir schon an unserem heutigen Tagesziel in Svarteborg. Hier finden wir am „Stencentrum“ einen ruhigen, sehr einfachen Campingplatz vor [7]. Das Stencentrum bietet hübsche Dinge zum Zustauben an. Zum Glück alles aus Granit und damit nicht transportabel. Das angeschlossene Café nutzen wir hingegen gerne. Die schwedische Art gefällt mir. Der Kaffee steht in einer Thermoskanne oder auf einer Warmhalteplatte bereit. Man bedient sich einfach selber, zahlt seine 15 SEK und gut. Das ist irgendwie familiär und gemütlich. Manchmal ist dafür auch noch eine zweite Gratistasse drin, aber woran man das erkennt, habe ich noch nicht durchschaut. Es geht wahrscheinlich nur, wenn der Wirt selbst einschenkt.
Den Rest des Tages liegen wir faul in der Sonne, wenn wir nicht gerade auf irgendwelche Aussichtsfelsen steigen oder zum See gehen (leider keine Badestelle auf der Campingplatzseite).
Abends hüllt dichter Rauch den Platz ein. Jedes Zelt hat seine eigene Feuerstelle. Nur wir waren natürlich zu faul und haben kein Holz gesammelt. Die Mücken haben aber auch so keine Chance. Dafür sorgen unsere Nachbarn schon.

Sonntag, 2.8.09 / sonnig
Bergetappe bis ans Ende von Schweden (45km)

Heute geht es in die Berge. Nicht, dass es bisher topfeben gewesen wäre aber heute setzen wir noch einen drauf. Lange Anstiege bringen uns hoch an den Rand des Kynnefjälls östlich des Bullaresjös. Den See bekommen wir dabei kaum zu Gesicht, aber die Landschaft und die Abgeschiedenheit belohnen die Mühe auch so.
Mittagspause in Mickelskogen. Den Ort gibt es eigentlich gar nicht, sondern nur eine Ansammlung weit verstreuter Höfe und Häuser in der Nähe einer Sandpiste. Wir sitzen auf einem Hügel in der Sonne und können einen guten Teil des „Dorfes“ überblicken. Die Jugend vertreibt sich den Sonntag, indem sie mit Moppets oder Quads durch die Felder brettert. Wie das wohl ist, hier aufzuwachsen und zu leben? Die meisten Häuser betreiben keine Landwirtschaft. Hier hat man offensichtlich weite Wege zur Arbeit. Im Mittelalter gab es in Schweden noch viel mehr richtige Dörfer. Erst im 19.Jahrhundert wurden sie durch Bodenreformen auseinandergerissen und die Höfe kamen dort hin wo die Felder lagen. Astrid Lindgrens Großeltern dürften das vielleicht noch miterlebt haben.
Am Ende des Sees, kurz vor der norwegischen Grenze, finden wir eine kuschelige Hütte [8] direkt am See mit reichlich Platz drumrum und eigener Badestelle. Hier bleiben wir erst mal ein paar Tage.

Montag-Donnerstag, 3.-6.8.09 / Regen+Sonne
Pausetage in Vassbotten

…..Hier gibt es nichts außer einem kleinen Kramladen, einem Campingplatz mit Bootsverleih, der Straße nach Norwegen, einem Wasserfall, dem See und den Wäldern. Wir genießen die Ruhe. Die ersten beiden Tage sind etwas verregnet. Für zwei kleine Wanderungen zum Elchwasserfall reicht es trotzdem. Der Elchfall ist mit 46m Bohusläns höchster halber Wasserfall. Die andere Hälfte gehört zu Norwegen.
Überhaupt Elche: Langsam glaube ich ja, es gibt gar keine Elche in Schweden und das ganze ist nur ein Werbegag von IKEA und Mercedes. Wenn es welche gäbe, müsste man doch mal einen sehen.
…..Am zweiten Tag setzt nachmittags endlich das angekündigte Badewetter ein.
Wenn man sich ein Boot mietet, braucht man nur um die nächste Ecke paddeln und hat eine Badestelle ganz für sich allein.
…..Auf dem Gelände gibt es drei Stugars (Hütten). Die größte war bei unserer Ankunft schon an eine holländische Familie vermietet. Die sind sehr nett, aber der Kontakt beschränkt sich auf gelegentliche Smalltalks an der Badestelle. In das mittlere Haus ziehen nach ein paar Tagen drei holländische junge Männer ein. Die drei werden von einem Vater der drei in der Wildnis zum Angeln ausgesetzt, danach fährt Vattern wieder weg. „The three guys“ zelebrieren gepflegte Langeweile. Vor Mittag sieht man sie selten. Dann wird antriebslos einzeln über den Platz getrottet. Irgendwann rafft man sich auf um gemeinsam zum Laden zu gehen und die Ölvorräte aufzufüllen. Nachmittags geht es dann mit dem Boot auf den See zum Angeln. D.h. einer rudert ständig hin und her, einer stippt die Angel mal hier hin und mal dort hin und einer liegt dösend im Heck. Zum Mittagessen gibt es übrigens Fischstäbchen aus der Mikrowelle.
…..Lars, unser Vermieter, glaubt nicht, dass man Fahrräder in Bussen transportieren kann. Ich glaube es doch. Wir haben schließlich bei Västtraffik gefragt und Robert hat es gesehen. Lars Unglaube zahlt sich für uns aus. Er recherchiert im Internet und stellt fest, dass die Bahn Strömstadt-Göteborg sehr wohl Räder mitnimmt und zwar ohne Umsteigen und ohne Reservierung solange der Platzvorrat reicht. Betreiber der Bahn ist ebenfalls Västtrafik.

Freitag, 7.8.09 / Sonne satt
Strömstadt (37km)

Heute müssen wir weiter. Morgen ziehen neue Mieter in unsere kleine Hütte ein und eigentlich fehlt uns ja auch noch ein Stück Schärenküste. Sofort zu Anfang geht es erst mal 3km steil bergan. Danach geht es die nächsten 30km Richtung Meer und das liegt unten. Bis Skee dauert der Spaß, dann heißt es noch mal einen kleinen Bergkamm zu überwinden und wir sind in Strömstad. Gegen die Einsamkeit der letzten Tage ist der Ort direkt ein Kulturschock. An der Badestelle des Campingplatzes [9] geht es zu wie im Freibad, dabei ist es dort noch nicht mal richtig schön. Auch der Zeltplatz ist rappelvoll. Nach einer Mittagspause fahren wir erst mal in den Ort, kaufen ein und beobachten das Gewimmel der Fähren und Yachten. Langsam wird es besser. Wir sind wieder in der Zivilisation.
Die Sache mit der Rückfahrt lässt mir keine Ruhe. Am Busbahnhof steht gerade der Bus nach Göteborg. Die Gepäckabteile sind schon ziemlich voll und auch wenn sie leer wären ist mir schleierhaft wie zwei Räder ohne Schäden in die engen Gepäckluken passen sollen. Das wir auch den Zug nehmen können beruhigt mich doch sehr.

Samstag, 8.8.09 / sonnig + warm
Grebbestad (55km)

Die ersten 10km gehen an einer verkehrsreichen Hauptstraße entlang, danach wird es besser. Es ist ziemlich warm heute, so sind wir froh als wir in Grebbestad ankommen. Leider sind die Campingplätze, wie nicht anders zu erwarten, ziemlich überfüllt. Hütten sind dort erst recht keine mehr zu kriegen. Wir würden gerne etwas länger bleiben aber ohne Kühlschrank hat das keinen Zweck. Als wir gerade aufgeben wollen, sehen wir ein Schild mit der Aufschrift „Stuga“ und einer Telefonnummer am Straßenrand. Ein Anruf und die Sache ist geritzt. Die Hütte [10] steht auf einem kleinen ehemaligen Bauernhof. Man kommt sich vor wie bei Michel aus Lönneberga. Es gibt das Huhn Hinke-Lotta, einen Fahnenmast (Klein-Ida ist hier allerdings ein Junge) und eine Trissebude, sprich Plumpsklo.
Die Dusche ist eine Zumutung, die Hütte selber ist allerdings ganz gemütlich und vor allem steht sie nicht auf einem völlig überfülltem Campingplatz. Da auch der Preis stimmt, nehmen wir sie. Auf dem Weg zur Badestelle müssen wir sowieso über den Campingplatz und dort sind schließlich auch Duschen.
Abends geht es noch mal nach Grebbestad, wo wir am Hafen einen hervorragenden Fisch serviert bekommen. Wenn man die Campingplätze meidet ist es hier sehr schön.

Sonntag-Dienstag, 9.8.09-11.8.09 / mal sonnig, mal bewölkt
Rund um Grebbestad (105km)

Wir gehen Baden oder Essen, machen Ausflüge, grillen und tun was Touristen so tun.
…..Unsere Vermieter sind eine junge Familie mit drei Jungen im Kleinkind- und Vorschulalter. Die beiden ältesten haben uns irgendwie ins Herz geschlossen und versuchen regelmäßig mit uns zu reden. Mit ihren wenigen Brocken Englisch scheitert das meistens schon im Ansatz. Am besten funktioniert es, wenn sie einfach schwedisch reden. Wenn man Glück hat hört man dann die Schlüsselwörter heraus. Ihnen das zu erklären scheitert mit meinen wenigen Brocken Schwedisch leider schon im Ansatz.
…..Man muss nicht immer alles sehen, was im Reiseführer steht. Ein durchaus lohnendes Ziel sind jedoch die Felsritzungen von Tanum. Diese bronzezeitlichen Zeichnungen gibt es eigentlich überall im Bohuslän verstreut, sie sind aber nicht so einfach zu finden. Da es rund um Tanumshede besonders viele auf kleinem Raum gibt, hat man die teilweise stark verwitterten Ritzungen mit roter Farbe ausgemalt um sie besser sichtbar zu machen. Man beginnt im Vitlycke-Museum. Die sehr schön gemachte Ausstellung erklärt die geschichtlichen Hintergründe der Zeichnungen. Neben einem Shop und einem Café gibt es im Museum ein Faltblatt mit einer Karte, auf der die einzelnen Fundstätten der Umgebung verzeichnet sind. Die erste große ist gleich vor der Tür, danach muss man fahren und auch eine kleine Wanderung ist dabei.
…..In Grebbestadt erwischt uns ein Unwetter. Pottschwarz zieht es vom Meer heran. Wir können gerade noch in ein Buswartehaus flüchten, bevor ein Sturzregen herunterkommt und unser Wartehäuschen und den benachbarten Supermarkt flutet. Die Blitze schlagen ringsum in beängstigender Nähe ein. Mit uns zusammen ist noch ein junges Mädchen und -natürlich- der Ortsalkoholiker in der Glaskiste gefangen. Er zwingt uns ein anfangs nicht unangenehmes Gespräch auf bis er anscheinend auf sein Lieblingsthema kommt. Mit guter Kenntnis der historischen Daten möchte er uns davon überzeugen, dass die Reichskristallnacht nur ein Fake war und die Juden ihre Synagogen selbst angezündet haben. Er redet sich richtig in Rage und ich komme langsam zu der Überzeugung, dass es in Schweden besser ist, den Regen auszuhalten statt vor ihm unterzukriechen. Wir ersparen es uns herauszufinden, ob die Juden in Ausschwitz vielleicht auch noch kollektiven Selbstmord begangen haben, indem wir uns demonstrativ abwenden und so bald es geht flüchten. Den restlichen Regen warten wir im System Bolaget (dem staatlichen Spritladen für alles ab 4%) und im nahen Supermarkt (wir haben ja wasserfeste Sandalen) ab. Eine Stunde später scheint wieder die Sonne und wir können ein Picknick auf die Klippen über der Stadt schleppen. Von hier hat man einen schönen Blick auf die Stadt, den Hafen und den Schärengarten.
…..Das Naturschutzgebiet um die Ecke bietet warme Steine mit integriertem Meeresrauschen. Wir sonnen uns wie die Eidechsen. Etwas exklusiver ist der Besuch der Inseln Trossö-Kalvö-Lindö. In Havstensund endet die Straße. Die nachfolgenden drei Inseln sind nicht ans Festland angeschlossen. Es gibt auch keine Fähre. Wer hier wohnt, hat ein eigenes Boot und über die Inseln führt nur ein grüner Pfad. Autos gibt es keine. Wenn man sich etwas umhört findet man ein Fischerboot, das einen rüber bringt und zur vereinbarten Zeit wieder abholt. Allerdings zum Taxipreis.
…..Ein Lokal, dass nur unbequeme Bänke und minimalistische Deko bietet und trotzdem rappelvoll ist, muss gut sein. Das ist bei „Hanssons Fisk und Skalendjur“ der Fall. Vorne ist ein Fischgeschäft und hinten werden die Reste vom Tag zu günstigen Preisen im Restaurant serviert. Wir schwelgen in Shrimps, Muscheln und Langusten.

Mittwoch, 12.8.09 / sonnig
Göteborg

Nach einer problemlosen Zugfahrt kommen wir kurz nach Mittag in Göteborg an. Diesmal wohnen wir sehr zentral mitten in der Stadt [11]. Der Plan war eigentlich die Kreditkarte qualmen zu lassen, weil Outdoor-Kleidung hier recht günstig ist. Nützt aber nix, wenn man nix findet. Irgendwann geben wir es auf und lassen uns nur noch treiben. Wir sind mitten in ein Festival geplatzt. Überall ist etwas los und abends ist an jeder Ecke Musik.

Donnerstag, 13.8.09 / sonnig
Göteborg zeigt sich nochmal von seiner schönsten Seite. Es ist angenehm warm. Die neu angekommenen Touristen haben alle Jacken an. Wir sitzen in unserer dünnsten Sommerkleidung in einem Straßenkaffee mit Blick auf die improvisierte Bühne für Varieté-Künstler. Die Vorstellung ist praktischerweise auf englisch.
Um 15.00 Uhr ist unser Urlaub dann leider viel zu schnell zu Ende und die Fähre bringt uns zurück nach Dänemark.
Unser erster Schwedenurlaub wird bestimmt nicht unser letzter gewesen sein. Die Landschaft ist schön, klar. Aber das ist sie woanders auch. Sogar bei höheren Temperaturen. Es war vor allem die schwedische Gelassenheit und Freundlichkeit, die wir toll fanden. Und das Essen. Nur schade, dass es in Schweden keine Elche gibt.

Die Fotostory:

 

0001 Hinfahrt

Die Hinfahrt ist eine Höllentour…

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0101-2

…was allerdings durch die Fährüberfahrt reichlich entschädigt wird.

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0101-4

Blick vom Sonnendeck der Fähre

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0102-3

Göteborg…

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0102

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0102-1

… ist auch Sonntags voller Leben.

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0201-0

Nach einer Regenfahrt…

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0202

…kommt uns unser Hotel auf der Festung Carlsten in Marstrand wie ein Traum vor

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0301-4

Marstrand. Alles wieder gut.

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0301-2

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0302

In Stenungssund wird erst mal die Badestelle aufgesucht…

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0302-1

… Die ist zwar noch zu kalt zum Baden aber sehr gemütlich.

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0302-2

0302-3

Die Gasfackel der Industrieanlage auf der anderen Seite des Sunds taucht unseren Campingplatz in ein gemütliches Lagerfeuerlicht

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0402

Auf der Insel Malö zelten wir mit Blick auf die Schären. Wenn man nicht nach hinten guckt, bleibt die Illusion eines exklusiven Plätzchens.

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0501

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0502

Fiskebäckskill mit seinen putzigen Holzhäusern.

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0503-3

Bis Lysekil kommen wir, dann beendet ein Regenguss unsere Fahrt…

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0503-1

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0503-2

Der Segler „Götheborg“ liegt für ein paar Tage in Lysekil

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0602 Schwedendesign

Unsere Unterkunft ist entweder eine Müllhalde oder ein Museum

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0504

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0601-3

Mit dem Rad fahren wir zu den Klippen in Lysekil. Es geht einen ordentlichen Berg hinunter. Wenn man sich rollen lässt, ist man kaum schneller als ein Fußgänger, weil ein ausgewachsener Sturm von vorne bläst.

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0601-4

Eine Felsenwanderung…

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… bei Sturm

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0601-6

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0601

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0601-5

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0701

Es geht weiter. Der Sturm hat besseres Wetter gebracht.

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Der Bullaresjö: Ein langgestreckter See im Inland.

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0801

Wir nähern uns Norwegen.

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0901-10

In Vassbotten, direkt am Grenzübergang nach Norwegen, machen wir ein paar Tage Pause am See.

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0901-1

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0901-4

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0901-6

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0901

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0902-5

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0902-2Der Elchfall. Bohusläns höchster halber Wasserfall

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0902-7

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1001Es geht weiter. Wir wären gerne noch etwas länger hier geblieben.

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1002Strömstad

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1101-6In der Nähe von Grebbestad gehen wir schon wieder vor Anker.

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1102-5Der „Michelhof“ beherbergt uns für vier Tage

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1102-1

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Schalengetier
Bildautor: annett.s

Die Schweden lieben Schalentiere…

0902-3…und fette Amischlitten…

0902-4…je größer, desto besser…

1102…völlig logisch, dass Arvids Lieblingsspielzeug ein Hummer ist…

1102-2

…auch wenn er manchmal die Kontolle darüber verliert.

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1101-3Wir verbringen ein paar schöne Tage hier…

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1101-8…machen Ausflüge…

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1101-9…nach Havstensund…

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1101-10… und zur Insel Lindö..

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1101-12

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1101-11… wo es keine Autos und keine Straßen gibt.

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1201Selbstverständlich statten wir auch den bronzezeitlichen Felsritzungen von Tanum einen Besuch ab

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1201-3

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1201-6

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1101-13Schön ist es auf den warmen Felsen zu liegen und den Blick über das Meer schweifen zu lassen…

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…oder auf unserer Terrasse in der Sonne zu sitzen…

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1103-2… aber manchmal kann das Wetter auch ganz anders sein..

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Ein Unwetter treibt uns ins nächste Buswartehäuschen

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1302-2Irgendwann ist der schönste Urlaub vorbei. Wir sind wieder in Göteborg.

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1302Und beobachten staunend, wie man auch Urlaub machen kann. Die Samar ist eine 77m lange Luxusyacht. Man kann sie chartern, wenn man 550000,- EUR für eine Woche übrig hat.

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1301

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Unterkünfte:

Alle Preise für 2 Personen pro Nacht.
Kurs zur Zeit: 11 SEK = 1 EUR

[1] Nordstrand Camping Frederickshavn. Trotz der Größe ruhig und komfortabel. Einzelne Badezimmer mit Dusche, Waschbecken und WC. Direkt am Strand.Ca. 30,-€.

[2] Vandrarhem Linné, Vegagatan, Göteborg
Ordentliche Zimmer in einem Wohnblock direkt an der Straße. Gemeinschaftsküche und Gemeinschaftstoillette. Internet. Frühstück wird nicht immer angeboten, lässt sich aber in den Cafés in der Umgebung bekommen. 740 SEK.

[3] Festing Carlsten, Marstrand
Offenbar sind Vandrarhems in Schweden immer so teuer. Heute bezahlen wir sogar 950 SEK. Dafür wohnen wir aber auch sehr exklusiv auf der Festung. Die Zimmer sind sehr gemütlich, haben eine schöne Aussicht und ein eigenes Bad. Das ist zwar über den Flur aber abschließbar. Eine Küche gibt es nicht, lediglich einen Wasserkocher auf dem Zimmer. Zu Essen gibt es auch nichts, so dass man sich im Ort verpflegen muss.

[4] Camping Stenungsögården
Im Wald, einfach aber sehr komplett eingerichtet. Es gibt Tische und eine komplette Küche mit Sitzecke.
110 SEK.

[5] Campingplatz Malö
Durch die Straße geteilter Platz auf (für Zelte) hügeligem Gelände direkt am Wasser. Landschaftlich sehr schön aber auch sehr voll. Zu wenig Sanitäreinrichtung. Kleiner Laden. 230SEK (+130 SEK für Campingcard).

[6] Zimmer in Lysekil. 650 SEK
2. Nacht 400 SEK
Der Wirt ist ein Messie. So ein zugerümpeltes Haus sieht man selten. Immerhin trocken.

[7] Camping Stencenter, Svarteborg.
Ruhig, Wanderwege vom Platz, einfache Sanitäre Anlagen, Küche, 2 Hütten (Stugas), Einkaufsmöglichkeit in Dingle (4km), 160 SEK

[8] Stuga von Fam. Hellström in Vassbotten 8 (+46705274806).
Eigenes Bad außerhalb der Hütte, 2 Zimmer, Veranda, schöner Seeblick, direkt an der Straße aber nicht viel Verkehr. Kleiner Laden in 1km Entfernung. Kanuverleih 500m (180 SEK/Tag), eigener Bootsverleih. 300 SEK

[9] Camping Strömstad. Stadtnah. Badestelle. Stugas. Zelte stehen oben auf einer Bergkuppe. Sehr idyllisch wenn der Müllcontainer nicht so stinken würde. Wie wahrscheinlich überall an der Küste recht voll. 210 SEK

[10] Stuga bei Grebbestadt (Straße Richtung Havstensund. Am Abzweig Långeby rechts).
Wirklich sehr einfach aber hübsch auf einem ehemaligen Bauernhof gelegen. 300SEK

[11] Hotel Robinson, Göteborg,
sehr zentral, Frühstücksbuffet mit viel Wurst und wenig Marmelade, 800SEK

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9 Kommentare zu „2009 Bohuslän (S)

  1. Hallo Peter und Heike,
    schade, dass euer Urlaub schon zuende ist. Ich hätte gerne noch mehr von eurem sehr unterhaltsamen Reisebericht gelesen. Musste oft herzhaft lachen. Peter, du solltest mal überlegen, ob du nicht noch zum Schriftsteller wirst.

    Lieben Gruß
    bis bald
    Akku ist gleich leer!

    Beate plus 3

  2. Ihr hättet die guten Leute in Stenungsund auf Holländisch ansprechen sollen, das bricht auf jedem Campingplatz der Welt das Eis 🙂
    Klingt wie eine reichlich interessante Tour. Obwohl Schweden hier ja quasi vor der Haustür ist, war ich noch nie dort; irgendwie schreckt es mich ab, die lokale Sprache nicht zu beherrschen. Aber schön sieht’s aus …
    Ihr werdet nicht gezielt drauf geachtet haben, aber hättet ihr euch in der Gegend auch vegetarisch verpflegen können, ohne ständig selbst zu kochen?

  3. In Stenungssund war ausnahmsweise mal kein einziger Holländer auf dem ganzen Platz.

    Was die Sprache angeht: Manchmal hatte ich den Eindruck, die Schweden reden untereinander schon englisch.
    Ich war noch nie in einem Land, wo die Verständigung ohne Beherrschung der Landessprache so einfach war.
    Ich hatte auch nicht den Eindruck, dass es für die Schweden ein Akzeptanz-Problem war, wie es in Frankreich manchmal der Fall ist.

    Vegetarisch Essen: In Göteborg ist mit Sicherheit kein Problem. Ansonsten stell es Dir so vor, als ob Du durch die Lüneburger Heide fährst. Da findest Du auch nicht an jeder Ecke ein vegetarisches Restaurant. Es gibt aber alles andere wie bei uns. Du kannst Dir einen Salat beim Italiener bestellen oder ähnliches. Aber zugegeben: Wenn Du Dir bei IKEA die Speisekarte anschaust, stehen da Köttbullar auch ganz oben. Die Schweden essen schon gerne etwas deftiger.

    An dieser Stelle noch ein Nachtrag:
    Gestern hatte ich eine Mail von Mathias aus Bonn eine Mail im Postfach. Den Sturmtag, den wir in Lysekil verbracht haben, hat er mit gewaltigem Rückenwind und ebensolchem Regen auf dem Rad verbracht. In Hamburgsund angekommen gab es natürlich kein Zimmer und er musste Zelten. Auch wenn er kein Auge zugetan hat, das Zelt hat gehalten.

  4. Schöner Reisebericht. Ich hätte nur die Bilder gerne im Text gehabt, dann hätte ich nicht so oft scrollen müssen.
    Mir gefällt vor allem, dass ihr euren Spaß habt, auch wenn Wetter oder andere Bedingungen nicht optimal sind.

    1. Tja, die Bilder im Text oder drunter, das ist eine schwierige Frage. Ich hatte das früher so. Ich finde, wenn man viele Bilder hat und sie groß zeigen möchte, stören sie den Lesefluss.
      Ich habe überlegt es so zu machen und bin mir auch nicht ganz sicher, ob es unten drunter besser ist, aber im Moment tendiere ich schon in diese Richtung (Also unter’m Text).

  5. Peter, ganz schnell, ohne dass ich in Ruhe den ganzen Text gelesen hätte. Ich gebe dem o.g. Fotofreund recht: Es sind tatsächlich zwei Geschichten, zumal das Rollen der Fotos dann doch etwas hinderlich wird. Hier haben die Fotos eindeutig unterstützenden Charakter.
    Meine Idee wäre, die Bilder eines Tages jeweils unter einen Tagesbericht zu setzen … mit den flockigen Kurzkommentaren, die das Gelesene noch mal variieren, denn die haben eine ganz besondere Bedeutung für das dann visualisierte Verständnis…
    Mir kommt das dann eher wie eine bildhafte Erinnerungsstütze dessen, was ich gerade gelesen habe, vor. Es gehört zumindest sinnhaft näher zusammen … Beispiel die Steinzeichnungen auf dem Felsen oder auf dem T-shirt, übrigens hübsche Idee.

    Nebenbei, die Ideen der Bilder sind ungleich besser als die technische Ausführung. Die kommen hier teilweise unscharf oder soetwas an, stört etwas und verwässert die guten Bildideen … und die lockeren Kommentare. (Sind die Bilder alle digital entstanden? Könnte ich nur raten.) Diese Nacht habe ich Zeit mir die Texte über die Seele rieseln zu lassen.

    Alles wird gut, vermutet :-)vb

    1. Vielleicht denke ich über die Idee mit den tagesweise sortierten Bildern wirklich noch mal nach. Habe ich auch schon gedacht.

      Die Bilder sind vom Negativ gescannt. Scharf finde ich sie, abgesehen von der weicheren Filmanmutung, eigentlich meistens schon.
      Zwei, drei wirklich unscharfe Ausnahmen (z.B. Arvids kleinen Bruder. Ärgerlich) habe ich trotzdem genommen, weil sie gut in die Geschichte passten. Das allerletzte Bild in Göteborg habe ich jetzt wirklich gelöscht. Ich fand es beim Scannen damals trotzdem ganz hübsch, aber mit etwas Abstand betrachtet, ist es eigentlich doch für die Tonne.

  6. Hallo, wir haben im RADtouren-Magazin gerade Schweden und Skandinavien als Schwerpunkt, Ihr schöner Bericht mit den lebendigen Fotos hätte dort gut hereingepasst. Wenn Sie wollen, können wir ihn auch auf unserer Webseite im Reiseradlder-Blog noch einmal veröffentlichen. Viele Grüße und weiterhin gute Fahrt

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