2009 durch den Pott

Mit 5 Fotografen aus allen Ecken Deutschlands ging es mitten durch das Ruhrgebiet. Erklärtes Ziel war es, alle Sehenswürdigkeiten auszulassen und uns mitten ins pralle Leben zu stürzen, so authentisch wie möglich. Ganz gelungen ist es uns nicht. Ein paar Sehenswürdigkeiten konnten wir einfach nicht auslassen und die typischen Ecken waren gar nicht so leicht zu finden. Dauernd war alles grün und was ist schon typisch?

Wir starten in Uerdingen. Zuerst geht es am total idyllischen Rhein entlang. DSC00642

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Doch schon nach sechs Kilometer haben wir den ersten Platten.

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Christian ist gut ausgerüstet und hat den Reifen in Rekordzeit gewechselt.

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Kaum ist das Hinterrad geflickt, gibt einen Kilometer weiter das Vorderrad den Geist auf. Also noch mal die paar Kilometer zu dem Radladen und noch zwei Schläuche holen.

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Immerhin gibt es hier etwas zu fotografieren. Dafür sind wir ja schließlich hier.

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Die Gebäude der Thyssenverwaltung stehen heute leer.

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Weiter am Rhein bis Duisburg.

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Auf der Eisenbahnbrücke überqueren wir den Rhein.

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Immer noch alles total idyllisch und hoch kulturell. Der Rheingarten in Duisburg bietet alles nur keine Industrie und Malocher.

So wird das nix mit unserem Plan.

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Fotos machen geht aber gut.

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Alle Mann auf Motivsuche.

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Christian steht auf analoges Werkzeug

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Dann endlich: Der Pott. So wollten wir es doch haben.

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Aber Duisburg ist auch anders.

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Nachdem wir im Hotel eingescheckt haben, fahren wir ohne Gepäck noch mal los. Ziel ist der Landschaftspark. Wieder eine Sehenswürdigkeit, aber die konnten wir unmöglich auslassen.

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Auf die stillgelegte Hütte kann man raufklettern….

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…und runtergucken.DSC00732

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Oben sind die Touristen…

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…und unten echte Industrie,…

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…aber auch Kunstobjekte…

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…Industrieruinen.

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Eine Kinderrutsche hat der Park auch zu bieten. Macht Spaß.

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Die Ruinen des 20. Jahrhunderts…

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…und die Visionen für das 21. Jahrhundert liegen hier dicht beieinander.

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Am nächsten Morgen sind wir früh auf….

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Und das ohne Kaffee.

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Der Innenhafen von Duisburg.

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Ansonsten ist so früh noch nicht viel los.

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Duisburg schläft noch.

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Irgendwann müssen wir weiter. Bis Mülheim geht es flott voran, dann kommt Hartmut mit seinem Rad in eine Straßenbahnschiene und stürzt. Nachdem wir sein Knie verarztet haben und vom Apotheker mit Traubenzucker versorgt wurden, gehen wir ein Stück zu Fuß.

Hier lacht der Hartmut schon wieder und lässt sich von fremden Frauen ansprechen. Das Infomaterial, das er hier erhält, soll heute abend noch interessante Folgen haben.

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Aber erst mal schauen wir die Margarethenhöhe an. Schon wieder total idyllisch und ganz grün.

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Die Margarethenhöhe ist als Gartenstadt zu ihrer Zeit wegweisend gewesen.

Heute ist sie ein recht lebendiges bürgerliches Viertel.

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Die Fahrt geht weiter mitten ins Ruhrgebiet. Sieht man, oder?

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Jeder Fleccken Grün wird genutzt.

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In Essen machen wir Mittagspause.

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Der Himmel droht nur. Immerhin sieht es hier schon mal so aus, wie man sich das Ruhrgebiet so vorstellt.

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Das Infoblättchen, das Hartmut in Mühlheim bekommen hatte, war eine Einladung zu einem Straßenfest der MLPD. Nachdem wir heute so viel Grün und kaum Pott gesehen hatten, erscheint uns das irgendwie reizvoll. Wir machen uns also auf nach Horst, um dort unsere anthropologischen Studien fortzusetzen. Kommunisten hatten wir bis jetzt noch nicht.

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Unser Starfotograf – Immer auf der Suche nach neuen Models.

Hartmut hat wirklich eine fast 100-prozentige Erfolgsquote.

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Da kann ich mich zum Fotografieren eigentlich nur noch auf die Schienen legen.

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Und hier sind wir nun in Horst. Hartmut treibt natürlich sofort den Chef vom Ganzen auf.

Dr. Willi M. und seine Frau waren sehr freundlich und haben uns erst mal das MLPD-Gebäude und die Radktionsräume der „Roten Fahne“ gezeigt.

Naja, politisch war das alles schon recht extrem….

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….aber wir hatten unseren Spaß…

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… und es wird spät.

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Nachdem wir den Abend im Hotelzimmer ziemlich spät ausklingen lassen haben, sind wir am nächsten Morgen alle leicht verkatert.

Das heute schon die Rückreise angetreten werden muss, hellt die Stimmung auch nicht gerade auf.

Passend dazu finden wir ihn dann zwischen Gelsenkirchen und Bochum endlich: Den echten Pott.

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Gelsenkirchen hat mehr zu bieten als nur Schalke.

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Die Strecke nach Bochum radeln wir ohne große Unterbrechungen…

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…mitten durch die Orte…

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…bis wir in Bochum gastlich empfangen werden.

Übernachten brauchen wir hier nicht. Von hier geht es per Bahn zurück nach Hause.

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12 Kommentare zu „2009 durch den Pott

  1. Ich wüsste ja gar nicht, ob ich einen noch chronologischen Bericht hinbekäme, zu sehr verschmelzen die Eindrücke ineinander. Aber beim Lesen hier sag‘ ich mir, ja, (auch) so war es 🙂

      1. Ich meinte es auch mehr textlich; die Bilder in meinem Album hab‘ ich jetzt ziemlich exakt chronologisch. Aber im Kopf … war diese-und-jene nicht dokumentierte Erinnerung jetzt Bochum oder Gelsenkirchen oder …?

  2. Übrigens setzte ja digitalfotografierte Chronologie voraus, dass man die Uhr in der Kamera stellt, und das tu ich nie. Klarer Vorteil für Handypix, die bekommen ihre Uhrzeit übers Funknetz 🙂

  3. Hallo PeHei,
    ich glaube den Fotos unmittelbar ansehen zu können, dass sie eben nicht analog geknipst sind. Wohltuend für den Betrachter, weil eben jeder weitere notwendige Bearbeitungsschritt auch die Gefahr der Verschlechterung mit sich bringt. Die Verkleinerungen auf dem Monitor verdecken das manchmal barmherzig.
    Die korrekte Zeiteinstellungen in den Kameras ist eine Frage der fotografischen Sorgfalt. Wenn so etwas nicht gemacht wird, riecht das sehr nach chaotischer Rumballerei. Die nervigen Pleiten, wenn man mal die Fotos verschiedener Mittäter zusammenfahren will, sind da hoffentlich heilsam. Bei so einer Tour ist es ratsam VORHER Uhrenvergleich zu machen.
    Ich gehe sogar soweit, im Nachherein meine Bilddateein nach Datum (nach amerikanischem Muster) umzubenennen. Das macht sie schnell und leicht identifizierbar und sortierbar. VORHER nachgedacht, HINTERHER erheblich weniger Arbeit. Aber man wird ja erst durch eigene Pleiten klüger.
    Die Form eines textdurchsetzten fotografischen Berichtes ist charmant. Leicht aufzunehmen und unterhaltsam. Vielleicht auch für Leute die nicht so fotosüchtig sind wie ich. Ein bisschen mehr korrespondierender Text bietet Chancen. Gutes Beispiel: „Am nächsten Morgen mussten wir früh raus“ und dann das Foto hinterher … jou, das kann man gut nachfühlen! Vielleicht rührt das auch schon daher, dass wir durch FernSEHgewohnheiten geprägt sind: Viel Bild mit relativ wenig Text, der dann aber korrespondieren und „sitzen“ muss.
    Wenn man dann noch auf einen hingeschissenen, restringierten Sprach- und Schriftcode verzichtet und sich der Hochsprache bedient und ordohkrafisch nicht allzu viele Fehler zulässt (ich weiß, in der Gefahr stehst du nicht) und … eine verdaubare Präsentationsform wählt, dann ist das unangestrengt und trotzdem informativ.
    Ich bin der Überzeugung, dass man Leuten 1.000 Fotos zeigen kann, ohne dass die leiden. Die Bilder und Texte und die Form müssen stimmen. Gute Beispiele finden wir im Fernsehen zu Hauf und manche Diavortragende beweisen das auch.

    Howgh, dein schlafloser Bruder hat gesprochen.

    1. Hallo, Volker Becker,

      schon lustig, wie unterschiedlich man manche Sachen sehen kann: Ich z.B. empfinde es ja immer als Wohltat, angesichts täglich Tausender knackscharfer, hoch gesättigter Digitalfotos mal ein Bild zu sehen, das gedämpfte Farbigkeit aufweist und vor allem diesen sanften Verlauf von Schärfe zu Unschärfe, den zu erzeugen mit den kleinen Sensorformaten bezahlbarer Digitalkameras leider nicht möglich ist … dafür nehme ich dann gern auch die Fehler in Kauf, die durch den zusätzlichen Bearbeitungsschritt „Scannen“ entstehen.

      Und ist es nicht eher ein Indiz für „chaotische Rumballerei“, wenn man auf korrekte Uhrzeiten in den Exif-Daten angewiesen ist, um seine Bilder hinterher noch sortieren zu können? Wenn ich ein Foto bewusst aufnehme, dann weiß ich doch hinterher noch, in welchem Kontext ich es suchen muss … Bei meinen Negativen weiß ich noch nach zwanzig Jahren, in welchen Ordner ich greifen muss, um ein bestimmtes Bild zu finden. Digital muss das für mich genauso funktionieren (aktuell habe ich z.B. einen Dateiordner pro Quartal); wenn nicht, dann weiß ich, ich habe nicht fotografiert, sondern geknipst 🙂

  4. ein interessanter Beitrag über das Ruhrgebiet.

    Die Stadt Mühlheim ist jedoch falsch geschrieben.

    Die korrekte Schreibweise lautet

    M Ü L H E I M an der Ruhr

    Viele Grüße aus der Europäischen kulturhauptstadt 2010 Essen und das Ruhrgebiet

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