Eine kleine Radfahrertypologie

Im Grunde ist es gar nicht so schwer: Wenn man erst mal die Radfahrertypologie beherrscht, weiß man sehr schnell, welchen Radfahrern man besser aus dem Weg fährt.

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Der Taschenfahrer:

Taschenfahrer haben auch Alltags immer Ortlieb- oder Vaudee-Taschen am Gepäckträger. Taschenfahrer erledigen alles mit dem Rad, weil ihnen Autofahren viel zu umständlich ist. Sie legen großen Wert auf teures Equipment, weil man nur damit einen Regenschauer überleben kann.

Der Körbchenfahrer:

Körbchenfahrer benutzen ihr Rad oft für die gleichen Zwecke, wie die Taschenfahrer. Der Unterschied beträgt lediglich 10 km/h. Körbchenfahrer haben auch kein Problem mit Einkaufstaschen am Lenker.

Der Beautycasefahrer:

Beautycasefahrer haben immer ihr Beautycase fest montiert auf dem Gepäckträger dabei. Das Ding ist irre unpraktisch, aber weil Beautycasefahrer ihr Rad nur an Wochenenden bei schönem Wetter bewegen, fällt das kaum auf. Was das Beautycase enthält, ist so rätselhaft wie der Inhalt einer Damenhandtasche. Vermutlich ist es aber nur der Fahrradschlüssel.

Der RTF-Veteran:

RTF-Veteranen sind nur bei schönen Wetter unterwegs. Dafür aber auch unter der Woche, weil sie meistens schon in Rente sind. Dann leuchten ihre bunten Hemdchen in der Sonne und das Rennrad blitzt nur so. Etwas frustiert gucken sie nur, wenn sie von Hollandrädern überholt werden. RTF-Veteranen treffen sich gerne beim örtlichen Radhändler und träumen von vergangenen RTF-Touren oder fachsimpeln über die neue 150g leichtere Radgabel. Die kompensiert mit Sicherheit 3 Kg Übergewicht des Fahrers.

Der Stadtradler:

Stadtradler legen keinen Wert auf besondere Ausrüstung. Das Rad wird halt für jeden Weg gebraucht und kann überall bedenkenlos stehen gelassen werden. Ein Hollandrad passt gut zum Stadtradler. Der Stadtradler legt großen Wert darauf, nicht als Radfahrer erkannt zu werden, wenn er von seinem Rad abgestiegen ist. In Kombination mit einem Baumarkt-Trekkingrad wird er oft zum Körbchenfahrer.

Der Ich-wär-so-gerne-Radkurier-Fahrer:

Radkuriere sind die Helden der Großstadt. Der Ich-wär-so-gerne-Radkurier-Fahrer ähnelt sehr dem Taschenfahrer, allerdings noch ergänzt um eine gewisse Wahnsinnskomponente.

Der Offroader:

Echte Mountainbiker sind die harten Sportler. Auf der Straße wird das Rad nur auf dem Weg zur nächsten Abraumhalde gefahren. Nur mit einer 2 cm dicken Dreckschicht ist das Rad richtig.

Der Elitebiker (auch Singlespeeder genannt):

Sie fahren ohne Gangschaltung hunderte Kilometer. Und aus Gründen der Sitzfleischschonung haben sie ein rohes, 5 cm dickes T-Bone-Steakt in der Hose, das die harten Jungs nach getaner Arbeit als Carpaccio verspeisen.

 

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